Biker im Straßenverkehr
07.05.2008, Dessau-Roßlau – 39
- Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost - Pressemitteilung Nr.: 039/08
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt
Ost - Pressemitteilung Nr.: 039/08
Dessau, den 7. Mai 2008
Biker im Straßenverkehr
Nach der vergangenen Winterperiode, nimmt die Anzahl der
Biker im Straßenverkehr wieder rapide zu.
Das Motorrad nimmt in der heutigen Zeit nicht mehr den Stellenwert der
Fortbewegung ein, welches es vor ca. 30 Jahren hatte.
Es wird in zunehmenden Maße mehr und mehr als Sport- und Freizeitfortbewegungsmittel
angesehen und benutzt.
Leider sind damit aber auch eine Reihe von Gefahren und Risiken verbunden, die
oftmals in den Wind geschlagen werden.
Mit Beginn der jährlichen Motorradsaison nimmt die Anzahl der Verkehrsunfälle,
welche durch Kradfahrer verursacht wurden oder wo Krafträder beteiligt sind
sprunghaft zu. In der vergangenen Woche waren bereits wieder vier solcher
Unfälle zu verzeichnen.
Die Unvernunft, welche dabei teilweise vorherrscht, lässt andere
Verkehrsteilnehmer nur mit Kopfschütteln reagieren.
Diese Unvernunft bezahlen jährlich auf Deutschlands Straßen
ca. 1 000 Biker mit ihrem Leben .
Etwa 38 000 wurden zum Teil erheblich verletzt und tragen bleibende Schäden
davon.
Im Jahr 2007 waren im Bereich der Polizeidirektion Dessau - Roßlau 279 Kräder
an Verkehrsunfällen beteiligt, wovon 157 als Verursacher ermittelt wurden.
Bereits in diesem Jahr mussten 25 Unfälle mit Krädern aufgenommen werden, wovon
15 Fahrer als Verursacher feststehen.
Als häufigste Unfallursachen wurden
· das Überschreiten der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit
· zu geringer Sicherheitsabstand
· verkehrswidriges und ¿ gefährdendes Überholen trotz
Überholverbot
oder unklarer Verkehrslage
· sowie Fahren mit erloschener Betriebserlaubnis wegen
Umbauten festgestellt.
Aber nicht immer sind Motorradfahrer schuld an
Verkehrsunfällen.
Andere Verkehrsteilnehmer übersehen einfach das Krad, weil es schmal und
schnell ist und weil in der Winterperiode kaum Kräder im Straßenverkehr bewegt
werden. Auch die anderen Kraftfahrer müssen sich auf diese neue Situation erst
einstellen.
Während ein Teil der Biker sich korrekt im Straßenverkehr bewegt, neigen andere
zu einer
äußerst aggressiven und undisziplinierten Fahrweise und sind somit ein hohes
Risiko für alle Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei reagiert auf solche Verhaltensweisen mit zunehmenden Verkehrs ¿ und
Ge-
schwindigkeitskontrollen auch bei Bikern. Durch diese verstärkten
Kontrollmaßnahmen wird
die Entdeckungswahrscheinlichkeit erhöht und somit nachhaltig auf die
Einhaltung der
Verkehrsvorschriften hingewirkt.
Sind solche Kontrollmaßnahmen auch unbeliebt, so dienen sie dem Ziel, dass alle
Biker ihr Steckenpferd reiten können und gesund und ohne Probleme durch die
Saison 2008 fahren.
Jürgen Hopstock
Sb Prävention
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