1. Planungsabschnitt der
Ortsumgehung Oebisfelde genehmigt
23.10.2007, Halle (Saale) – 69
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 69/07
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 69/07
Halle (Saale), den 22. Oktober
2007
1. Planungsabschnitt der
Ortsumgehung Oebisfelde genehmigt
Das Planfeststellungsverfahren für
den Neubau der Bundesstraße B 188, Ortsumgehung Oebisfelde, 1.
Planungsabschnitt, ist abgeschlossen. Damit konnte dem Landesbetrieb Bau
Niederlassung Mitte mit Beschluss vom 18.10.2007 das Baurecht erteilt werden.
Die Bundesstraße B 188 ist nördlich
der Bundesautobahn A 2 gelegen und stellt eine wichtige überregionale
Verbindungsstraße zwischen den Städten Stendal, Gardelegen, Oebisfelde,
Wolfsburg, Gifhorn und Hannover dar. Der 1. Planungsabschnitt ist der mittlere
Teil der Gesamtmaßnahme ¿Verlegung der B 188¿ zwischen Wolfsburg und Taterberg.
Zeitgleich wird auch der Neubau der
Bundesstraße B 188n auf niedersächsischer Seite erfolgen. Damit wird die
Ortsumgehung Oebisfelde bis zum Anschluss an die Kreisstraße K 1124
verkehrswirksam.
Der ca. 3,8 km lange 1.
Planungsabschnitt beginnt westlich von Oebisfelde an der Landesgrenze zu
Niedersachsen, führt in Richtung Osten nördlich um Oebisfelde und wird über die
Kreisstraße K 1124 wieder an die Bundesstraße B 188 angeschlossen.
Mit dem Neubau der Bundesstraße B 188
wird eine leistungsfähige Verbindungsstraße zwischen Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt geschaffen, die den gesamten Durchgangsverkehr der vorhandenen
alten Bundesstraße B 188 aufnimmt.
Die durch die Baumaßnahme
entstehenden Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft werden durch
Ausgleichs-, Ersatz- und Gestaltungsmaßnahmen wie z.B. Gehölzpflanzungen, die
Anlage von Sukzessionsflächen, die Rekultivierung des Bodens, die Anlage einer
wegbegleitenden Baumreihe sowie die Ansaat von Landschaftsrasen im
fahrbahnnahen Bereich wieder hergestellt bzw. ausgeglichen.
Auswirkungen des Bauvorhabens auf die
zu schützenden FFH-Gebiete ¿Drömling¿ und Stauberg nördlich Oebisfelde sowie
das nahegelegene Vogelschutzgebiet sind wegen der Entfernung der geplanten
Trasse und die Trennung durch die Kreisstraße 1124 nicht zu erwarten.
Der Planfeststellungsbeschluss sowie
die festgestellten Planunterlagen werden in Kürze ausgelegt und können zu den
ortsüblich bekannt gegebenen Öffnungszeiten am Sitz der Verwaltungsgemeinschaft
Oebisfelde-Calvörde in Oebisfelde eingesehen werden. Wegen der Einzelheiten
wird auf die ortsübliche Bekanntmachung verwiesen.
Die vorhandene Bundesstraße B 188
verläuft durch die Ortslage Oebisfelde. Die begleitenden Geh- und Radwege
entsprechen nicht mehr dem erforderlichen Standard. Der historische Stadtkern
von Oebisfelde wird gegenwärtig durch ein hohes Verkehrsaufkommen stark
beeinträchtigt. Der Durchgangsverkehr der Bundesstraße B 188, der durch die
Ortslagen Oebisfelde, Weddendorf, Niendorf und Bergfriede führt, wird durch
einmündende Stadtstraßen, Signalanlagen und Fußgängerverkehr behindert. Die
ausgedehnten Ortsdurchfahrten sind streckenweise sehr eng, kurvig und wegen der
beidseitigen Bebauung sehr unübersichtlich.
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