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Europas größte Biogasanlage
entsteht in Jessen
Haseloff: Sachsen-Anhalt ist Deutschlands Top-Standort für erneuerbare Energien

17.07.2007, Magdeburg – 108

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 108/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 108/07

 

 

 

Magdeburg, den 17. Juli 2007

 

 

 

Europas größte Biogasanlage

entsteht in Jessen

Haseloff: Sachsen-Anhalt ist Deutschlands Top-Standort für erneuerbare Energien

 

 

 

 

 

 

In Jessen / Elster entsteht nach Angaben der

Investoren Europas größte Trockenvergärungsanlage. Heute legte

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff gemeinsam mit

Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens und den Investoren den

Grundstein für die neue Anlage im Gewerbegebiet des Ortes in der Nähe von Wittenberg.

Die Biogasanlage der agratec ag hat eine installierte Stromleistung von 5,3 MW

und eine installierte Wärmeleistung von 3,1 MW. Zusätzlich entstehen durch den

Prozess der Energieerzeugung Dampf und fester und flüssiger organischer Dünger.

 

 

 

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff sagte bei

der Grundsteinlegung: ¿Sachsen-Anhalt ist Deutschlands Top-Standort für erneuerbare

Energien.¿ Nirgendwo sonst gebe es diese Dichte an Nutzung und Produktion

erneuerbarer Energien und darüber hinaus auch technologisches Know-how und

Produktionsstätten der führenden Windenergieanlagenbauer und der Photovoltaikindustrie.

In Sachsen-Anhalt finde sich die gesamte Bandbreite der Thematik ¿grüne¿ Energie,

so der Minister. Hier würden die Rohstoffe angebaut, Forschung und Entwicklung

betrieben, die Anlagen gefertigt, Energie produziert und von heimischen

Unternehmen und Privathaushalten auch zunehmend verbraucht. Der Anteil der erneuerbaren

Energien an der Nettostromerzeugung lag 2005 bei 20,5 Prozent, das entspricht

3,4 Milliarden Kilowattstunden. Bioenergie, zu der auch Biogas gehört, hatte an

dieser Summe einen Anteil von 26 Prozent.

 

 

 

Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, hat hervorgehoben, dass das Land auf

eine nachhaltige Energienutzung setzt. Aus Gründen des Klimaschutzes sei es

erforderlich, den Energieverbrauch zu reduzieren und zugleich den Anteil

erneuerbarer Energien zu erhöhen. Die Klimaagenda 2020 für Deutschland sei

deshalb eine Chance, sich den ökologischen und technologischen Anforderungen im

Bereich der erneuerbaren Energie zu stellen, so der Staatssekretär. Aeikens:

"Wer dabei auf Biomasse setzt, kann in Sachsen-Anhalt an eine

traditionelle Produktion anknüpfen und auf ein modernes Netzwerk der

Biomasseproduktion und -forschung zugreifen."

 

 

 

Aktuell sind in Sachsen-Anhalt etwa 100 Biogasanlagen

in Betrieb bzw. im Bau. Weitere 74 sind genehmigt oder befinden sich im

Genehmigungsverfahren. Das Landwirtschaftsministerium geht von etwa 400 wirtschaftlichen

Standorten für Biogasanlagen im Land aus. Der Investor der Jessener Anlage, die

agratec ag, hat bereits Biogasprojekte in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt.

 

 

 

 

 

 

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