Innenstaatssekretär Erben: Harzwappen
genehmigt!
04.01.2008, Magdeburg – 3
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 003/08
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 003/08
Magdeburg, den 4. Januar 2008
Innenstaatssekretär Erben: Harzwappen
genehmigt!
Erben (SPD:¿Das
Wappen für den Harzkreis ist genehmigt!¿
Die Neugestaltung
von Wappen, Flagge und Siegel für den Landkreis Harz war erforderlich, da diese
Verwaltungskörperschaft aus der Fusion dreier bisher eigenständiger Landkreise
Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode entstand, deren Insignien mit dieser
Fusion nicht mehr rechtsgültig sind.
Um ein Wappen zu
führen, bedarf es dessen staatlicher Genehmigung. Die gesetzliche Grundlage
dazu bildet z. Z. der Runderlass des Innenministeriums. Der Verfahrensweg ist,
dass sich der Landkreis mit einem Wappenentwurf an das Landeshauptarchiv
Sachsen-Anhalt als zuständige Gutacherstelle der Regierung wendet. Von hier
wird ein Gutachten erstellt; über das Innenministerium erfolgt erst nach einer
positiven Bewertung die Genehmigung.
¿Bei der
Entwicklung eines Wappens ist davon auszugehen, dass es zeitlos seine
Gültigkeit haben muss und sich die Menschen auch in Zukunft mit ihm
identifizieren,¿ so der Staatssekretär. ¿Im vorliegenden Fall wurden die Wappen
bzw. Elemente davon der vorangehenden Landkreise kombiniert.¿
So wurde ein
gespaltener Schild beschlossen, dessen Blasonierung lautet: ¿Gespalten von
Silber und Rot, vorn zwei zugewendete, steigende rote Forellen, hinten zwei
schräg gekreuzte silberne Kredenzmesser mit goldenen Griffen¿.
Die Forellen haben
ihren Ursprung aus dem Wappen der Grafen von Wernigerode und waren ursprünglich
keine Forellen, sondern nur Fische. Das hat den Grund darin, dass die Grafen
von Wernigerode den kirchlichen Auftrag hatten, die Gegend zu missionieren. Der
Fisch als frühchristliches Symbol nimmt darauf Bezug, denn in der
mythologischen Überlieferung trug ihn Petrus, der Fischer war, im Wappen. Die
Kredenzmesser aus dem Wappen des ehemaligen Landkreises Quedlinburg gehen auf
das alte Reichsstift Quedlinburg zurück. Es war der Wunsch und Beschluss der
Vertreter aller Landkreise Forellen und Kredenzmesser ins Halberstädter
Wappenschild zu übernehmen. Die Anordnung der grafischen Elemente im
viergeteilten Schild erfolgt nicht zufällig, sondern in Anlehnung an das Wappen
des Bistums (wie auch Landkreises) Halberstadt, das von Silber und Rot
gespalten war.
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