Podiumsdiskussion zu
Bund-Länder-Finanzbeziehun-gen: Ministerpräsident Böhmer für Zinshilfefonds
27.02.2008, Magdeburg – 93
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 093/08
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 093/08
Magdeburg, den 27. Februar 2008
Podiumsdiskussion zu
Bund-Länder-Finanzbeziehun-gen: Ministerpräsident Böhmer für Zinshilfefonds
Auf einer Podiumsdiskussion in
der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin zur Neuordnung der
Bund-Länder-Finanzbeziehungen hat sich Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang
Böhmer für einen Zinshilfefonds für hochverschuldete Länder ausgesprochen. Er
griff damit einen Vorschlag aus Rheinland-Pfalz auf. Ländern, die ihre Haushaltsschwierigkeiten
auch bei besonderen Anstrengungen nicht selber bewältigen können, müsse eine
zielgenaue Hilfestellung zukommen.
Verschuldung in den Ländern
entstehe, so Böhmer, nicht nur aufgrund autonomer Entscheidungen der Landesregierungen,
sondern auch als Folge des dramatischen Bevölkerungsrückgangs und durch bundesgesetzlich
vorgegebene Ausgabeverpflichtungen. So hätten die Belastungen Sachsen-Anhalts
aus Sozialhilfe, Kosten der Unterkunft, Wohngeld und BAföG im Jahr 2006 bei 207
¿ je Einwohner gelegen, der Durchschnitt liege in Deutschland bei 135 ¿ je
Einwohner, in Baden-Württemberg fielen gar nur knapp 72 ¿ je Einwohner an.
Ziel der derzeit laufenden
Beratungen der gemeinsamen Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung
der Finanzbeziehungen von Bund und Ländern müsse sein, die derzeitigen
Regelungen zur öffentlichen Verschuldung weiterzuentwickeln und dem Entstehen
von Haushaltskrisen durch geeignete Maßnahmen künftig vorzubeugen. Verschuldungsgrenzen
müssten dabei eng, aber auch realistisch gefasst werden.
An der Veranstaltung in Berlin
nahmen neben dem Ministerpräsidenten auch Staatsminister Rainer Robra, der
Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Peter
Altmaier, die Finanzminister aus Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Ingolf Deubel, und
dem Saarland, Peter Jacoby, sowie der Chef der Senatskanzlei der Freien
Hansestadt Bremen, Staatsrat Hubert Schulte, teil. Von Seiten der Wissenschaft
war Prof. Dr. Wolfgang Renzsch von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
vertreten.
Impressum:
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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