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Schafe , Ziegen und Rinder vor
Blauzungenkrankheit schützen
Impfaktion startet Ende Mai in Sachsen-Anhalt

05.05.2008, Magdeburg – 54

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

054/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 054/08

 

 

 

Magdeburg, den 1. Mai 2008

 

 

 

Schafe , Ziegen und Rinder vor

Blauzungenkrankheit schützen

Impfaktion startet Ende Mai in Sachsen-Anhalt

 

 

 

Magdeburg . In Sachsen-Anhalt startet Ende Mai die bisher größte

Impfaktion im Veterinärbereich des Landes. Flächendeckend werden Schafe, Ziegen

und Rinder gegen die Blauzungenkrankheit geimpft. Die Vorsorgemaßnahme umfasst

ca. 420.000 Rinder und 150.000 Schafe und Ziegen. Betroffen sind 3.252 Rinder-,

4.695 Schaf- und 1.761 Ziegenhalter. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt heute in Magdeburg mitteilte, hatte der Bundesrat in der vergangenen

Woche in Berlin mehrheitlich die Impfkampagne beschlossen, so dass .alle Bundesländer

an der Kampagne teilnehmen. Für die bundesweite Aktion musste der Impfstoff

erst in großen Mengen hergestellt werden. Dennoch kann auch in Sachsen-Anhalt

sichergestellt werden, dass ausreichend Impfstoff bereitstehen wird. Dazu soll

der Impfstoff zunächst zentral bei der Tierseuchenkasse in Magdeburg

angeliefert und von dort mit Kurierfahrzeugen des Landesamtes für

Verbraucherschutz an die Landkreise verteilt werden. Für Sachsen-Anhalt ist

vorgesehen, dass zuerst Schafe und Ziegen geimpft werden. Nahezu zeitgleich

soll mit der Impfung bei Rindern danach im Südosten des Landes begonnen werden.

Damit könne die Impfaktion geordnet erfolgen.

 

Das Ministerium verwies darauf, dass die Tierhalter alle

Rinder, Schafe und Ziegen impfen lassen müssen. Nur in Einzelfällen könnten

durch Veterinärbehörden Ausnahmen genehmigt werden, wenn damit das Impfziel für

Deutschland nicht gefährdet wird. Für die Impfaktion stellen die

Tierseuchenkasse und das Land Mittel bereit. Das Land beteiligt sich mit

250.000 Euro. 625.000 Euro stellt die Tierseuchenkasse für die Finanzierung des

Rinderimpfstoffs bereit. Dafür ist der Impfstoff für die Tierhalter kostenlos.

Sie müssen jedoch die Kosten für den Tierarzt übernehmen. Es ist möglich, dafür

eine Beihilfe bei der Tierseuchenkasse zu beantragen.

 

Wie das Ministerium weiter mitteilte, wurden Anfang April

bereits die Landkreise und kreisfreien Städte über die beabsichtigte

Impfkampagne informiert. Am 6. Mai soll der Landesbauernverband über die

Umsetzungsmaßnahmen in Sachsen-Anhalt informiert werden und die Tierärztekammer

wird eine Informationsveranstaltung für Veterinärbehörden und für

praktizierende Tierärzte in der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und

Gartenbau (LFFG) in Bernburg-Strenzfeld durchführen.

 

Nachdem sich die Krankheit 2006 in Deutschland

ausbreitete, wurde die Krankheit 2007 in Sachsen-Anhalt in 19 Fällen bei

Rindern festgestellt. 2008 waren elf Rinder und ein Schaf betroffen. In allen

Fällen handelt es sich nicht um klinische Erkrankungen. Die Krankheiten sind im

Rahmen der Handelsuntersuchungen festgestellt worden. Die Blauzungenkrankheit

ist eine virale Infektionskrankheit

bei Schafen, Rindern und Ziegen. Bei Ausbruch der

Krankheit kann sich

die Zunge des infizierten Tieres blau färben. Die Erkrankung ist in jedem Fall bei der Tierseuchen durch den Tierhalter anzeigepflichtig. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr.

 

 

 

 

 

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