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40 Millionen Euro werden
investiert / 245 Arbeitsplätze entstehen
Silbitz Guss investiert an traditionsreicher Stelle: Minister Haseloff übergibt
Fördermittelbescheid

20.06.2008, Magdeburg – 132

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 132/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 132/08

 

 

 

Magdeburg, den 19. Juni 2008

 

 

 

40 Millionen Euro werden

investiert / 245 Arbeitsplätze entstehen 

Silbitz Guss investiert an traditionsreicher Stelle: Minister Haseloff übergibt

Fördermittelbescheid

 

 

 

Die Thüringer Silbitz Guss GmbH investiert im

benachbarten Zeitz. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff übergab heute den

Fördermittelbescheid für den Bau einer Produktionsstätte mit Schmelzbetrieb,

Formerei, Kernmacherei und Putzerei an Geschäftsführer Dr. Wolfgang Maruschky. Die

Investition wird mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost zur Stärkung der

regionalen Wirtschaftsstruktur (GA-Mittel) gefördert. Insgesamt 40 Millionen

Euro will die Zeitzer Guss GmbH ¿ eine 100-prozentige Tochter der Silbitz Guss

¿ investieren. 245 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

 

 

 

¿Das Engagement von Silbitz Guss auf der

traditionsreichen Gewerbefläche des einstigen Unternehmens Zemag ist ein

wichtiges Zeichen für die ganze Region¿, betonte Haseloff. So sei Zeitz mit

Investitionen bislang nicht gerade verwöhnt worden. ¿Umso bedeutender ist die

Entscheidung von Silbitz Guss, hier im Süden Sachsen-Anhalts zu investieren.¿

Dr. Wolfgang Maruschky, Geschäftsführer der Silbitz Guss GmbH, lobte die

schnelle und kompetente Arbeit der Behörden: ¿Wir hatten stets das gute Gefühl,

dass hier im Interesse des Investors und des Standortes gearbeitet wurde.¿

 

 

 

Die Investition der Zeitzer Guss GmbH ist in zwei

Phasen unterteilt. Die erste Phase umfasst den Nachbehandlungs-,

Wärmebehandlungs- und Qualitätssicherungsprozess. So sollen ab Juli dieses

Jahres Gussteile aus Silbitz in Zeitz nachbehandelt werden. Die dafür

erforderliche Infrastruktur wurde in den vergangenen Monaten reaktiviert, 40

neue und in Silbitz speziell geschulte Mitarbeiter wurden eingestellt. Die

zweite Phase umfasst die Formerei, Kernmacherei und den Schmelzbetrieb. Mit

Beginn des zweiten Quartals 2009 sollen in Zeitz in vollem Umfang Gussteile

vorwiegend für den energietechnischen Bereich produziert werden. Dafür liegen

der Zeitzer Guss GmbH bereits verbindliche Optionen mit maßgeblichen Firmen im

In- und Ausland vor.

 

Das Zeitzer Unternehmen Zemag war nach

mehreren gescheiterten Privatisierungsversuchen 2005 im Zuge eines

Insolvenzverfahrens aufgelöst worden. Das

Unternehmen wurde 1855 als Maschinenbauanstalt und Eisengießerei gegründet. Mit

Fertigung der ersten leistungsfähigen Brikettpresse 1893 entwickelte es sich zu

einem Spezial-Industrieunternehmen, das ausschließlich Ausrüstungen für

Braunkohlenbrikettfabriken projektierte und herstellte. 1954 wurde daraus der

volkseigenen Betrieb VEB Zemag Zeitz (Eisengießerei und Maschinenfabrik Zeitz),

der sich insbesondere mit dem Bau von kompletten Brikettfabriken in der DDR,

Ungarn, Tschechoslowakei und Bulgarien, Teilanlagen in der UdSSR, Polen,

Rumänien profilierte.

 

 

 

Die Geschichte der Silbitz Guss GmbH ¿ eine

Kundengießerei für Einzelteile, Klein- und Mittelserien ¿ begann 1896 mit einer

Gießerei in Rasberg bei Zeitz. Rund 40 Jahre später wurde daraus die

Stahlgießerei am neuen Standort Silbitz. Nach der Wende erfolgte die Umwandlung

in eine Kapitalgesellschaft, die 1996 durch die GEKO Unternehmensgruppe Essen, später DIHAG, übernommen und erfolgreich saniert und

modernisiert wurde. Im Oktober

2005 gab es einen erneuten Gesellschafterwechsel ¿ 5 leitende Mitarbeiter

übernahmen das Unternehmen (MBO - Management-Buy-Out).

 

 

 

Silbitz Guss ist vor allem spezialisiert auf

hochwertiges Gusseisen mit Kugelgraphit, Stahlguss und Edelstahlguss. Das

Unternehmen arbeitet gezielt an Werkstoffentwicklungen und an Möglichkeiten zur

Substitution von Gusswerkstoffen zur Fertigungsoptimierung bei Kunden. Silbitz

Guss hat im Jahr 2008 ca. 500 Mitarbeiter, zusätzlich 40 Lehrlinge, eine

Jahresproduktion von 28.000 Tonnen Guss und einen geplanten Jahresumsatz von

100 Millionen Euro. Unter den Kunden sind namhafte Unternehmen vorrangig in

Europa, darunter Hersteller von Windenergieanlagen, Dieselmotorenbauer,

Schiffbauer sowie Produzenten von Baumaschinen, Schienenfahrzeugen und Bergwerkstechnik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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