Ganztagsschulprogramm des Bundes in
Sachsen-Anhalt voller Erfolg / Kultusminister Olbertz: ?Qualität statt
Quantität?
03.04.2007, Magdeburg – 151
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 151/07
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 151/07
Magdeburg, den 3. April 2007
Ganztagsschulprogramm des Bundes in
Sachsen-Anhalt voller Erfolg / Kultusminister Olbertz: ¿Qualität statt
Quantität¿
In der heutigen Kabinettssitzung hat Kultusminister Prof. Dr.
Jan-Hendrik Olbertz über den aktuellen Umsetzungsstand des Bundesprogramms ¿Zukunft Bildung und Betreuung¿ berichtet.
Bis auf wenige Ausnahmen seien inzwischen alle Zuwendungsbescheide aus dem
Ganztagsschulprogramm übergeben worden, zahlreiche Projekte stünden vor dem Abschluss.
Das Ganztagsschulprogramm des Bundes läuft seit Januar 2003. Die
entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern wurde am
29.4.2003 unterzeichnet. Auf das Land Sachsen-Anhalt entfielen Bundesmittel in
Höhe von insgesamt 126 Mio. Euro. Anders als viele andere Länder habe
Sachsen-Anhalt mit dem Geld vom Bund ein eigenes wettbewerbliches Förderprogramm aufgelegt.
Olbertz: ¿Es ging uns nicht darum, die Gelder so schnell wie möglich zu
verteilen und dabei pädagogische Beliebigkeit in Kauf zu nehmen, sondern
qualitativ hochwertige Konzepte zur Ganztagsbetreuung zu verwirklichen, die
Referenzcharakter für die Ganztagsschulentwicklung in Sachsen-Anhalt haben.¿
Deshalb seien die Schulträger aufgefordert worden, entsprechende Konzepte
bzw. Projekte zu entwickeln. Über die Qualität der eingereichten Projekte
entschied eine Kommission, die auch die jeweiligen Prioritätensetzungen der
Schulträger berücksichtigen sollte. ¿Wir haben auf diese Weise aus einem reinen Investitionsprogramm ein
Innovationsprogramm gemacht¿, so Kultusminister Olbertz.
Die Liste der geförderten Schulen umfasst insgesamt 64 Investitionsprojekte
mit 70 beteiligten Schulen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Wegen
der besonderen Ansprüche des Landeskonzepts zur Umsetzung des
Investitionsprogramms hat ein Großteil der beabsichtigten Bauprojekte einen
erheblichen Wertumfang. Förderhöhen von über einer Million Euro pro Projekt
sind der Regelfall. Die verfügbaren Bundesmittel sind vollständig gebunden
worden.
Wie Olbertz weiter ausführte, haben das
Landesverwaltungsamt und die Landesbauabteilung die Prüfung der Bauunterlagen
inzwischen zum größten Teil abgeschlossen. Insgesamt konnten bis heute 56 Zuwendungsbescheide
übergeben werden, die gemeinsam mit den fünf geförderten Landesschulen ein
Investitionsvolumen von rund 121 Mio. Euro umfassen. Bisher wurden insgesamt knapp 58
Mio. Euro an Bundesmitteln abgerufen, das entspricht knapp der Hälfte der
Gesamtfördersumme. Alle Projekte haben einen Verfahrensstand erreicht, der einen
vollständigen Mittelabfluss im Förderzeitraum garantiert.
Insgesamt drei der bewilligten Ganztagsschulprojekte werden im Rahmen
von Public-Private-Partnership-Projekten realisiert. Es handelt sich dabei um
zwei Schulen in Halle sowie um die Sekundarschule Sülzetal. Mit dem Bund als
Fördermittelgeber ist frühzeitig geklärt worden, dass die Verwirklichung von
PPP-Projekten grundsätzlich möglich ist. Erfahrungswerte für die Durchführung
solcher Projekte in Deutschland liegen nicht vor. Die Einbindung von Fördermitteln
in PPP-Schulbauprojekte wird in Sachsen-Anhalt erstmalig erprobt.
Projektförderung
nach Schulformen:
Schulform kommunale
Träger Freie Träger Landesschulen
Grundschule 13 9 -
Sekundarschule 30 1 -
Gymnasium 4
- 4
KGS 1
- -
Förderschule 2 - 1
Gesamt 50 10 5
Anzahl der geförderten Ganztagsplätze
Bestehende neue
7.494 11.156
künftig gesamt
ca. 27.000
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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