Innovationsbeauftragter Reiner
Haseloff zur Strategie des Landes
2007 mit höchstem Förder-Etat für Forschung und Entwicklung seit 1991
14.06.2007, Magdeburg – 89
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 089/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 089/07
Magdeburg, den 13. Juni 2007
Innovationsbeauftragter Reiner
Haseloff zur Strategie des Landes
2007 mit höchstem Förder-Etat für Forschung und Entwicklung seit 1991
¿Wir wollen Sachsen-Anhalt zu einem international wettbewerbsfähigen
Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit nachhaltiger Wachstums- und Beschäftigungsdynamik
entwickeln¿, benannte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff heute auf einem
Pressegespräch die Ziele der Innovationsstrategie des Landes. ¿Auf einen Satz
verknappt, heißt unser Konzept: Kräfte bündeln, Stärken stärken. Wir haben bei Forschung und Entwicklung inzwischen
einen sehr guten Standard erreicht, auf dem wir konzentriert aufbauen wollen.
So können wir auch die Wirksamkeit des Fördermitteleinsatzes steigern. Gleichwohl
sind wir offen für neue innovative Entwicklungen, wenn sie hohe Wachstums- und
Arbeitsmarkteffekte ermöglichen.¿
Haseloff, der vor einem Jahr zum
Innovationsbeauftragten des Landes berufen worden war, nannte als bemerkenswertestes
Ergebnis des zurückliegendes Jahres das gemeinsame Vorhaben von Landesregierung
und Fraunhofer-Gesellschaft, in Halle ein Forschungszentrum für Silicium-Photovoltaik
zu eröffnen. Es soll in der Endausbaustufe mindestens 60 Arbeitsplätze bieten
und wird eng mit der Solarzellenindustrie bei Wolfen, weiteren Industriepartnern
und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammenarbeiten. EU, Bund,
Land Und Fraunhofer Gesellschaft stellen für den Aufbau dieses Forschungszentrums
rund 60 Millionen Euro bereit.
Unweit von Halle, in Pouch bei Bitterfeld wird gegenwärtig
die erste Nano-Akademie der Welt als Forschungs- Entwicklungs- und
Weiterbildungsstätte für diese Zukunftstechnologie aufgebaut. Mit Unterstützung
der Nano-Akademie soll auch der für die verstärkte Nutzung dieser Technologie
erforderliche Stamm an Fachkräften qualifiziert werden. ¿Besonders bemerkenswert
ist dabei, dass der Ausbau des Poucher Schlosses zur Nano-Akademie eine
Privatinitiative ist, also ohne Landesförderung verwirklicht ist¿, betonte
Haseloff und lobte dabei ausdrücklich das Engagement des Unternehmers Hans
Jürgen Grimm, dessen Firma Grimm Aerosol Technik vom Wirtschaftsministerium
unlängst als ¿Unternehmen des Monats Mai 2007¿ geehrt worden war.
Für die Förderung von Vorhaben in Forschung und
Entwicklung hält das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit im Haushaltsplan
dieses Jahres knapp 53 Millionen Euro (2006: 48 Millionen Euro) bereit. Das ist
die höchste jährliche Fördersumme seit 1991. Sie liegt um das Zehnfache höher
als die bewilligte FuE-Förderung im Jahr 2000. Ein Blick zurück zeigt, dass in
den Jahren seit 1991 allein in der Landeshauptstadt Magdeburg knapp 56
Millionen Euro in die Förderung von FuE-Vorhaben geflossen sind. Halle erhielt
31 Millionen Euro, der Ohrekreis mit dem Technologiepark Ostfalen 23 Millionen
Euro. Zwischen 11 und 13 Millionen Euro stellte das Land für FuE-Projekte in
den Landkreisen Wernigerode, Bitterfeld und Schönebeck bereit.
Die Innovationsstrategie Sachsen-Anhalts stützt
sich unter anderem auf die Förderung und Stärkung von Netzwerken (Clustern) zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft. Anwendungsorientierte Forschung ist die Basis
erfolgreicher Zusammenarbeit.
