Gemeinsame Pressemitteilung Innenministerium ?
Polizeidirektion Halberstadt / Innenstaatssekretär Rüdiger Erben informiert
sich in der Polizeidirektion Halberstadt über die Bekämpfung rechtsextremer
Straftaten
20.08.2007, Magdeburg – 218
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 218/07
Ministerium des Innern -
Pressemitteilung Nr.: 218/07
Magdeburg, den 20. August 2007
Gemeinsame Pressemitteilung Innenministerium ¿
Polizeidirektion Halberstadt / Innenstaatssekretär Rüdiger Erben informiert
sich in der Polizeidirektion Halberstadt über die Bekämpfung rechtsextremer
Straftaten
- Rückgang
von rechtsextremen Gewaltstraftaten im I. Halbjahr 2007
¿Gerade
das vergangene Wochenende hat gezeigt, dass wir dem Rechtsextremismus in
Sachsen-Anhalt mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln konsequent
entgegen treten. Hervorzuheben ist dabei das gute Zusammenspiel und das entschlossene
Handeln von Bürgern, Kommunen, Justiz und Polizei ¿, so Innenstaatssekretär
Rüdiger Erben (SPD).
Polizeipräsident
Lottmann erklärte: ¿Zur effektiveren und wirkungsvolleren Bekämpfung des
Rechtsextremismus wurden durch die Polizeidirektion Halberstadt ab November
2005 veränderte organisatorische, präventive und repressive Maßnahmen ergriffen
und umgesetzt. Damit reagierte die Behörde auf die sich seit dem Sommer 2005
abzeichnenden Wiedererstarken von Organisationen und Parteien der
rechtsextremistischen Szene im Harzbereich. Auch die Ermittlungen zum Überfall
auf die Theatergruppe am 09.06.2007 in Halberstadt haben uns zur Veränderungen
gezwungen.¿
So
wurde beispielsweise das für die Bekämpfung von rechtsextremen Straftaten
zuständige Fachkommissariat für Polizeilichen Staatsschutz um vier
Polizeivollzugsbeamte verstärkt.
Darüber
hinaus werden seit November 2005 Kräfte des Zentralen Einsatzdienstes der
Polizeidirektion Halberstadt schwerpunktmäßig zur Verhinderung von
politisch-motivierten Straftaten eingesetzt. In diesem Rahmen wurden seit Juni
2007 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt insgesamt 195 Identitätsfeststellungen und
10 vorläufige Festnahmen durchgeführt.
Die Intensivierung der seit Jahren guten Zusammenarbeit der
Polizeidirektion Halberstadt mit der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Zweigstelle
Halberstadt, wurde weiter ausgebaut. Dadurch ist es gelungen, alle rechtlichen
Möglichkeiten zur Durchführung von beschleunigten und besonders beschleunigten
Verfahren als sofortige Reaktion auf politisch-motivierte Straftaten auszuschöpfen.
Bestes
Beispiel für ein konsequentes Durchgreifen war die Inhaftierung eines rechten
Schlägers vom Wochenende. Am frühen Samstagmorgen
wurde die Polizei wegen ruhestörenden Lärms von mehrere Jugendlichen zu einer
Tankstelle in Halberstadt gerufen. Innerhalb kürzester Zeit war die Polizei mit
verstärkten Kräften vor Ort. Während der Identitätsfeststellung kam es aus
dieser Gruppe von 10 Personen (mehrere von ihnen wegen rechtsmotivierter
Delikte vorbestraft) durch drei männliche Jugendliche zu Widerstandshandlungen
gegen die Polizeibeamten. Sie traten die Beamten und warfen Flaschen auf diese.
Dabei wurde ein 53-jähriger Polizeibeamter verletzt. Mittels einfacher
körperlicher Gewalt und Pfefferspray gelang es, die drei Jugendlichen vorläufig
festzunehmen. Einer von ihnen wurde, auch wegen einer noch offenen Haftstrafe,
umgehend dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.
Nicht
zuletzt haben auch die gezielten Videobeobachtungen seit Oktober 2006 von
mehreren Straßen und Plätzen im Zuständigkeitsbereich zu einem Rückgang von
politisch-motivierten Straften beigetragen.
Wurden
im I. Halbjahr 2006 noch insgesamt 129 Straftaten der Politisch motivierten
Kriminalität(PMK)-Rechts registriert, so waren es im I. Halbjahr 2007
insgesamt 79 Straftaten der PMK-Rechts. Die Anzahl der rechtsextremen
Gewaltstraftaten sank im Vergleich des I. Halbjahres 2006 von 12 auf 8
Straftaten im I. Halbjahr 2007.
¿Diese
Teilerfolge sind nicht zuletzt auch Ausdruck einer guten Zusammenarbeit der
Polizeibehörden mit den Kommunen, Schulen, Vereinen, Justiz und
gesellschaftlichen Gruppen. So haben viele gemeinsame Veranstaltungen zu einer
Sensibilisierung im Umgang mit dem Rechtsextremismus beigetragen. Die
Bekämpfung des Rechtsextremismus ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe. Nur durch ein ¿Miteinander¿ wird es uns gelingen, den braunen Sumpf
trocken zu legen¿, so der Staatssekretär abschließend.
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