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"Milchquote begrenzt
Wachstumschancen der Milchbetriebe"
Ministerin fordert erneute Diskussion über Milchquote

01.08.2007, Magdeburg – 79

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

079/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 079/07

 

 

 

Magdeburg, den 1. August 2007

 

 

 

"Milchquote begrenzt

Wachstumschancen der Milchbetriebe"

Ministerin fordert erneute Diskussion über Milchquote

 

 

 

Landwirtschaftsministerin

Petra Wernicke hat sich für eine Flexibilisierung der EU-Milchquotenregelung

ausgesprochen. Wernicke: ¿Die Milchquote begrenzt die bestehenden

Wachstumschancen unserer Milchviehbetriebe und Molkereien. Unter den sich

abzeichnenden Marktbedingungen sollten wir deshalb schon deutlich vor 2015 aus

der Quote aussteigen.¿ Wenn ein vorzeitiges Auslaufen der Milchquote mit der EU

nicht zu machen ist, müssten wir zumindest über eine Reduzierung der EU-weiten

Superabgabe nachdenken, so die Ministerin. 

 

Ein

erster wichtiger Schritt wäre die Anpassung der Milchquoten für einen

begrenzten Zeitraum an die Marktlage. Dazu müsse die Superabgabe reduziert

werden, die derzeit von Milcherzeugern als eine Art Strafabgabe an die EU zu

zahlen ist, wenn die erzeugte Milchmenge über der Milchquote liegt. Diese

Superabgabe sollte einst die Milchüberschüsse in der EU begrenzen.

 

Dieser

Schritt würde sich auch vorteilhaft auf den endgültigen Ausstieg auswirken, so

die Ministerin. Bei einer Reduzierung der Superabgabe könnten zunächst die

Betriebe mehr Milch produzieren, die noch über freie Kapazitäten oder

Leistungsreserven verfügen und damit betriebswirtschaftlich eine solide Basis

für weitere Investitionen schaffen wollen.

 

Auf

den Märkten in Deutschland, der EU und der Welt ist eine stark steigende

Nachfrage nach Milch- und Milcherzeugnissen zu verzeichnen. Damit ergeben sich

auch für die Milcherzeuger und Milchverarbeiter große Chancen, an diesem

wachsenden Markt teilzunehmen. Mit einer Milchquote ist allerdings das Wachstumspotential

für aktive, zukunftsorientierte Milchviehbetriebe begrenzt.

 

Ministerin

Wernicke: ¿Unabhängig von dem tatsächlichen Quotenende muss die EU- Kommission

ein umfassendes Ausstiegskonzept vorlegen.¿ Nach den bisherigen Plänen der EU

soll die Milchquotenregelung erst 2015 auslaufen.

 

Hintergrund :

 

Die

Milchquoten wurden 1991 in den NBL eingeführt. Alle milchviehhaltenden

Unternehmen erhielten ein bestimmtes Milchkontingent (Quote ). Landwirte, die die Milcherzeugung neu

aufnehmen wollten, konnten bis zum Jahre 2000 aus der Landesreserve des Landes

Sachsen-Anhalt eine Milchquote bekommen. Heute halten in Sachsen-Anhalt ca. 720

Betriebe eine Milchquote.

 

Ab

dem Jahre 2000 können Milchquoten an den Milchbörsen gehandelt werden oder

durch Verkauf/Pacht eines gesamten Betriebes oder durch die Bildung von

Betriebskooperationen an einen anderen Milcherzeuger weitergegeben werden.

 

Landwirte

können nur die im Kontingent (Milchquote) zugewiesene Milchmenge zu einem

auskömmlichen Preis an Molkereien verkaufen bzw. direkt an Verbraucher

vermarkten. Für darüber hinaus erzeugte Milchmengen sind so genannte

Superabgaben (höher als der Milchpreis) an die EU zu zahlen.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

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Tel: (0391) 567-1950

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