Magdeburger Projekt gestartet:
Eines von 15 bei 79 Bewerbern
Bund und Land fördern wachstumsstarke Unternehmensgründungen aus Hochschulen
29.05.2007, Magdeburg – 70
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 070/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 070/07
Magdeburg, den 23. Mai 2007
Magdeburger Projekt gestartet:
Eines von 15 bei 79 Bewerbern
Bund und Land fördern wachstumsstarke Unternehmensgründungen aus Hochschulen
Mit der dritten Förderrunde des Programms EXIST (Existenzgründung
aus Hochschulen) unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) jetzt über
drei Jahre hinweg die Kooperation zwischen der Universität Magdeburg und dem
Business-Angels Netzwerk Sachsen-Anhalt. Ziel des geförderten Pilotprojekts mit
dem Namen ¿High-Expectation Entrepreneurship¿ (HEE) ist es, das
Wertschöpfungspotenzial innovativer Unternehmensideen aus den Hochschulen des
Landes Sachsen-Anhalt zu heben und diese von Anfang an groß zu dimensionieren.
Ausgesuchte Gründerteams werden durch Fach-,
Finanzierungs- und Förderexperten bei der strategischen Gestaltung,
Finanzierung und Umsetzung ihrer Projekte begleitet. Projektleiter, Prof. Dr.
Matthias Raith vom Interaktionszentrum Entrepreneurship der Universität
Magdeburg: ¿Es lohnt sich, die Gründungsförderung gerade hier anzusetzen, denn
von wachstumsstarken Unternehmensgründern werden im Schnitt 19-mal mehr
Arbeitsplätze erwartet als von nicht wachstumsstarken Jungunternehmen¿.
Nicht einmal 17Prozent aller Jungunternehmer in
Deutschland planen innerhalb der ersten fünf Jahre mindestens 20 Arbeitsplätze
einzurichten. Von diesen wenigen, wachstumsstarken Unternehmen werden aber fast
80 Prozent aller durch Gründungen geschaffenen Arbeitsplätze erwartet. Dies
belegt eine Studie des internationalen ¿Global Entrepreneurship Monitors¿ aus dem
Jahr 2005. Die Bedeutung dieser Unternehmen für die Entstehung neuer Arbeitsplätze
ist in Deutschland ähnlich hoch wie in vielen anderen Industrieländern. Hinzu
kommt in Ostdeutschland aber auch die Notwendigkeit, die massive Abwanderung
der Hochqualifizierten ¿ den so genannten ¿Brain-Drain¿ ¿ zu bremsen.
Das Projekt der Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg wurde bundesweit als eines von 15 unter 79 eingereichten Projektideen
ausgewählt und setzt die Gründungsförderung durch das Magdeburger
Interaktionszentrum Entrepreneurship konsequent fort. Unter der Leitung von
Prof. Raith treibt das Interaktionszentrum seit dem Jahr 2000 die Entwicklung
und Etablierung einer Gründerkultur im Umfeld der Universität voran. Über das
Impuls-Netzwerk Sachsen-Anhalt, finanziert durch die EU (Europäischer
Sozialfonds) und das Land Sachsen-Anhalt, wird seit einem Jahr die
Gründungsbegleitung des Interaktionszentrums auch an anderen Hochschulen des
Landes angeboten. Gründungsprojekte werden von der ersten Idee über die
Realisierung hinaus bis hin zur erfolgreichen Etablierung in der Region
begleitet.
Mit der Förderung des HEE-Projekts wird die
erfolgreiche Kooperation zwischen dem Interaktionszentrum Entrepreneurship und
dem landeseigenen Business Angels Netzwerk ausgebaut. Das Business Angels
Netzwerk Sachsen-Anhalt, angesiedelt bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt,
operiert seit Anfang 2005 mit einem Pool von derzeit über 30 Business Angels,
von denen 25 aus Sachsen-Anhalt stammen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr
50 Gründungsprojekte begutachtet, aus denen sich bislang sieben Partnerschaften
ergaben. Zwei weitere befinden sich in Vorbereitung. Gegenwärtig treffen beim
Business Angels Netzwerk ca. 120 Finanzierungsanfragen im Jahr ein. Daraus
werden jährlich bis zu sieben Gründungsprojekte für die HEE-Begleitung
ausgewählt.
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