Stärkere Nutzung von
EU-Förderprogrammen durch Sachsen-Anhalt
Europaminister Robra: ?Wir müssen optimal aufgestellt sein, wenn die
Strukturfondsmittel geringer werden?
08.04.2008, Magdeburg – 158
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 158/08
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 158/08
Magdeburg, den 8. April 2008
Stärkere Nutzung von
EU-Förderprogrammen durch Sachsen-Anhalt
Europaminister Robra: ¿Wir müssen optimal aufgestellt sein, wenn die
Strukturfondsmittel geringer werden¿
Die Landesregierung hat in ihrer heutigen
Kabinettssitzung Maßnahmen beschlossen, damit künftig die breite Palette der
EU-Förderprogramme durch Unternehmen und Institutionen aus Sachsen-Anhalt
verstärkt genutzt werden kann. Der Europaminister des Landes und Chef der Staatskanzlei,
Rainer Robra, unterstrich vor der Presse: "Sachsen-Anhalt wird sich
verstärkt dem Wettbewerb um europäische Fördermittel stellen, um die
Internationalität und Europafähigkeit unseres Landes zu stärken. Die Landesregierung
wird ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle potentiellen
Antragsteller aus Sachsen-Anhalt, die an EU-Projekten teilnehmen wollen,
gezielt ausbauen. In allen Ministerien gibt es Ansprechpartner für die einzelnen
Programme. Die EU-Beratungsstellen im Land sollen weiter qualifiziert werden,
und auch unsere Landesvertretung in Brüssel steht für Anfragen und Unterstützung
zur Verfügung."
2013 wird die Einordnung
Sachsen-Anhalts in die höchste Förderkategorie der EU-Strukturfonds aufgrund
der positiven Wirtschaftsentwicklung des Landes voraussichtlich auslaufen. Für
Fördermaßnahmen, die bisher über die europäische Regionalpolitik bezuschusst
wurden, müssen dann weitere Finanzierungsquellen erschlossen werden. Hierfür
bieten sich vor allem die Förderprogramme der Europäischen Union an, deren
Mittel regelmäßig durch europaweite Ausschreibungsverfahren vergeben werden
(siehe Anlage). Sie konzentrieren sich auf die Forschungs- und Technologiepolitik,
die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, die Energie- und
Umweltpolitik, die Beschäftigungspolitik, die Mobilität von Schülern, Studenten
und Lehrkräften sowie die interregionale Zusammenarbeit. Robra nannte
beispielhaft das ¿Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation¿, das
¿7. Forschungsrahmenprogramm¿ und ¿INTERREG IV C¿.
Im Förderzeitraum 2000 bis 2006
wurden aus diesen Programmen durch Träger in Sachsen-Anhalt bereits über 67
Millionen ¿ eingeworben. ¿Das ist eine gute Ausgangsbasis, aber kein Grund, die
Hände in den Schoß zu legen¿, erklärte Robra. ¿Angesichts der angespannten
Haushaltssituation des Landes wird die Einwerbung von Drittmitteln in Sachsen-Anhalt
in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Unternehmen und
Einrichtungen werden sich verstärkt darauf einstellen müssen, um Fördermittel
im europäischen Wettbewerb zu kämpfen. Die Landesregierung wird ab sofort
jährlich die Entwicklungen in diesem Bereich analysieren und die notwendigen
Maßnahmen ergreifen, damit wir optimal aufgestellt sind, wenn die
Strukturfondsmittel geringer werden.¿
Anlage
EU-Förderprogramme für den
Zeitraum 2007 bis 2013 , die für eine Beteiligung von Trägern aus Sachsen-Anhalt von
besonderer Bedeutung sind
Ressort
EU- Programm
Förderbereich
MW
Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und
Innovation (CIP)
Unternehmerische Initiative und Innovation, KMU,
IKT-Politik, intelligente Energie
7. Forschungsrahmenprogramm
KMU - wissenschaftliche Zusammenarbeit
INTERREG IV C
interregionale Kooperation
MK
Rahmenprogramm lebenslanges Lernen (LLL)
Querschnittsprogramm
und Teilprogramme
Comenius
(Schulbildung)
Erasmus
(Auslandsstudien und
-praktika)
Leonardo
(berufliche Bildung)
Grundtvig (Erwachsenenbildung)
7. Forschungsrahmenprogramm
Vier spezifische Hauptprogramme
(wissenschaftliche Zusammenarbeit, Mobilität der Forscher, Investitionen in
Forschungskapazitäten, Grundlagenforschung)
Rahmenprogramm Kultur
Europäische Kooperationsprojekte, Studien und
Analysen
MLV
Marco Polo II
Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrssystems
INTERREG IV B
Transnationale Zusammenarbeit
MJ
Generelles Programm "Grundrechte und
Justiz"
Spezifische Programme "Strafjustiz",
"Grundrechte und Unionsbürgerschaft", "Ziviljustiz"
MLU
EU-Finanzierungsinstrument für die Umwelt LIFE+
Natur und biologische Vielfalt, Klimawandel,
Wasser, Lärm, Chemikalien, Umwelt und Gesundheit, natürliche Ressourcen und
Abfall, Luft, Boden, städtische Umwelt, Wälder, Innovation, strategische
Ansätze, Verwaltungspraxis, Nichtregierungsorganisationen, Information, Kommunikation
MI
Daphne III (2007-2013)
Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt
gegen Kinder, Jugendliche und Frauen
Fonds für die Integration von Drittstaatsangehörigen
Integrationsmaßnahmen
Europäischer Flüchtlingsfonds
Aufnahmebedingungen, Integrationsmaßnahmen sowie freiwillige
Rückkehr
Finanzierungsinstrument für den Zivilschutz
Katastrophenschutz
MS
Aktionsprogramm im Bereich der öffentlichen
Gesundheit
Informationsmaßnahmen, Gesundheitsgefahren, Gesundheitsförderung
Aktionsprogramm im Bereich Verbraucherpolitik
Verbraucherschutz
Progress
Soziales und Beschäftigung
Jugend in Aktion
Jugendbegegnungen, Europäischer
Freiwilligendienst, Zusammenarbeit mit Nachbarländern
MF
FISCALIS
Zusammenarbeit von Finanzbehörden
StK
Europa für Bürgerinnen und Bürger
Städtepartnerschaften, Forschungsprojekte für
Zivilgesellschaft, Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeitswirkung
INTERREG IV C
Interregionale Zusammenarbeit
MEDIA 2007
Europäische Filmförderung
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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