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Prof. Raabe erhielt Verdienstorden des Landes
Sachsen-Anhalt / Ministerpräsident Böhmer: Paul Raabe ist eine der wichtigsten
Persönlichkeiten des kulturellen Aufbaus Ost

23.02.2007, Magdeburg – 91

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 091/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 091/07

 

 

 

Magdeburg, den 23. Februar 2007

 

 

 

Prof. Raabe erhielt Verdienstorden des Landes

Sachsen-Anhalt / Ministerpräsident Böhmer: Paul Raabe ist eine der wichtigsten

Persönlichkeiten des kulturellen Aufbaus Ost

 

Der langjährige Direktor der

Franckeschen Stiftungen, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Raabe, ist neuer Träger

des Verdienstordens des Landes Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Prof. Dr.

Wolfgang Böhmer verlieh dem gebürtigen Oldenburger heute in einer

Festveranstaltung in den Franckeschen Stiftungen anlässlich seines 80.

Geburtstages die Auszeichnung. Mit der Verleihung wurden Raabes außergewöhnlich

große Verdienste bei der Wiedererrichtung, dem Erhalt und der Umgestaltung der

Franckeschen Stiftungen und sein kulturelles Engagement auf kommunaler und

Landesebene gewürdigt.

 

In seiner Ansprache bezeichnete

Ministerpräsident Böhmer Raabes ¿segensreiches Wirken als Glücksfall für

Sachsen-Anhalt¿. Er sei ¿der richtige Mann, zur richtigen Zeit am richtigen

Ort¿ gewesen. Die Renaissance der Franckeschen Stiftungen nach 1990 sei Raabes

Verdienst. Raabe habe ¿die Geschichte der Stiftung, die für viele abgeschlossen

war, fortgeschrieben¿. Er sei eine der wichtigsten Persönlichkeiten des

kulturellen Aufbaus Ost. Raabe habe ¿die baulichen und geistigen Ruinen, die

die DDR von August Hermann Franckes Stiftungskomplex übrig gelassen hatte, in

nur wenigen Jahren in einen weit über Halle hinaus strahlenden kulturellen

Orientierungspunkt verwandelt. Im Jahre 2007 sind die Stiftungen wieder mit

Leben erfüllt und lassen ihren Stiftungszweck nach außen deutlich sichtbar

werden¿, hob Böhmer hervor.

 

Er empfinde großen Respekt für

alles, was Prof. Raabe in den zurückliegenden gut anderthalb Jahrzehnten für

das Geistesleben, für den kulturellen Aufbau und die Identitätsstiftung des

Landes Sachsen-Anhalt geleistet habe.

 

Mit Blick auf das von Prof.

Raabe verfasste Blaubuch, ein Verzeichnis national bedeutsamer

Kultureinrichtungen in den neuen Bundesländern, bezeichnete der Regierungschef

Raabe als ¿Vater der Kulturförderung Ost¿. 

Das Blaubuch sei darüber hinaus ein kulturelles Identifikationsangebot.

¿Die Kultur in Deutschland ist föderal geprägt, und auf dieser Prägung beruht

der Reichtum unseres kulturellen Lebens. Kultur stiftet Identität¿, so Böhmer.

 

 

 

Zum Hintergrund:

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Raabe

wurde am 21. Februar 1927 in Oldenburg geboren. Er studierte nach seiner

Ausbildung zum Diplom-Bibliothekar Germanistik und Geschichte in Hamburg,

promovierte 1957 und habilitierte sich 1967. Von 1958 bis 1968 leitete er die

Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs in Marbach/N. und war von 1968 bis

1992 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. 1992 berief ihn die

Landesregierung von Sachsen-Anhalt zum ersten Direktor der Franckeschen

Stiftungen. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahre 2000 war Paul

Raabe bis 2003 Vorsitzender des Kuratoriums der Franckeschen Stiftungen, dessen

Ehrenvorsitzender er heute ist. Paul Raabe ist u.a. Autor des Blaubuchs, einer

Übersicht über die ¿Kulturellen Leuchttürme¿ in den neuen Bundesländern, das er

im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

verfasste. Paul Raabe wurde vielfach ausgezeichnet. Er ist u.a. Ehrenbürger der

Stadt Halle und Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die Landesregierung hatte in

ihrer Kabinettssitzung am 23. Mai 2006 die Stiftung eines ¿Verdienstordens des Landes Sachsen-Anhalt¿

beschlossen. Damit sollen hervorragende Verdienste von Bürgerinnen und Bürgern

um das Land und seine Bevölkerung angemessen gewürdigt werden. Verdiente

Personen aus allen Gruppen der Bevölkerung sollen berücksichtigt werden. Bei

den Verdiensten muss es sich um außergewöhnliche Leistungen über einen längeren

Zeitraum oder eine ganz außergewöhnliche Einzelleistung für das Land

Sachsen-Anhalt und die Allgemeinheit handeln.

 

Vergeben wird der Verdienstorden

vom Ministerpräsidenten. Ein Ordensbeirat prüft die Vorschläge und unterbreitet

sie mit seiner Empfehlung dem Ministerpräsidenten zur Entscheidung. Dem

Ordensbeirat gehören der Präsident des Landtages, der Stellvertreter des

Ministerpräsidenten, der Präsident des Landesverfassungsgerichts und der

Präsident des Landesrechnungshofes an. Vorschlagsberechtigt sind der

Ministerpräsident, die Minister für ihre Geschäftsbereiche und die Mitglieder

des Ordensbeirats. Jede Person kann sich schriftlich mit Anregungen für eine

Auszeichnung an die Vorschlagsberechtigten wenden.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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