Ministerpräsident Böhmer eröffnet
Wittenberger Gespräch: ?Regenerativen Energien gehört die Zukunft?
13.04.2007, Magdeburg – 161
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 161/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 161/07
Magdeburg, den 13. April 2007
Ministerpräsident Böhmer eröffnet
Wittenberger Gespräch: ¿Regenerativen Energien gehört die Zukunft¿
¿Den regenerativen Energien
wird aufgrund der Endlichkeit fossiler Energieträger die Zukunft gehören. Wir
stehen in ihrer Nutzung aber bestenfalls am Anfang und müssen dafür sorgen,
dass sie zu einer ernstzunehmenden Alternative für bisherige Energieträger
werden. Das heißt, die regenerative Energieerzeugung muss Energie kostengünstig
und permanent, also unabhängig von aktuellen Wetterverhältnissen wie Windstärke
und Sonneneinstrahlung, zur Verfügung stellen können. Dies ist eine Herausforderung,
die sich nicht regional, sondern nur global meistern lässt.¿ Mit diesen Worten
hat Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute das 14. Wittenberger
Gespräch zum Thema ¿Klimawandel und Ressourcenbegrenzung - Zukunft alternativer
Energien¿ in der Lutherstadt eröffnet. Zwei Tage werden hochkarätige Experten
wie der Präsident des Umweltbundsamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, der frühere Bundesumweltminister
und Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms, Prof. Dr. Klaus Töpfer, sowie der
RAG-Vorstandsvorsitzende und ehemalige Bundeswirtschaftsminister, Dr. Werner
Müller, hierüber diskutieren.
Der Ministerpräsident wies
darauf hin, dass es in der Weltgeschichte immer klimatische Veränderungen
gegeben habe und immer geben werde. Gerade Sachsen-Anhalt sei ein Beispiel
dafür, ¿dass wir Menschen einiges wieder in Ordnung bringen können. Wer heute
durch die Bergbaufolgelandschaften und die Chemieregion um Bitterfeld reist,
erkennt die gravierenden Unterschiede im Vergleich zur Zeit unmittelbar nach
der Wende.¿
Von 1990 bis 2004 seien in
Sachsen-Anhalt die energiebedingten CO2-Emissionen mehr als
halbiert, in ganz Ostdeutschland um 46 Prozent und in Deutschland insgesamt um
14 Prozent verringert worden. Damit hätten die ostdeutschen Länder gut zwei
Drittel zur CO2-Reduktion Deutschlands beigetragen.
Bei der Nutzung alternativer
Energien sei Sachsen-Anhalt sehr gut aufgestellt. Mehr als 1.800
Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2.500 Megawatt seien hier installiert.
Damit könnten bei günstigen Windverhältnissen 40 Prozent des
Nettostromverbrauchs abgedeckt werden. Zehn Prozent der weltweit produzierten
Solarzellen kämen inzwischen aus Sachsen-Anhalt. Auch bei der Nutzung von Biomasse
seien wir Vorreiter. Rund 16 Prozent der deutschen Biodieselproduktion und
sogar 61 Prozent der deutschen Bioethanolproduktion kämen aus Sachsen-Anhalt.
Böhmer begrüßte die Ansiedlung
des neuen Fraunhofer Forschungszentrums für Silicium-Photovoltaik in Halle.
Dessen Devise ¿Mehr Solarstrom aus weniger Silicium¿ umschreibe treffend die
Herausforderung, vor der die Photovoltaik stehe.
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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