150 Jahre Werkzeugmaschinenbau in
Aschersleben
Ministerpräsident Böhmer: Globalisierung brachte Standort Glück
23.08.2007, Magdeburg – 436
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 436/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 436/07
Magdeburg, den 23. August 2007
150 Jahre Werkzeugmaschinenbau in
Aschersleben
Ministerpräsident Böhmer: Globalisierung brachte Standort Glück
¿Dass wir heute das 150-jährige
Jubiläum des Werkzeugmaschinenbaus in Aschersleben feiern können, hätte vor
drei Jahren niemand geglaubt. Als der Standort scheinbar vor dem Aus stand,
brachte die Globalisierung ihm Glück.¿ Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr.
Wolfgang Böhmer heute in Aschersleben bei der Feier zum 150-jährigen Jubiläum
des Werkzeugmaschinenbaus der Stadt. Ende 2004 hatte die chinesische Shenyang
Machine Tool Co. Ltd. (SMTCL) nach zwei misslungenen Privatisierungen die
Mehrheitsanteile der neuen Schiess GmbH übernommen.
¿Beide Seiten profitieren:
Schiess erhält Zugang zum chinesischen Markt, SMTCL fasst in Europa Fuß¿,
betonte Böhmer. Der Ministerpräsident bezeichnete es als spannendes Ziel, zwei
Unternehmenskulturen zu kombinieren. ¿Wie es scheint, sind Sie dabei auf gutem
Wege. So hat sich die Zahl der Arbeitsplätze deutlich auf fast 330 erhöht.¿
Böhmer begrüßte das Vorhaben der
Schiess GmbH, in Sachsen-Anhalt ein Forschungs- und Entwicklungszentrum zu
eröffnen. Das Unternehmen betreibt in Aschersleben bereits ein kleineres
Forschungszentrum. ¿Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, wird das Land das
Projekt unterstützen¿, so der Ministerpräsident.
Zum
Hintergrund:
1857 gründeten die Magdeburger
Maschinen- und Gießereimeister Heinrich Billeter und Wilhelm Klunz die
¿Maschinenbauanstalt¿ in Aschersleben. Zu DDR-Zeiten ging daraus die VEB
Werkzeugmaschinenfabrik Aschersleben hervor. Sie wurde nach der Wende zunächst
vom damaligen Düsseldorfer Werkzeugmaschinenbauunternehmen Schiess übernommen.
Dieses wurde 1993 selbst von der Werftengruppe Bremer Vulkan erworben und mit
deren Tochter Dörries Scharmann unter deren Namen zusammengelegt. Der
Firmenname Schiess verschwand zunächst. Das Düsseldorfer Werk wurde schon 1994
geschlossen. Mit der Gruppe Bremer Vulkan ging 1996 auch das Ascherslebener
Werk in Konkurs. 1997 wurde es von Managern der ehemaligen Schiess AG
übernommen und trug fortan wieder den Namen Schiess. Nach der Insolvenz 2004
übernahm SMTCL das Unternehmen.
Ursprünglich wurde das
Werkzeugmaschinenbauunternehmen Schiess 1866 von dem Magdeburger Ernst Schiess
in Düsseldorf gegründet.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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