Kabinett beschließt Eckpunkte des
Nachtragshaushalts 2007
15.05.2007, Magdeburg – 246
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 246/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 246/07
Magdeburg, den 15. Mai 2007
Kabinett beschließt Eckpunkte des
Nachtragshaushalts 2007
Finanzminister Bullerjahn stellte dem
Kabinett heute das Ergebnis der Steuerschätzung für das Land Sachsen-Anhalt und
die Kommunen sowie die Eckpunkte für den Nachtragshaushalt 2007 vor.
Im Vergleich zur aktualisierten Finanzplanung
vom 6. März 2007 kann das Land mit Steuermehreinnahmen in Höhe von 237 Mio. ¿
in diesem Jahr und zwischen 300 und 480 Mio. ¿ in den Folgejahren rechnen. ¿Erfreulich
ist dabei, dass das eigene Aufkommen an Lohn- und Einkommensteuer sowie
Körperschaftsteuer stärker steigt als die Leistungen im Länderfinanzausgleich.
Durch die Stärkung der eigenen Steuerbasis wird das Land unabhängiger von den
Ausgleichszahlungen der finanzstarken Länder¿, betonte Finanzminister
Bullerjahn.
Für das laufende Jahr rechnet das
Finanzministerium mit Einnahmen in Höhe von 5,8 Mrd. ¿. Damit wird
erstmals das Einnahmeniveau des Jahres 2000 ¿ mit dem bisher höchsten Aufkommen
¿ übertroffen.
Auch die kommunalen Steuereinnahmen werden
kräftig zulegen. Hierdurch komme zum Ausdruck, dass die wirtschaftliche
Entwicklung des Landes die Steuerbasis erhöht habe und die Kommunen sich
stärker selbst finanzieren könnten, so Bullerjahn.
Der Finanzminister äußerte die Erwartung,
dass die Kommunen ihre eigenen Steuermehreinnahmen und die um 50 Mio. ¿
erhöhten Zuweisungen des Landes zum Abbau von Schulden und Kassenkrediten
einsetzen. ¿Wir müssen die günstigen Rahmenbedingungen nutzen, um Vorsorge für
zukünftige Haushalte zu schaffen und die Zins- und Tilgungsbelastung zu
reduzieren¿, so der Finanzminister.
Im Landeshaushalt soll die Nettoneuverschuldung
um 55 Mio. ¿ auf 375 Mio. ¿ reduziert werden. Dies wäre gegenüber 2006 eine
Verminderung um fast 300 Mio. ¿ auf den neuen Niedrigststand seit Gründung des
Landes. Daneben sollen die Mehreinnahmen aber auch zur Finanzierung von
deutlich höheren Zuführungen an den Pensionsfonds und an das Altlastensondervermögen
genutzt werden. Insgesamt sollen dafür etwas über 100 Mio. ¿ eingesetzt werden.
Dazu erklärte Finanzminister Bullerjahn, dass ¿wir nicht ständig Lasten in die
Zukunft verschieben und auf Kosten der zukünftigen Generationen leben dürfen.
Mit dem Nachtragshaushalt verfahren wir genau umgekehrt und finanzieren
zukünftige Verpflichtungen früher.¿
Die vorzeitige Etatisierung dieser
ursprünglich für 2008/2009 geplanten Ausgaben helfe gleichzeitig, den nächsten
Haushalt solide zu finanzieren und die kontinuierliche Absenkung der Neuverschuldung
sicher zu stellen.
Ein Teil der Mehreinnahmen soll für
zusätzliche kommunale und Landesinvestitionen eingesetzt werden. Dazu werden
investive Zuweisungen in Höhe von 15 Mio. ¿ an Gemeinden geleistet, die einen
Gebietszusammenschluss vereinbaren. Diese Zuweisungen sollen auch in den
nächsten Jahren gewährt werden. Mit den Zuweisungen wird das Zusammenwachsen
neuer Strukturen erleichtert.
Die erhöhten Bauausgaben und Zuschüsse des
Landes sind einerseits zur Beschleunigung der Umsetzung der
Behördenstrukturreform geplant, zum anderen sollen ausgewählte Infrastrukturprojekte
umgesetzt werden. Es ist eine Aufstockung der Bauausgaben um 15 Mio. ¿ vorgesehen.
Die Zukunftsstiftung des Landes wird eine um
10 Mio. ¿ auf 23 Mio. ¿ aufgestockte Zuführung erhalten. Die Mehrausgaben
werden durch höhere Abführungen des Sondervermögens Grundstock finanziert.
Die Landesregierung wird den Entwurf des
Nachtragshaushaltsgesetzes am 5. Juni beschließen. Der Regierungsentwurf soll
nur die notwendigen Änderungen enthalten und damit die Beratungen des
Parlaments erleichtern. ¿Wir bitten das Parlament, den Entwurf zügig zu
beraten, damit noch vor der Sommerpause eine Beschlussfassung herbeigeführt
werden kann. Eine schnelle parlamentarische Beratung ermöglicht die zeitnahe
Umsetzung der Investitionsmaßnahmen und sendet ein positives Signal an die
Öffentlichkeit¿, hob Finanzminister Bullerjahn hervor.
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