Schwerpunkte der Innovationsstrategie sind die
Bereiche Chemie/Neue Werkstoffe, Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Life
Science (Biotechnologie, Pharma-Industrie, Medizintechnik). Perspektivisch
werden weitere Innovationsfelder mit Clusterpotenzial erschlossen: Logistik,
Ernährungswirtschaft, Erneuerbare Energien (Biomasse, Solartechnik und
Umwelttechnik), Medienwirtschaft.
Natürlich unterstützt die FuE-Förderung auch
wichtige Zukunftsfelder wie Biomasseforschung, Brennstoffzelle, Virtuelle
Darstellung technischer und technologischer Prozesse sowie Nanotechnologie
inklusive optischer Technologien.
Ziel der Innovationsstrategie und damit auch der
Forschungsförderung ist die Ansiedlung weiterer technologieorientierter, die
Produktionskette ergänzender Unternehmen und die Unterstützung und Ansiedlung
von unternehmensnahen Dienstleistern. Eine Dienstleistungsoffensive FuE für die
Standorte Weinbergcampus Halle und Wissenschaftshafen Magdeburg arbeitet aktuell
an diesem Thema. Dabei haben auch Unternehmensgründungen aus Hochschulen und
anderen wissenschaftlichen Einrichtungen einen hohen Stellenwert. Um die
wirtschaftliche Wertschöpfung aus Forschungsergebnissen frühzeitig
identifizieren, bewerten und in die Praxis überführen zu können, fördert das
Land die beiden Hochschulnetzwerke ¿Univations¿ und ¿Impuls¿. Aktuelle
Gründer-Projekte wie ¿High-Expectation Entrepreneurship¿ (Uni Magdeburg) und
¿Innovationswerkstatt¿ (Uni Halle-Wittenberg) werden über die 3. Förderrunde
des Programms ¿EXIST¿ gefördert. Eine ¿Richtlinie zur Förderung innovativer Unternehmensgründung
2007-2013¿ stellt klar, dass es gewollt und damit stark förderungswürdig ist,
wenn Studenten, Absolventen und Hochschulwissenschaftler ihre
Forschungsergebnisse als Unternehmensgründer wirtschaftlich vermarkten.
Wichtige Anregungen für die künftige Ausrichtung
der Innovationsstrategie und der Förderpraxis erwartet das
Wirtschaftsministerium aus der Clusterpotenzialanalyse, die Ende 2007 vorliegen
soll. Erste Erkenntnisse werden im September 2007 im Innovationsbeirat des
Landes vorgestellt. Schon jetzt ist absehbar, dass vom Wissens- und Technologietransfer
zunehmend kleine und mittelständische Unternehmen profitieren müssen, denn
innovative Unternehmen weisen eine deutlich bessere Umsatz- und Exportentwicklung
auf als Unternehmen ohne Innovationen. Dazu kommt, dass sich Markterfolg
günstig auf die Beschäftigungsentwicklung niederschlägt. Neben der Qualifizierung
von Fach- und Führungskräften kleiner und mittlerer Unternehmen zur
Organisation und Praxisnutzung innovativer Prozesse wird auch die Vermittlung
hoch qualifizierter Absolventen in regionale Wirtschaftsunternehmen
unterstützt.
Bei der Umsetzung der Innovationsstrategie wird
Sachsen-Anhalt auch beispielhaft vom Bund (Bundesministerium für Bildung und
Forschung) unterstützt. Allein die Inno-Regio-Projekte (MAHREG, InnoPlanta,
Rephyna, InnoMed, NinA), mit denen selbst tragende Innovationsnetzwerke und
damit die Schaffung langfristig wettbewerbsfähiger Standorte befördert wurden,
erhielten zwischen 1999 und 2006 vom Bund als ¿Anschubfinanzierung¿ ca. 60 Millionen
Euro.
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