Innenminister Hövelmann: Wir leisten unseren
Beitrag für einen europäischen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
13.11.2008, Magdeburg – 293
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 293/08
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 293/08
Magdeburg, den 13. November 2008
Innenminister Hövelmann: Wir leisten unseren
Beitrag für einen europäischen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
Auftaktveranstaltung
Internationales Zentrum Polizei
Sachsen-Anhalt
am Montag, dem 17. November 2008, 09:00
Uhr
an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt,
Schmidtmannstraße 86 in 06449 Aschersleben.
Die Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt
eröffnet am kommenden Montag ein Internationales Zentrum der Polizei mit dem
Ziel, ein Kompetenzzentrum zu schaffen, das Polizistinnen und Polizisten des
Landes effektiv auf ihre Tätigkeiten im Rahmen internationaler Verpflichtungen
Sachsen-Anhalts vorbereitet.
Dazu erklärt Innenminister Holger Hövelmann (SPD): ¿Europa und die
Welt rücken immer dichter zusammen. Doch nicht nur die positiven Aspekte dieses
Zusammenwachsens sollten uns beschäftigen. Grenzüberschreitende Kriminalität
und Bedrohung durch den internationalen Terrorismus gehören ebenfalls zur
internationalen Entwicklung. Nur durch die Zusammenarbeit der Polizei können
wir einen Beitrag zum Ziel der Europäischen Union leisten, einen europäischen
Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu schaffen.¿
Auf
europäischer Ebene ist in den letzten Jahrzehnten eine große Zahl neuer
Institutionen und Instrumente geschaffen worden wie Europol, Eurojust, der
Schengen-Raum oder der Europäische Haftbefehl. Im Rahmen internationaler
Friedenseinsätze wendet sich die Europäische Union verstärkt polizeilichen
Missionen zu, wobei zuletzt die Einsätze in Afghanistan (EUPOL Afghanistan)
sowie die Ablösung der Vereinten Nationen im Kosovo (EUPT Kosovo) im
Mittelpunkt standen.
Die
Gewinnung von Personal für diese Einsätze sowie für Vorbereitungsaktivitäten
stellt besondere Anforderungen an zukünftige Personalplanung und ¿entwicklung,
einschließlich der Aus- und Fortbildung der Polizei Sachsen-Anhalts. Neue Anforderungen
stellen aber auch die sich zunehmend verfestigenden Strukturen der
internationalen polizeilichen Zusammenarbeit mit Auswirkungen nicht nur für
einige wenige Spezialisten in der Polizei. Die organisierte Kriminalität,
grenzüberschreitende Netzwerke des politischen Extremismus bis hin zum
Terrorismus verlangen Sensibilität, aber auch Grundkenntnisse bis in die ¿Basisarbeit¿
der Polizei hinein. Darüber hinaus verdichtet sich auch die
staatenübergreifende Zusammenarbeit in anderen polizeilichen Aufgabenfeldern
wie der Verkehrsüberwachung bis hin zu Präventionsprojekten.
Insgesamt
bedeutet internationale Ausrichtung der Polizei nicht nur die Schaffung
europäisch bzw. international organisierter Polizeieinrichtungen und
Instrumente oder den Einsatz der Polizei im Ausland, es geht dabei um auch
¿interkulturelles¿ Polizeimanagement. Dies zeigt nicht zuletzt der zunehmende
Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft mit Auswirkungen auf die
Polizeiarbeit.
Auf die geschilderten Entwicklungen reagiert
die Fachhochschule Polizei nicht nur im Rahmen der Bachelor-Studienreform durch
Module mit internationalem Bezug mit Inhalten wie europäische
Sicherheitsinstrumente und -strategien mit ihren rechtlichen Grundlagen,
europäische Polizeiphilosophie, Fremdsprachen bis hin zu einem
Auslandspraktikum.
Die Polizei Sachsen-Anhalts muss für die
vielfältigsten Anforderungen Europas sowie einer zunehmenden Globalisierung
gewappnet sein, auch organisatorisch. Aus dem gesamten Personalkörper der
Landespolizei sind dazu die geeignetsten und motiviertesten Beamten
auszuwählen. Spezielle Aus- und Fortbildung wird diese Beamten zur Wahrnehmung
von Aufgaben der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit bis hin zu
internationalen Einsätzen befähigen.
Dazu
wird als landespolizeiliche Zentralstelle an der Fachhochschule Polizei des
Landes Sachsen-Anhalt ein Internationales Zentrum für die Landespolizei
geschaffen. In ihm werden in einem ersten Schritt die derzeit auf verschiedene
Stellen verteilten Aufgaben der Entwicklung internationaler Kompetenzen, der
Vorbereitung auf einen internationalen Einsatz sowie der Betreuung bei
nachfolgender Verwendung in den Heimatdienststellen gebündelt.
Eingeladen
sind Vertreter des Innenministeriums, Leiter sowie weitere Führungskräfte der
Behörden und Einrichtungen der Landespolizei, Vertreter von Polizeien anderer
Länder und deren Ausbildungseinrichtungen, insbesondere der Sicherheitskooperation
sowie die Angehörigen des Personalpools IPM.
Zur
Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen.
Impressum:
Verantwortlich: Martin Krems
Pressestelle
Halberstädter Straße 2 / Am Platz des 17. Juni
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