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Fledermäuse im Harz erhalten
sichere Quartiere

22.02.2007, Halle (Saale) – 10

  • Landesverwaltungsamt

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 010/07

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt -

Pressemitteilung Nr.: 010/07

 

 

 

Halle (Saale), den 22. Februar

2007

 

 

 

Fledermäuse im Harz erhalten

sichere Quartiere

 

 

 

Das Landesverwaltungsamt

hat der Arbeitsfördergesellschaft Harz mbH für die Gestaltung und Wiederherstellung

von artgerechten Verschlussmöglichkeiten von 25 Fledermausstollen im Landkreis

Wernigerode Fördermittel in Höhe von 26.300,00 Euro bewilligt.

 

 

 

Die Maßnahme wird fachlich

von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wernigerode und der

Landesreferenzstelle für Fledermausschutz des Biosphärenreservates

Karstlandschaft Südharz begleitet.

 

 

 

Mit diesem Projekt werden

Naturschutzmaßnahmen durchgeführt, die die ökologische Situation in den Höhlen

und Stollen verbessern. Durch den Einbau oder die Reparatur

fledermausdurchgängiger Türen werden Lebensräume für die besonders geschützten

Fledermausarten gesichert. Die Maßnahme soll auch dazu beitragen, Störungen der

Sommer- und Winterquartiere durch den Menschen zu verhindern.

 

Das Projekt wird mit Hilfe

von Arbeitskräften des zweiten Arbeitsmarktes realisiert.

 

 

 

Hintergrund

 

In der Bundesrepublik

Deutschland gibt es 22 Arten von Fledermäusen. Davon sind 19 Arten in

Sachsen-Anhalt heimisch. Im Landkreis Wernigerode ist durch den Naturreichtum

und die gut strukturierte Landschaft im Harz und im Vorland eine

außerordentliche Artenvielfalt an Fledermäusen vorhanden. Alle Fledermäuse

stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten und sind besonders geschützt.

 

Der Rückgang der Bestände ist ausschließlich auf

das Wirken des Menschen zurückzuführen.

 

 

 

Höhlen und Stollen, die

den Fledermäusen als Winterquartier dienen, werden oftmals unerlaubt von selbst

ernannten Höhlenforschern und Mineraliensammlern aufgesucht. Nicht sicher

verschlossene Eingänge werden brutal aufgebrochen und das Höhleninnere auf der

Suche nach vermeintlichen ¿Schätzen¿ gewissenlos zerstört. Selbst vor den

Winterquartieren der Fledermäuse wird nicht Halt gemacht.

 

Durch diese Störungen

unterbrechen die Tiere ihren Winterschlaf, verlassen die Quartiere und gehen an

der Winterkälte zugrunde. Wenn man bedenkt, dass schon der Rauch einer

Zigarette den Schlaf der Tiere empfindlich stören kann, muss alles unternommen

werden, die Fledermausquartiere vor Störungen zu sichern.

 

 

 

Die Fledermausquartiere

müssen störungsfrei gestaltet werden, für die Tiere zugänglich und auch für

Monitoring-Untersuchungen betretbar sein.

 

 

 

Das

Programm:

 

Die

Förderung von Naturschutzprojekten erfolgt im Rahmen des Operationellen

Programms des Landes Sachsen-Anhalt 2000-2006, an dessen Finanzierung sich der

Europäische Ausrichtungs- und Garantiefond für Landwirtschaft, Abteilung

Ausrichtung (EAGFL-A) mit 75 v. H. und das Land Sachsen-Anhalt mit 25 v. H.

beteiligen. Im Jahr 2006 wurden im Land Sachsen-Anhalt ca. 4 Mio. Euro für die

Förderung zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Landesverwaltungsamt

Pressestelle

Willy-Lohmann-Str. 7

06114 Halle (Saale)

Tel: (0345) 514-1244

Fax: (0345) 514-1477

Mail:

pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de