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Premiere für Sachsen-Anhalt auf
Dardesheimer Rathausplatz
Ökostrom fürs Auto: Haseloff und Gabriel eröffnen erste regenerative
Stromtankstelle

01.07.2008, Magdeburg – 137

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 137/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 137/08

 

 

 

Magdeburg, den 30. Juni 2008

 

 

 

Premiere für Sachsen-Anhalt auf

Dardesheimer Rathausplatz

Ökostrom fürs Auto: Haseloff und Gabriel eröffnen erste regenerative

Stromtankstelle 

 

 

 

Sachsen-Anhalts erste regenerative Stromtankstelle

ist seit heute in Betrieb. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffneten die Ladestation am Vormittag in

Dardesheim im Landkreis Harz. Auf dem Rathausplatz des

1000-Einwohner-Städtchens können Autofahrer künftig die Akkus ihrer

Elektrofahrzeuge mit Strom aufladen, der zu 100 Prozent aus Erneuerbaren

Energien gewonnen wurde. Damit ist der Elektroantrieb nicht nur lokal, sondern

auch insgesamt emissionsfrei.

 

 

 

¿Dardesheim wird nicht ohne Grund als ¿Stadt der

Erneuerbaren Energien¿ bezeichnet. Mehr als das Zehnfache des gesamten Energieverbrauchs

der Stadt wird aus regenerativen Energien gewonnen¿, sagte Haseloff. ¿Beispielhaft

ist vor allem der genutzte Energiemix aus Windkraft, Solarenergie und

Biomasse.¿ Auf dem Druiberg drehen sich 29 Windenergieanlagen, eine Biogasanlage

am Ortsrand, Solarzellen auf den Dächern von Schule, Kindergarten und Betrieben

und nun die regenerative Stromtankstelle komplettieren das Bild des Energie-Musterstädtchens.

 

 

 

 

Doch Dardesheim ist mehr. Im September 2007 startete

dort das Projekt ¿Regenerative Modellregion Harz¿, welches auch vom

Wirtschaftsministerium unterstützt wurde. Das bundesweit einzigartige Vorhaben

soll dazu beitragen, den Landkreis Harz auf Sicht möglichst ausschließlich mit

regional erzeugten Energien aus Wind, Biomasse, Wasserkraft, Sonne und Erdwärme

zu versorgen. Ein großes Kombikraftwerk soll die verschiedenen Formen der

Erneuerbaren Energien koppeln, um überschüssige Kapazitäten zu speichern und

damit teure Stromspitzen zu vermeiden. 14 Partner wollen das Projekt unter der

Leitung der Universitäten Magdeburg und Kassel verwirklichen, darunter der

Windpark Druiberg, das Pumpspeicher-Kraftwerk Wendefurth, die Energieversorger

Vattenfall und E.ON-Avacon, der Netzbetreiber HSN, vier regionale Stadtwerke

sowie der Landkreis Harz. Im März wurde das Projekt als einer von sechs

Gewinners des Technologiewettbewerbs ¿E-Energy¿ ausgezeichnet und wird mit

einem Preisgeld von 9 Millionen Euro durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

 

Mit der regenerativen Stromtankstelle, die von

Wind- und Solarenergie gespeist wird, wollen Ortsbürgermeister Rolf-Dieter

Künne und Windpark-Chef Heinrich Bartelt den Einwohnern die Anschaffung von

Elektrofahrzeugen schmackhaft machen. ¿Noch günstiger kann man derzeit nicht

Auto fahren¿, schätzte Künne mit Blick auf die steigenden Kraftstoffpreise ein.

Künftig soll unter anderem der Elektro-Golf der Gemeinde auf dem Rathausplatz ¿betankt¿

werden. Eine weitere Anschaffung von Elektro-Dienstwagen werde derzeit von

Windpark und Stadt geprüft. ¿Der Elektroantrieb ist ein zukunftsweisendes

Konzept, von dem alle profitieren - die Umwelt durch geringere CO2-Emissionen,

die Besitzer durch geringere Kraftstoffkosten und auch die Unternehmen, die umweltfreundliche

Technologien weltweit verkaufen können¿, sagte Haseloff.

 

 

 

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am

Stromverbrauch lag im Land Sachsen-Anhalt 2007 bei rund 24 Prozent und damit

rund 10 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Gemessen am gesamten

Primärenergieverbrauch des Landes hatten die Erneuerbaren Energien im

vergangenen Jahr einen Anteil von 9,6 Prozent und lagen damit deutlich über dem

Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent. Dadurch wurden 2007 hierzulande rund 5,7

Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen vermieden.

 

 

 

In Sachsen-Anhalt dominieren Windkraft und biogene

Energieträger. Im Jahr 2006 lieferten Windenergieanlagen etwa zwei Drittel des

erzeugten Stromes (rund 2.700 Mio. kWh), Biomasse war 2006 mit etwa 30 Prozent

an der Stromerzeugung beteiligt (fast 1.300 kWh). Insgesamt wurden im Jahr 2006

rund 4.100 Mio. kWh Strom aus regenerativen Energieträgern produziert. ¿Das

Land ist damit auf dem richtigen Weg, einen optimalen Ausgleich zwischen

preiswerter und zukunftssicherer Energie zu finden¿, schätzte Wirtschaftsminister

Haseloff ein.

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

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