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Innenminister Holger Hövelmann über die
Brutalität des Angriffs gegen eine Theatergruppe in Halberstadt entsetzt /
Bekämpfung des Rechtsextremismus behält oberste Priorität

12.06.2007, Magdeburg – 141

  • Ministerium für Inneres und Sport

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 141/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern -

Pressemitteilung Nr.: 141/07

 

 

 

Magdeburg, den 12. Juni 2007

 

 

 

 

 

Innenminister Holger Hövelmann über die

Brutalität des Angriffs gegen eine Theatergruppe in Halberstadt entsetzt /

Bekämpfung des Rechtsextremismus behält oberste Priorität

 

Innenminister Holger Hövelmann zum Vorfall in

Halberstadt: ¿Am Samstag morgen musste ich erfahren, dass Rechtradikale die

Mitglieder einer Theatergruppe brutal geschlagen und schwer verletzt haben. Es

wurde in Halberstadt im wahrsten Sinne des Wortes die Würde des Menschen mit

Füßen getreten. Ich teile den Zorn der Opfer.¿

 

Die über Notruf alarmierten Beamten der Polizeidirektion Halberstadt

sind mit kurzer Reaktionszeit vor Ort eingetroffen und haben sich um die

verletzten Opfer gekümmert. Im Rahmen der ersten Fahndungsmaßnahmen konnte die

Polizei einen Tatverdächtigen stellen. Er wurde nach der Personalien­feststellung

wieder entlassen. Nach gegenwärtigem Kenntnis­stand wäre ein weiteres

Festhalten der Person in diesem Zusammenhang möglich und sachgerecht gewesen.

Dieser Umstand ist Gegenstand einer internen Untersuchung der Polizeidirektion

Halberstadt.

 

Der Innenminister betonte, dass unabhängig von den

festge­stellten Fehlverhalten die weiteren intensiven Ermittlungen zu keinem

Zeitpunkt infrage standen.

 

Angesichts der widerwärtigen Vorfälle in Halberstadt

versichert der Innenminister, dass dieser Vorfall nicht nur in der

Polizeidirektion Halberstadt, sondern in der gesamten Polizei unseres Landes

ausgewertet werden wird. ¿Wir müssen den rechten Gewalttätern Einhalt gebieten

und durch entschlossenes Handeln deutlich machen, dass es keinerlei Toleranz

gibt, genau wie natürlich bei jeder anderen Form von Gewalt gegen Leib und

Leben anderer. Aber gerade der rechte Mob hat schein­bar keinerlei

Hemmschwellen mehr. Wir brauchen ein Klima des Vertrauens zu unserer Polizei¿,

so Hövelmann.

 

Hövelmann wies aber auch darauf hin, dass es wieder

Menschen gegeben haben soll, die den Vorfall zwar beobachtet haben, die aber

den Angegriffenen nicht zu Hilfe gekommen sind. ¿Und wieder appelliere ich an

alle: Gewalt und Vorurteile dürfen nicht im Schatten von Gleichgültigkeit und

in dem Gefühl wachsen: Das geht mich nichts an... Wir brauchen Zivilcourage,

damit Gewalt gegen Andersdenkende, anders Aussehende in unserem Land keine

Chance hat.¿

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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