Empfang von Deutscher Botschaft und
Sachsen-Anhalt zum Tag der deutschen Einheit in Warschau/ Ministerpräsident
Böhmer: Grundstein für politische Wende 1989 wurde in Polen gelegt
02.10.2006, Magdeburg – 471
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 471/06
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 471/06
Magdeburg, den 3. Oktober 2006
Empfang von Deutscher Botschaft und
Sachsen-Anhalt zum Tag der deutschen Einheit in Warschau/ Ministerpräsident
Böhmer: Grundstein für politische Wende 1989 wurde in Polen gelegt
Auf einem gemeinsamen Empfang
der Deutschen Botschaft und des Landes Sachsen-Anhalt zum Tag der deutschen
Einheit in Warschau hat Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute das Interesse
des Landes am Ausbau der Kontakte mit Polen und der Partnerregion Masowien
betont. Bereits heute rangiere Polen in der Handelsbilanz Sachsen-Anhalts
sowohl bei den Ein- wie den Ausfuhren an dritter Stelle. Auch im Bereich von
Kultur und Bildung sei Polen ein wichtiger Partner. So gebe es inzwischen 39
Patenschaften zwischen Schulen aus Polen und Sachsen-Anhalt. Damit sei Polen
nach Frankreich das Land, mit dem die engsten Kontakte in diesem Bereich
bestünden.
"Zusammenarbeit braucht
aber auch die notwendige Infrastruktur", betonte Böhmer. Er verwies
darauf, dass nach der Aufnahme Polens in die EU der deutsch-polnische
Güterverkehr spürbar zugenommen habe. Sachsen-Anhalt sei daher an der besseren
verkehrstechnischen Anbindung der neuen EU-Mitglieder interessiert. Der
Ministerpräsident sprach sich für einen Ausbau der Bundesstraße B6n von der
Autobahn A9 bis nach Polen aus.
Böhmer erinnerte in seinem
Grußwort auch an die Wende des Jahres 1989. Ein Grundstein dafür sei in Polen
gelegt worden. So habe schon die mächtige Solidarnosc-Bewegung zu Beginn der
achtziger Jahre gezeigt, dass der Kommunismus nicht unüberwindbar sei. Sie sei
eine Ermunterung für die Menschen in der DDR gewesen. "Nur durch die
friedliche Wende im Osten Deutschlands und Europas ist die deutsche wie die
europäische Einigung möglich geworden. Das verbindet uns miteinander",
erklärte Böhmer.
Der Empfang in Warschau mit rund
1.000 geladenen Gästen bildete den Auftakt zu den Sachsen-Anhalt-Tagen in
Warschau, die noch bis zum 5. Oktober dauern werden. Nachdem Ministerpräsident
Böhmer und Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff bereits vor dem Empfang mit
dem Marschall der Wojewodschaft Masowien, Adam Struzik, und dem Wirtschaftsminister
Polens, Piotr Grzegorz Wozniak, zusammengetroffen waren, steht für den 4.
Oktober ein Gespräch mit der Ministerin für Regionalentwicklung, Grazyna
Gesicka, auf dem Programm. Außerdem wird es u. a. eine Kooperationsbörse von
sachsen-anhaltischen und polnischen Unternehmen und eine Präsentation der
Kammerunion Elbe/Oder geben, die 28 Industrie- und Handelskammern aus
Deutschland, Polen und Tschechien vertritt.
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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