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Bilanz und Perspektive der
ego.-Existenzgründungsoffensive
Haseloff: Erfolgreiche Gründungsförderung des Landes muss weiter optimiert
werden

28.02.2007, Magdeburg – 25

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 025/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 025/07

 

 

 

Magdeburg, den 28. Februar 2007

 

 

 

Bilanz und Perspektive der

ego.-Existenzgründungsoffensive

Haseloff: Erfolgreiche Gründungsförderung des Landes muss weiter optimiert

werden

 

 

 

 

 

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und der

Sprecher der Geschäftsleitung der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), Manfred

Maas, haben heute auf einer Pressekonferenz eine positive Bilanz der ego.-Existenzgründungsoffensive

gezogen. Wichtigstes Indiz dafür ist die hohe Zuwachsrate um 11.300 Selbständige

im Jahr 2005 gegenüber 2004 in Sachsen-Anhalt, die zweithöchste Zu­wachsrate in

einem deutschen Bundesland über­haupt. Dass ein gutes Umfeld für Unternehmensgründungen

geschaffen worden ist, zeigen auch die folgenden Zahlen: Seit 2003 gibt es in

Sachsen-Anhalt einen positiven Saldo an Gewerbeanmeldungen gegenüber                     den

-abmeldungen; im Oktober 2006 belief sich dieser Saldo auf 2.444 Unternehmen.

Von 2002 bis Oktober 2006 gingen die Unternehmensinsolvenzen von 1.942 auf 959

zurück.

 

 

 

¿Die zunehmenden Gründerzahlen zeigen, dass Sach­sen-Anhalt

mit der ego.-Existenzgründungsoffensive auf dem richtigen Weg ist. Der Erfolg ist

im Wesentlichen ein Resultat der optimierten Gründungsförderung durch das Land.

Zur weiteren Belebung des Gründungsgeschehens sind jedoch auch in Zukunft alle

Anstrengungen nötig¿, sagte Haseloff. Maas betonte: ¿Wir sind auf dem Weg zur ,Gründerbank

Sachsen-Anhalts¿ ein gutes Stück vorangekommen; dies zeigen unsere Beratungs-

und Finanzierungsangebote.¿ Das Angebot für Gründer auszuweiten und landesweit

bekannt zu machen sei erklärtes Ziel der IB. Eine gemeinsame Offensive von Land

und IB wird über die Möglichkeiten für Gründerinnen und Gründer in

Sachsen-Anhalt informieren.

 

 

 

Mit Stand vom 31. Dezember 2006 wurden seit Beginn

der Förderung im Jahr 2004 insgesamt 19 ego.-Modell-Projekte mit einem

Fördervolumen von 6,33 Mio. Euro bewilligt:

 

Ø Hochschulnetzwerke : Die Hochschulnetzwerke Impuls-Netzwerk/ Magdeburg

und UNIVATIONS/ Halle betreuen Hochschulangehörige auf ihrem Weg von der ersten

Idee bis in die Selbstständigkeit. So konnten beispielsweise durch die gezielte

Förderung der Hochschulnetzwerke ab Projektbeginn mehr als 90, vorrangig

innovative, wissensbasierte beziehungsweise technologieorientierte Ausgründungen

aus den Hochschulen realisiert und rund 250 Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

Ø Unternehmensnachfolge : Durch das Projekt ¿Unternehmensnachfolge in

Sachsen-Anhalt¿ konnten seit Projektbeginn am 31. März 2005 bis zum Jahresende

2006 bereits 59 verbindliche Unternehmensnachfolgen eingeleitet beziehungsweise

vollzogen und für 1.341 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeitsplätze

gesichert werden.

 

 

 

 

 

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Ø Businessplanwettbewerb (BPW) : In den zwei Wettbewerbsdurchläufen des landesweiten

BPW sind 2005 und 2006 insgesamt 328 Gründungsprojekte bei der Erstellung des

Businessplans unterstützt worden. Von den beim 1. Wettbewerbsdurchlauf im Jahr

2005 unterstützten 159 Gründungsprojekten haben sich 64 Unternehmen mit 110

Arbeitsplätzen neu gegründet. Der BPW soll auch in diesem Jahr weitergeführt werden.

