Verkehrsminister Daehre: In Sachsen-Anhalt
startet Forschungsprojekt „Galileo im Verkehrsmanagement“
16.02.2007, Magdeburg – 12
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:
12/07
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 12/07
Magdeburg, den 16. Februar 2007
Verkehrsminister Daehre: In Sachsen-Anhalt
startet Forschungsprojekt Galileo im Verkehrsmanagement
Nach dem Start des ersten Versuchssatelliten
GioveA wird jetzt in Sachsen-Anhalt mit der Erforschung und
Erprobung von praktischen Anwendungsmöglichkeiten im Verkehr für das künftige
europäische Satellitensystem Galileo begonnen. Landesverkehrsminister
Dr. Karl-Heinz Daehre unterzeichnete heute in Magdeburg den Vertrag für das auf
ein Jahr angelegte Forschungsprojekt
Galileo im Verkehrsmanagement, für das der Bund rund 180.000 Euro
zur Verfügung stellt. Projektpartner sind die pwpSystems GmbH als Konsortialführer,
das Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg (ifak), die
Bauhaus-Universität Weimar, die Hallesche Verkehrs-AG (Havag), die VEGA GmbH
und die Planung Transport Verkehrs AG (PTV).
Mit dem Projekt startet die Landesinitiative
Galileo Transport, in der die anwendungsorientierte Verkehrsforschung in
Sachsen-Anhalt auf ein Zukunftsprojekt mit europäischer Dimension konzentriert
wird. Galileo ist ein innovatives System, das Anwendungen in der ganzen
Welt unterstützt. Im Rahmen der Landesinitiative kommt es darauf an, dass
Unternehmen aus unserem Land an dieser technologischen Entwicklung
teilhaben, betonte Daehre.
Bei den Untersuchungen, die im Verlauf der
nächsten zwölf Monate in Sachsen-Anhalt durchgeführt werden, gehe es u.a. um
die Steuerung von Ampelsystemen in einer Großstadt und die satellitengestützte
Information der Kunden in Bussen und Bahnen, sagte Verkehrsminister Daehre.
Die wichtigsten Zukunftsanwendungen für Galileo liegen im
Verkehrsbereich, betonte er. Die Stadt Halle sei vom Ministerium
ausgewählt worden, weil hier derzeit schon ein anderes
Verkehrsmanagement-Projekt (Mosaique) laufe und die Untersuchungen miteinander
verbunden werden könnten.
Zu Ihrer
Information:
Das Europäische Satellitenprogramm
Galileo wird ab 2011 verfügbar sein. Die Europäische Union, die
Weltraumorganisation ESA und private Unternehmen investieren bis dahin
insgesamt fast fünf Milliarden Euro in den Aufbau und Betrieb dieses Systems.
Man geht von über 100.000 neuen Arbeitsplätzen aus, die durch Galileo
geschaffen werden sollen. Die Kosten für Entwicklung und Errichtung einschließlich
des Starts von 30 Satelliten und der Errichtung der Bodenstationen belaufen
sich nach derzeitigen Schätzungen auf drei bis vier Milliarden Euro. Diese
Kosten entsprechen dem Aufwand für den Bau einer 150 Kilometer langen Autobahn
in Ballungsgebieten oder eines Haupttunnels der künftigen
Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Lyon-Turin.
Kern des
Galileo-Systems sind die 30 Satelliten, die die Erde auf drei
verschiedenen Kreisbahnen mit einer Bahnneigung von 56° zum Äquator in 23 616
Kilometer Höhe umkreisen. Jeweils zehn Satelliten werden gleichmäßig auf jeder
einzelnen Bahn verteilt; die Satelliten benötigen etwa 14 Stunden für eine
Erdumrundung. Einer der Satelliten auf jeder Ebene ist ein aktiver Reservesatellit,
der ggf. die Funktion eines in der betreffenden Bahn ausgefallenen Satelliten
übernehmen kann.
Galileo wird zehn Signale übertragen:
Sechs Signale werden für offene und sicherheitskritische Dienste verwendet
(sowie teilweise für den kommerziellen Dienst), zwei Signale sind für
kommerzielle Dienste vorgesehen, und zwei weitere Signale werden für öffentlich
regulierte Dienste (PRS-Dienste) genutzt.
Anders als GPS
wird Galileo
für einige kritische Anwendungen Informationen zur Systemintegrität übertragen,
um die gewünschte Positionsgenauigkeit zu gewährleisten. Die Benutzer erhalten
rechtzeitig eine entsprechende Warnung, wenn das System die angegebene Genauigkeit
unterschreitet. Das Galileo -System
garantiert, dass diese Warnungen selbst für die anspruchsvollsten Anwendungen
(z.B. Flugzeuglandungen) rasch genug übermittelt werden. Garantierte
Signalgenauigkeit und garantierte Systemintegrität sind für eine schnelle Einführung
der Galileo -Dienste
bei bestehendem GPS ein Wettbewerbsvorteil.
Impressum:
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Pressestelle
Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg
Tel: (0391) 567-7504
Fax: (0391) 567-7509
Mail: presse@mbv.lsa-net.de
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