Pressereise zeigt Sachsen-Anhalt
als Kernland deutscher Ingenieurskunst
Haseloff: Sondermaschinen- und Anlagenbau bleibt Zugpferd der heimischen
Wirtschaft
08.12.2008, Magdeburg – 277
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 277/08
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 277/08
Magdeburg, den 8. Dezember 2008
Pressereise zeigt Sachsen-Anhalt
als Kernland deutscher Ingenieurskunst
Haseloff: Sondermaschinen- und Anlagenbau bleibt Zugpferd der heimischen
Wirtschaft
Der Sondermaschinen-, Werkzeugmaschinen und
Anlagenbau in Sachsen-Anhalt kann auf ein über Jahrzehnte gewachsenes Know-how
blicken. Das Land gilt als Wiege deutscher Ingenieurkunst. ¿Zwar deuten sich
auch beim ostdeutschen Maschinenbau zeitweilige Probleme an, dennoch bin ich
zuversichtlich, dass unsere mittelständischen, auf hochpräzise Einzel-, Klein-
und Mittelserienfertigung ausgerichteten Unternehmen gut aufgestellt sind,
diese Krise zu meistern¿, betonte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff im
Vorfeld einer heute beginnenden, dreitägigen Pressereise für nationale und
internationale Fachjournalisten zum Thema ¿Ingenieurtechnische
Spitzenleistungen ¿ Made in Sachsen-Anhalt¿.
In Sachsen-Anhalts Industriebetrieben arbeiten
derzeit 104.000 Menschen, das sind 6,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Auch Sachsen-Anhalts Maschinenbau mit derzeit 11.300 Beschäftigten befindet
sich im Aufwind. Die Beschäftigtenzahl in den 89 sachsen-anhaltischen
Unternehmen (mit mehr als 50 Beschäftigten) legte in den ersten drei Quartalen
2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 14 Prozent zu ¿ so stark
wuchs keine andere Branche. Auch beim Export bestätigt der
Spezialmaschinen-, Anlagen- und Werkzeugmaschinenbau den ansteigenden
Trend der vergangenen Jahre: Die Exportquote liegt aktuell bei mehr als 37
Prozent. Eine Branche, die nach der Wende in die Bedeutungslosigkeit zu
versinken drohte, hat zur alten Stärke und damit zu weltweiter Anerkennung
zurück gefunden.
¿Unsere Tradition im Maschinen- und Anlagenbau
prägt auch die industrielle Zukunft Sachsen-Anhalts. So bescheinigt die
Clusterpotenzialanalyse gerade dem Sondermaschinen- und Anlagenbau sehr gutes
Potenzial. Die Arbeit in Netzwerken wie etwa bei der Verbundforschung hat sich
in diesem Bereich in den vergangenen Jahren bewährt¿, machte Haseloff deutlich
und fügte hinzu: ¿Innovationen sind der Katalysator für nachhaltigen
wirtschaftlichen Erfolg.¿ Das gelte insbesondere im Bereich des
Sondermaschinen-, Werkzeugmaschinen und Anlagenbaus, der zu einem
Schwerpunktfeld der Innovationspolitik des Landes zählt.
Daneben gelte es aber auch, künftig noch mehr für
die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu tun. Die Landesregierung unterstützt
deshalb vorrangig diese Branche bei der Gewinnung hoch qualifizierter
Ingenieure, Konstrukteure und Informatiker. In den vergangenen fünf Jahren ist
die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure von mehr als 4600 auf aktuell
weniger als 1.000 zurückgegangen. Zudem ist die Zahl der Studenten in
ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen in den vergangenen fünf Jahren um
mehr als ein Drittel, von 5568 auf 7957, gestiegen. Auch der Anteil der
Studentinnen im Ingenieurbereich ist deutlich gewachsen ¿ von 1308 auf aktuell
1840. Eine gemeinsame Stipendieninitiative, Rückkehrerprogramme sowie
Partnerschaften zwischen Universitäten und Gymnasien belegen gemeinsame
Anstrengungen zur Bindung von Fachkräften im Land.
Der Minister hob dabei hervor, dass Sachsen-Anhalt
auch in Zukunft eine Schmiede deutscher Ingenieure ist ¿ die Gründung des
Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) erfolgte beispielsweise 1856 im
sachsen-anhaltischen Harzstädtchen Alexisbad. Haseloff verdeutlichte dabei,
dass insbesondere die schulische Grundlagenausbildung in mathematischen und
naturwissenschaftlichen Fächern großen Anteil am Erfolg des sachsen-anhaltischen
Maschinenbaus hat: ¿Sachsen-Anhalt konnte im jüngsten PISA-Vergleich seine gute
Position halten und ausbauen. Im Bereich der naturwissenschaftlichen Kompetenz,
dem Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung, folgen wir mit Platz 5 im Ländervergleich
direkt der Spitzengruppe. Bei den mathematischen Kompetenzen erreicht
Sachsen-Anhalt die sechsthöchste Punktzahl. In den Naturwissenschaften ist es
Sachsen-Anhalt gelungen, die Risikogruppe (Jugendliche unter oder auf der
untersten Kompetenzstufe) auf weniger als 15 Prozent zu senken. Bei einem
OECD-Durchschnitt von 19,2 Prozent schaffen das nur vier weitere Länder.¿
Hintergrund
Der Magdeburger Otto von Guericke (1602 bis 1686) ¿
genannt der ¿deutsche Galilei¿ ¿ gilt als Urvater der Vakuumtechnik, der
Elektrostatik und der Experimentalphysik. Im 19. Jahrhundert revolutioniert der
Ingenieur und Industrielle Hermann Gruson (1821 bis 1895) den Maschinen- und
Anlagenbau. Auf sein ¿eigentümliches Eisen¿ geht die Entwicklung des Hartgusses
zurück. Ein Jahr vor Gründung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) im
sachsen-anhaltischen Harzstädtchen Alexisbad eröffnet er 1855 eine
Maschinenfabrik, die Eisengießerei und Schiffswerft in Buckau, die zur
Weltgeltung des Sachsen-Anhalter Maschinen- und Anlagenbaus entscheidend
beitrug. Heute gestalteten zahlreiche innovative Unternehmen erfolgreich den
Wandel vom ehemals dominanten Schwermaschinenbau zur hightech-orientierten
Produktion. Während sich in Magdeburg fundierte Erfahrungen im Präzisions- und
Werkzeugmaschinenbau sowie in der Montage- und Fügetechnik konzentrieren, hat
sich die Harzregion als Standort für innovativen Leichtmetallguss etabliert.
Angeboten wird eine breite Palette moderner Produkte, die vom Landmaschinenbau
bis zu Sondermaschinen für hochpräzise Fertigungsprozesse in der Luft- und
Raumfahrtindustrie reicht. Besondere Schwerpunkte bilden Hebezeuge und
Fördermittel, der Bau von Pumpen und Kompressoren, die
Werkzeugmaschinenindustrie und der Windkraftanlagenbau.
Impressum:
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567 - 43 16
Fax: (0391) 567 - 44 43
Mail:
pressestelle@mw.sachsen-anhalt.de
Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg
Tel.: +49 391 567-4316
Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt






