Europaministerkonferenz der deutschen Länder
tagte in Sachsen-Anhalts Landesvertretung in Brüssel/ Vorsitzender Rainer
Robra: Konferenz ist Beitrag zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft
07.06.2007, Magdeburg – 300
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 300/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 300/07
Magdeburg, den 7. Juni 2007
Europaministerkonferenz der deutschen Länder
tagte in Sachsen-Anhalts Landesvertretung in Brüssel/ Vorsitzender Rainer
Robra: Konferenz ist Beitrag zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft
Auf Einladung des amtierenden
Vorsitzenden, Sachsen-Anhalts Europaminister Rainer Robra, tagte die
Europaministerkonferenz der deutschen Länder am 6. und 7. Juni 2007 in der
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel. Als Gäste nahmen die
Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Margot Wallström und Günter
Verheugen, die für Außenbeziehungen zuständige Kommissarin Benita
Ferrero-Waldner und der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Günter Gloser, teil.
Robra bezeichnete die
Konferenz als konstruktiven Beitrag der Länder zur deutschen
Ratspräsidentschaft: ¿Das gemeinsame Auftreten aller Bundesländer in Brüssel
ist ein wichtiges föderales Signal für die deutsche Europapolitik insgesamt.
Wichtige deutsche Anliegen werden so gegenüber der EU nachdrücklicher verfolgt,
als wenn dies jedes Land allein versucht.¿ Robra nannte beispielhaft die
Beibehaltung der für die Regionen und Kommunen wesentlichen Fortschritte des
europäischen Verfassungsvertrages, die Beschleunigung des Bürokratieabbaus in Europa,
die Erhaltung regionaler und kommunaler Gestaltungsspielräume bei öffentlichen
Dienstleistungen, die gleichberechtigte Verwendung der deutschen Sprache als
Arbeitssprache der EU sowie die Verbesserung der Information der Bürgerinnen und
Bürger über die europäische Politik.
Ein weiteres Thema der
Konferenz war die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in EU-Angelegenheiten.
Die erste Stufe der Föderalismusreform
sieht "weitere praktische Verbesserungen der europapolitischen
Zusammenarbeit von Bund und Ländern" vor. Die damit verbundenen
Einzelfragen sind in einer Bund-Länder-Vereinbarung vom 29. Oktober 1993
geregelt. Zur Änderung dieser Vereinbarung finden derzeit Verhandlungen
zwischen Bund und Ländern statt. Außerdem sollen die während der
deutschen Ratspräsidentschaft gewonnenen Erfahrungen der Zusammenarbeit von
Bund und Ländern analysiert und gemeinsam Möglichkeiten erörtert werden, wie
das Zusammenwirken der Vertretungen von Bund und Ländern in Brüssel weiter
verbessert werden kann.
Zum Hintergrund:
Die Europaministerkonferenz ist
die Fachministerkonferenz der für Europapolitik zuständigen Minister, Senatoren
oder Staatssekretäre aller deutschen Länder. Sie wurde im Oktober 1992 im
Zusammenhang mit der Stärkung der Mitwirkungsrechte der Länder in EU-Angelegenheiten
durch den Vertrag von Maastricht und die Einführung eines Europa-Artikels im
Grundgesetz (Art. 23 GG) geschaffen. Sie befasst sich mit allen grundsätzlichen
Fragen der Europapolitik der deutschen Länder, so beispielsweise mit
Regierungskonferenzen und Vertragsänderungen, Erweiterungsverhandlungen und
Strategiepapieren, aber auch mit praktischen Fragen der Verbesserung der
europapolitischen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie der
Zusammenarbeit der deutschen Länder in EU-Angelegenheiten mit dem Bund und
europäischen Institutionen.
Die Europaministerkonferenz
tagte seit 1992 insgesamt 41-mal unter jährlich wechselndem Vorsitz. Sie fand
bisher ein Mal, im Januar 1996, in Brüssel statt. Sachsen-Anhalt führt den Vorsitz
vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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