Nach heutiger Beratung der
Projektgruppe Henkel Genthin
Langfristiges Nutzungskonzept soll Industriestandort Genthin sichern
16.09.2008, Magdeburg – 193
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 193/08
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 193/08
Magdeburg, den 15. September 2008
Nach heutiger Beratung der
Projektgruppe Henkel Genthin
Langfristiges Nutzungskonzept soll Industriestandort Genthin sichern
Der Standort Henkel Genthin muss als bedeutender
und beschäftigungsintensiver Industrienstandort erhalten werden. Darin sind
sich der Henkel-Vorstand und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt einig. Auf
der heutigen Beratung der Projektgruppe Henkel Genthin bekräftigte
Henkel-Vorstand Dr. Friedrich Stara die Entscheidungen der Konzernführung: ¿Wir
gehen davon aus, dass unsere Zahlen, unsere Entscheidung, uns vom Standort Genthin
zu trennen, um den Standort Deutschland zu sichern, auch den letzten
Überprüfungen standhalten werden. Umso wichtiger ist es jetzt für uns, gemeinsam
mit dem Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts auf die Vermarktung des
Standorts zu setzen. Es gibt bereits ernsthafte Interessenten für die Fortführung
der Wirbelschichtanlage und des vierten Betriebes.¿ Im Erfolgsfall könnten
damit bereits 60 bis 90 Arbeitsplätze gesichert werden.
Gemeinsames Ziel sei die angestrebte Vermarktung
des Standorts, um auf diesem Weg die derzeitige Anzahl der Beschäftigten am
Standort auch für die Zukunft zu sichern, betonte Wirtschaftsminister Dr.
Reiner Haseloff. Angestrebt wird ein möglichst nahtloser Übergang in neue
Beschäftigungsverhältnisse bis Ende 2009. Im Zuge weiterer Gespräche der
Projektgruppe wird es auch Überlegungen über den Fortbestand der Strukturen der
Flüssigwaschmittelproduktion geben. Auch hier gibt es bereits erste Gespräche
mit potenziellen Investoren.
Die Landesregierung, so Dr. Haseloff, erwartet vom
Henkel-Vorstand auch weiter ¿eine ergebnisoffene Überprüfung aller neuen
Vorschläge zur Sicherung des Standorts Genthin. Wir sehen allerdings auch, dass
der vom Betriebsrat eingesetzte Betriebsprüfer mit Blick auf den Standort
Genthin zu ähnlichen Einschätzungen wie der Henkel-Vorstand kommt. Deshalb begrüßen
wir das Henkel-Engagement für Investorensuche und Vermarktung des Standorts.
Auf dieser Strecke sind auch wir schon intensiv tätig. Präferenz haben
Investoren, die eine möglichst große Zahl von Arbeitsplätzen sichern und eine
nachhaltige Produktion aufbauen wollen.¿
Auf Arbeitsebene laufen in der nächsten Woche
intensive Gespräche darüber an, wie diese Pläne umgesetzt werden und wie die
Anstrengungen von Henkel und der Landesregierung koordiniert werden. Aufgabe
der Arbeitsgruppe ist zudem die Kontaktaufnahme mit potenziellen Investoren.
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