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Fachgespräch Kommt der Wolf auch
nach Sachsen-Anhalt?
Experten haben Strategien erörtert

25.04.2008, Magdeburg – 52

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

052/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 052/08

 

 

 

Magdeburg, den 25. April 2008

 

 

 

Fachgespräch Kommt der Wolf auch

nach Sachsen-Anhalt?

Experten haben Strategien erörtert

 

 

 

In den

Nachbarländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen heulen

Wölfe bereits seit Längerem und sorgen dort für Schlagzeilen. Auch in

Sachsen-Anhalt muss damit gerechnet werden, dass sich Wölfe ansiedeln. Zu

diesem Ergebnis kamen in dieser Woche (22.04.2008) Experten, die am

Fachgespräch Kommt der Wolf auch nach Sachsen-Anhalt? teilnahmen. Das

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MLU) hatte dazu Vertreter aus

Verbänden und Verwaltungen eingeladen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass

Sachsen-Anhalts Kulturlandschaft eine Ansiedlung von Wölfen ermöglicht. In der

Altmark und in Teilen Anhalts bieten die Naturausstattung und größere,

unzerschnittene Naturräume geeignete Reviere.

 

 

 

Als Hauptreferentin berichtete Gesa Kluth

vom Wildbiologischen Büro LUPUS in Spreewitz über ihre Erfahrung im Umgang mit

Wölfen. Sie begleitet seit Jahren die Rückkehr von Wölfen nach Sachsen und

Brandenburg und kennt die Sorgen betroffener Tierhalter und Jäger. Sie verwies

darauf, dass die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland Begeisterung und Besorgnis

zugleich auslöste. Der Wolf nimmt die heutige Kulturlandschaft als Lebensraum

an, auch wenn seine Wiederansiedlung nicht aktiv vom Menschen unterstützt wird.

Der Wolf ist eine durch die internationale Gesetzgebung der

Flora-Fauna-Habitatrichtlinie der Europäischen Union streng geschützte Art.

Deshalb muss bei seiner natürlichen Ausbreitung der gesetzlich verankerte

Schutz gewährleistet werden, so Kluth. Sie machte deutlich, dass auch in

Sachsen-Anhalt Handeln erforderlich ist. Nutztierhalter aber auch Jäger sind

angehalten, sich bereits im Vorfeld einer möglichen Ansiedlung in

Sachsen-Anhalt intensiv mit dieser Thematik zu befassen. Schutzmaßnahmen in den

gewerblichen und privaten Tierhaltungen sollten deshalb nicht erst im Falle

eines Schadens getroffen werden.

 

 

 

Die Teilnehmer waren

sich einig, dass Maßnahmen zwischen Behörden, Jagd- und Naturschutzverbänden

sowie anderen Betroffenen abgestimmt werden müssen. Dazu zählt, dass potenziell

betroffene Tierhalter umfassend über Präventions- und Abwehrmaßnahmen

informiert werden. Ein spezieller Personenkreis soll darüber hinaus geschult

werden, um Erfahrungen in der Unterscheidung von Hunde- und Wolfsspuren zu

sammeln. Für Meldungen über Beobachtungen und dem Wolf zuzuschreibende

Sachverhalte sollen Ansprechpartner in den Regionen bei den Verbänden und in

der Verwaltung benannt werden. Die Vorbereitungen dazu werden in den kommenden

Monaten getroffen, teilte das Ministerium mit.

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landwirtschaft und

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39108 Magdeburg

Tel: (0391) 567-1950

Fax: (0391) 567-1964

Mail: pr@mlu.lsa-net.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de