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Kontodatenmissbräuche
offensichtlich auch in Sachsen-Anhalt festgestellt

18.09.2008, Halle (Saale) – 90

  • Landesverwaltungsamt

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 090/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt -

Pressemitteilung Nr.: 090/08

 

 

 

Halle (Saale), den 29. August

2008

 

 

 

Kontodatenmissbräuche

offensichtlich auch in Sachsen-Anhalt festgestellt

 

 

 

Verstöße

werden konsequent geahndet

 

 

 

 

 

Lästige, unerwünschte Werbeanrufe gehören inzwischen

leider zum Alltag. Diese sogenannten Cold Calls mit Werbe- und

Ausforschungsversuchen stellen einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines

jeden Betroffenen dar.

 

 

 

Leider wurden inzwischen, wie von der Verbraucherzentrale

in Sachsen-Anhalt bekannt gegeben, bei den Datenmissbrauchsfällen jüngster Zeit

offensichtlich auch in Sachsen-Anhalt Fälle bekannt, in denen es zudem auch zu

einer Vermögensschädigung der Angerufenen durch unberechtigte Abbuchung von

Geldbeträgen gekommen ist.

 

 

 

Wie von der Verbraucherzentrale Sachsen.-Anhalt bekannt

gegeben wurden in einer noch nicht feststehenden Anzahl von Fällen die Daten

der Angerufenen, zu denen Namen, Adressen, Telefonnummern und auch

Kontoverbindungen zählen, käuflich erworben. Die damit erfolgte

Datenübermittlung ist jedoch nur zulässig, wenn die Betroffenen eingewilligt

haben oder die Bestimmungen des § 29 Bundesdatenschutzgesetz eingehalten

werden. Dies war jedoch in den genannten Fällen nicht so. Der Verkauf von

Kontodaten ist laut Bundesdatenschutzgesetz nicht erlaubt. Neben dem Verkäufer

der Datensätze verstößt auch derjenige gegen geltendes Datenschutzrecht, der

illegal erzeugte Datenträger erwirbt.

 

 

 

Die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz im

nicht-öffentlichen Bereich, das Landesverwaltungsamt, Ernst-Kamieth-Straße 2,

06112 Halle (Saale), hat nach Bekanntwerden der bundesweiten Vergehen eigene

Ermittlungen vorgenommen, wird datenschutzrechtliche Verstöße konsequent

verfolgen und bei Vorliegen von Straftaten auf die Erstattung von Strafanzeigen

hinwirken.

 

 

 

Grundsätzlich empfiehlt das Landesverwaltungsamt bei der

Preisgabe persönlicher Daten, insbesondere der privaten Kontoverbindung,

absolut zurückhaltend zu sein, insbesondere am Telefon und im Internet und

weist abschließend noch auf folgende Verhaltensempfehlungen hin:

 

 

 

-

Kontobewegungen

sollten regelmäßig kontrolliert und bei der Feststellung unberechtigter

Kontoabbuchungen sollte bei der eigenen Bank binnen 6 Wochen eine Rückbuchung

verlangt werden;

 

-

Kann die

Herkunft der Abbuchung geklärt werden, sollte Strafanzeige bei der Polizei

gestellt werden, damit ermittelt werden kann, welche Stellen oder Unternehmen

diesen Datenmissbrauch betrieben haben.

 

-

 

 

Gern können Sie sich bei etwaigen Verstößen an das

Landesverwaltungsamt wenden.

 

 

 

Weitere Informationen zur Thematik ¿Datenschutz¿  und

Ansprechpartner für Sachverhalte, von denen Sie konkret betroffen sind, finden

Sie auf www.lvwa.sachsen-anhalt.de/datenschutz.

Telefonisch ist das Landesverwaltungsamt diesbezüglich unter den Rufnummern

(0345)514-3925 sowie -3775 erreichbar.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Landesverwaltungsamt

Pressestelle

Ernst-Kamieth-Straße 2

06112 Halle (Saale)

Tel: +49 345 514 1246

Fax: +49 345 514 1477

Mail:

pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de