Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt präsentiert
die Publikation: ?Askania Nova in zeitgenössischen Plänen und Zeichnungen 1928
? 1956?
05.05.2008, Magdeburg – 98
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 098/08
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 098/08
Magdeburg, den 5. Mai 2008
Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt präsentiert
die Publikation: ¿Askania Nova in zeitgenössischen Plänen und Zeichnungen 1928
¿ 1956¿
Anlässlich
des Gründungsjubiläums der ehemaligen anhalti schen Kolonie Askania Nova hat Hans Schwahn aus St.
Peters burg im Februar 2008 unter
Mitwirkung des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt und des Vereins für
Anhaltische Landeskunde die Publikation ¿Askania Nova in zeitgenössischen
Plänen und Zeichnungen 1828-1856¿ herausgegeben. Das Projekt wurde durch die
Universitäts- und Landesbibliothek Halle/Saale, das Historische Museum für
Mittelanhalt Köthen, das Museum für Stadtgeschichte Dessau-Rosslau, den
Dessauer Privatsammler Herrn Dr. Posse und Friedrich von Falz-Fein aus
Triesen/Liech tenstein unterstützt.
Eine
Präsentation dieser Publikation findet am 5.
Mai 2008 , um 18.00 Uhr , in der Abteilung Dessau des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt im
¿Alten Wasserturm¿, Heidestraße 21, statt.
Neben der Vorstellung des Buches
wird Hans Schwahn über die 180-Jahrfeier zur Gründung von Askania Nova
berichten und Dr. Roland Strauss von der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg über die Fortführung des Projekts ¿Askania Nova ¿ ein wenig
beachtetes Erbe, Möglichkeiten von europäischer Dimension¿ sprechen. Außerdem
wird die Vorsitzende des Fördervereins ¿Katharina II.¿, Zerbst, Annegret
Mainzer, ein weiteres ¿Askania Nova¿-Projekt vorstellen.
Die
Publikation enthält Abbildungen zeitgenössischer Pläne und Zeichnungen von
Askania Nova aus dem Zeitraum 1828 bis 1856. Diese Darstellungen werden heute
im Original in der Ab teilung Dessau des
Landeshauptarchivs, in den anderen betei ligten Einrichtungen sowie in einer Privatsammlung
verwahrt.
Fast
alle dargestellten Gebäude wurden nach Entwürfen des Köthener Hofarchitekten
Christian Gottfried Heinrich Bandhauer (1790-1837) errichtet, der in Anhalt
einen neuen Baustil für landwirtschaftliche Nutzbauten, die so genannte
¿Quadrathohlbauweise¿ eingeführt hatte. Von diesen Siedlungshäusern ist in
Askania Nova nur noch ein einziges Gebäude erhalten, um dessen Sanierung und
Nutzung sich gegenwärtig mehrere Interessenten bemühen. Die Erläuterungen zu
den überwiegend erstmalig veröffentlichten Abbildungen sind zweisprachig, in
Russisch und Deutsch.
Hintergrund:
Vor
180 Jahren gründete der Köthener Herzog Ferdinand im damaligen Südrussland, in
der heutigen Ukraine, etwa 100 Kilometer nördlich der Halbinsel Krim die anhal tische Schafzuchtkolonie ¿Askania Nova¿. Nach dem
Tod des letzten Regenten von Anhalt-Köthen ging diese in den Besitz des Herzogs
Leopold IV. von Anhalt-Dessau über, der sich 1856 gezwungen sah, das unrentable
Unternehmen an den russland deutschen adligen Gutsbesitzer
Friedrich Fein zu verkaufen.
Ende
des 19. Jahrhunderts legte der Urenkel des Käufers, Friedrich Falz-Fein
(1863-1920) in Askania Nova neben der Schafzucht den heute noch existierenden
Step pentierpark, der u. a. durch
die Rettung der vom Aussterben bedrohten wilden Przewalski-Pferde und die
Aufzucht von Elenantilopen weltberühmt geworden ist, und einen Botanischen
Garten an. Während der russischen Oktoberrevolution von 1917 wurde das Gut
Askania Nova stark verwüstet und die Familie Falz-Fein musste Russland
verlassen.
Heute
ist Askania Nova ein UNESCO-Naturschutzgebiet, in dem über fünfzig seltene
Tierarten beheimatet sind.
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