Hövelmann für zusätzliche Investitionen zur
Konjunkturbelebung: Sachsen-Anhalts Kommunen könnten von 300 Millionen Euro
profitieren
07.01.2009, Magdeburg – 2
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 002/09
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 002/09
Magdeburg, den 7. Januar 2009
Hövelmann für zusätzliche Investitionen zur
Konjunkturbelebung: Sachsen-Anhalts Kommunen könnten von 300 Millionen Euro
profitieren
Kommunale Schuldenlast soll
nicht steigen
Sachsen-Anhalts Innenminister Holger
Hövelmann (SPD) hat das geplante zweite Konjunkturpaket des Bundes als ¿Chance
für die Entwicklung der sachsen-anhaltischen Städte, Gemeinden und Landkreise
und für die Lebensqualität vor Ort¿ bezeichnet. ¿Es zeichnet sich ab, dass die
Koalitionsparteien in Berlin im Rahmen des Pakets in den nächsten beiden Jahren
insgesamt etwa zehn Milliarden Euro zusätzlich für kommunale Investitionen zur
Verfügung stellen werden¿, sagte Hövelmann nach einem Spitzengespräch mit
Vertretern des Städte- und Gemeindebundes, des Landkreistages, des Verbands der
Wohnungswirtschaft und des Verbands kommunaler Unternehmen am heutigen
Mittwoch in Magdeburg. Für die sachsen-anhaltischen Kommunen laufe das auf eine
Finanzspritze von 300 Millionen Euro insgesamt, also rund 150 Millionen pro
Jahr hinaus. Hövelmann: ¿Wir wollen sicherstellen, dass jeder Cent davon in den
Kommunen und bei der heimischen Wirtschaft ankommt.¿
Konjunkturimpuls nur ohne kommunalen Eigenanteil
Wenn die konjunkturstabilisierende Wirkung
eines solchen Investitionsprogramms nicht verpuffen solle, müsse auf einen
kommunalen Eigenanteil verzichtet werden, unterstrich der Innenminister: ¿Wenn
nur die Städte, Gemeinden und Landkreise mitziehen, die sich neue
Investitionsvorhaben leisten können, dann werden keine zusätzlichen Aufträge
für unsere Wirtschaft ausgelöst.¿ Es sei deshalb anzustreben, dass der Bund die
Investitionskosten in vollem Umfang übernehme. ¿Sollte das nicht durchsetzbar
sein, muss das Land mithelfen, damit keine Kosten bei den Kommunen hängen
bleiben, die den Eigenanteil nicht erbringen können¿, sagte Hövelmann.
Investitionspauschale und vereinfachte Vergaben als unbürokratische
Lösung
Eine Investitionspauschale, die den Kommunen ohne
enge Zweckbindung zur Verfügung gestellt wird, sei die unbürokratischste und
damit die am schnellsten wirkende Lösung, so der Innenminister: ¿Mit
Investitionspauschalen haben wir in Sachsen-Anhalt positive Erfahrungen
gemacht. So könnten wir das Geld den Kommunen schnell und wirksam zur Verfügung
stellen.¿
Hövelmann begrüßte Überlegungen des Bundes zu einer
Vereinfachung der Vergabeverfahren: ¿Alles, was Investitionen jetzt
beschleunigt, tut dem Arbeitsmarkt gut.¿ Er werde gemeinsam mit den kommunalen
Verbänden an den für das Landesvergaberecht zuständigen Wirtschaftsminister
herantreten, um eine Änderung der Erlasslage zum Vergaberecht auf den Weg zu
bringen. Nach Vorstellungen auf Bundesebene sollen bis zu einem Auftragswert
von einer Million Euro bei Bauaufträgen und 150.000 Euro bei Lieferungen und
Dienstleistungen beschränkte Vergaben ohne öffentliche Bekanntmachung
ermöglicht werden. Bei unter 100.000 Euro im Baubereich und unter 50.000 Euro
bei Lieferungen und Dienstleistungen soll eine freihändige Vergabe möglich
sein.
Keine höheren Schulden für Sachsen-Anhalts Kommunen
Der Innenminister bekräftigte, dass die Teilnahme
der Kommunen an einem Konjunkturimpuls nicht zu einem Anstieg der kommunalen
Verschuldung führen dürfe: ¿Wir wollen aber den Kommunen, die dazu in der Lage
sind, die Chance geben, zusätzlich zum Bundesprogramm auch einen eigenen
Beitrag zu leisten. Wir prüfen deshalb eine Regelung, die es solchen Kommunen,
die aus eigener Kraft Schulden tilgen, möglich macht, im selben Umfang neue
Kredite aufzunehmen.¿ Das werde möglich, weil die Konsolidierungsanstrengungen
der vergangenen Jahre bereits zu einem Abbau der Kreditmarktschulden geführt
haben.
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