Umwelt-Staatssekretär Aeikens:
Lärm als Gesundheitsgefahr nicht unterschätzen
01.04.2008, Magdeburg – 38
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
038/08
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 038/08
Magdeburg, den 1. April 2008
Umwelt-Staatssekretär Aeikens:
Lärm als Gesundheitsgefahr nicht unterschätzen
Magdeburg. Auf einer Tagung zur Lärmaktionsplanung der
Gemeinden heute in Magdeburg hat Umwelt-Staatssekretär Onko Aeikens davor
gewarnt, Lärm als Gesundheitsgefahr zu unterschätzen. Auch wenn er nicht
unmittelbar das Gehör schädige, greife Lärm die Gesundheit an, zitierte er
eine Studie des Umweltbundesamtes, laut der es einen Zusammenhang zwischen
langjähriger Verkehrslärmbelastung und Herzinfarktrisiko gibt.
Der
Kampf gegen den Umgebungslärm bleibe eine der wichtigsten Aufgaben im
Umweltbereich. In den EU-Staaten habe der Umgebungslärm ein nicht mehr
akzeptables Niveau erreicht. Es genüge nicht mehr, einzelne Lärmquellen leiser
zu machen: ¿Dies gelingt zwar in vielen Bereichen, doch wird dies aufgefressen
durch eine ständig wachsende Zahl von Lärmquellen.¿
¿Klar
ist aber auch: Wenn wir über Lärmbekämpfung reden, müssen wir über Geld reden¿,
so Aeikens. Er begrüßte die Absicht des Bundes, den Ländern für die
Lärmaktionsplanung zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.
Aeikens
lobte die bisherige Zusammenarbeit zwischen den für die Lärmaktionsplanung
zuständigen Gemeinden und dem Landesamt für Umweltschutz. Sachsen-Anhalt sei
neben Mecklenburg-Vorpommern das einzige Land, das die Lärmkartierung ohne
Nachforderungen durch das Bundesumweltministerium abschließen konnte.
Hintergrund:
Mit der Veröffentlichung von
Lärmkarten im Internet ist in Sachsen-Anhalt die erste Stufe der Umsetzung der
EU-Umgebungslärmrichtlinie abgeschlossen. Die Lärmkarten wurden an
Bundesstraßen und Bundesautobahnen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als
sechs Millionen Kfz im Jahr erstellt. Somit liegen jetzt Karten vor für 22
Gemeinden entlang von Bundesstraßen und für über 100 Gemeinden an den
Bundesautobahnen A2, A9 und A14. In Sachsen-Anhalt sind rund 850 Menschen an
Autobahnen und rund 19 500 Menschen an Bundesstraßen von erheblichem Nachtlärm
(ab 55 dB) betroffen.
Bis zum 18. Juli 2008 müssen die
betroffenen Gemeinden nun prüfen, ob durch die Aufstellung von
Lärmaktionsplänen geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, um die
Lärmbelästigung spürbar zu senken
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