 

 

 

 

Zur Finanzierung von

Existenzgründungen hat die IB als Gründerbank des Landes und Partner der

ego.-Existenzgründungsoffensive eine Reihe von erfolgreichen Produkten realisiert

und damit das Gründergeschehen belebt:

 

Ø Mikrodarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) : Die IB hat die

Anzahl der ausgereichten KfW-Mikrodarlehen, die Kleinstgründungen mit einem

maximalen Fremdfinanzierungsbedarf von 25.000 Euro unterstützen, von 42

Bewilli­gun­gen mit einem Darlehensvolumen von 0,66 Mio. Euro im Jahr 2005 auf

89 Bewilligungen mit einem Darlehensvolumen von 1,38 Mio. Euro in 2006 ge­steigert.

Im Vergleich der Bundesländer hat sich Sachsen-Anhalt damit vom 12. Platz 2004

auf den fünften Platz in 2006 verbessert. Die KfW bietet seit dem 1. Ja­nuar

2007 mit 6,3 % statt 9,3 % nominal neue, deutlich gesenkte Zinskonditionen an.

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der IB und den ego.-Piloten (qualifizierte

Ansprechpartner, die den Gründern zur Seite stehen) zielt darauf ab, die

Gründer beim Mikrodarlehen zu betreuen.

 

Ø Gründerdarlehen : Die IB konnte die ausgereichten Gründerdarlehen von 28 Bewilligungen

mit einem Darlehensvolumen von 3,87 Mio. Euro im Jahr 2005 auf 42 Bewilligungen

mit einem Darlehensvolumen von 4,77 Mio. Euro 2006 erhöhen.

 

Ø KfW-Gründercoaching Sachsen-Anhalt : Beim KfW-Gründercoaching hat der Projektträger IB

vom Projektbeginn im August 2005 bis 31. Januar dieses Jahres 71 derzeit laufende

Vorha­ben ge­fördert. Das KfW-Gründercoaching unterstützt die Gründung und das

Wachstum kleiner und mittlerer Unter­nehmen, die ihr Vorhaben bereits

hinreichend konkretisiert haben, durch eine Coaching-Maßnahme, so dass die

Finanzierungssi­tuation optimiert werden kann. Im Ländervergleich nimmt Sachsen-Anhalt

hier eine Spitzenposition ein.

 

Ø Business-Angels Netzwerk Sachsen-Anhalt (BAN) : Das vom Land als Modellprojekt geförderte und von

der IB als Träger aufgebaute BAN weist folgende Bilanz auf: 35 gelistete

Business-Angels, 179 Finanzierungsanfragen, acht vermittelte Engagements, 467.500

Euro mobilisiertes Beteiligungskapital. Das Business Angels Netzwerk Deutschland

(BAND) schätzt ein, dass sich BAN zu einem der erfolgreichsten Business Angel

Netzwerke in Deutschland entwickelt hat. Dies ist auch Anlass, den Deutschen

Business Angels Netzwerk Tag 2007 im Oktober 2007 in Sachsen-Anhalt und damit erstmals

in einem der neuen Länder durchzuführen.

 

 

 

Zur Etablierung einer Kultur unter­nehme­rischer

Selbstständigkeit werden im Rahmen der För­derperiode 2007 bis 2013 die

Unterstützungsleistungen für Gründerinnen und Gründer verstärkt: Die neuen

Programme fördern neben den kleinen Existenzgründungen insbesondere innovative,

technologieorientierte Unternehmensgründungen aus den Hochschulen des Landes,

also auch den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in wirtschaftliche

Wertschöpfung. Schwerpunkt der Förderung sind dabei die wachstumsstarken

Gründungsvorhaben (high expectation) in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

Neben hochwertigen, am Bedarf des

Gründers ausgerichteten Qualifizierungsangeboten stehen weiter unter anderem die

kostenfreie Betreuung durch die ego.-Piloten für kleine Unternehmensgründungen/

Gründungen aus der Arbeitslosigkeit und die Hochschulnetzwerke für die

Unterstützung von Spin Off¿s zur Verfügung. Im Bereich der Finanzierung wird unter

anderem für kleine Unternehmensgründungen das Mikrodarlehen in Kooperation mit

den ego.-Piloten weitergeführt; technologieorientierten Gründern steht ein so genanntes

SEED- Programm und der Spin off Fonds mit einem Fondsvolumen von 3 Mio. Euro und

die Unterstützung der Hochschulnetzwerke bei der Beantragung zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

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