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Fördermittel für die
Schafbeweidung im Naturschutzgebiet ?Teufelsmauer?

08.09.2006, Halle (Saale) – 135

  • Landesverwaltungsamt

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 135/06

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt -

Pressemitteilung Nr.: 135/06

 

 

 

Halle (Saale), den 8. September

2006

 

 

 

Fördermittel für die

Schafbeweidung im Naturschutzgebiet ¿Teufelsmauer¿

 

 

 

Der

Landschaftspflegeverein Bode-Selke-Aue e. V. hat für die Schafbeweidung im Naturschutzgebiet

(NSG) ¿Teufelsmauer¿ Fördermittel beantragt. Das Landesverwaltungsamt

genehmigte für diese Maßnahme 35.000 Euro, das sind 80 % der Kosten.

 

Die geplante Pflege von

naturschutzrelevanten Flächen im NSG ¿Teufelsmauer¿ durch Schafbeweidung,

insbesondere im Bereich von Heiden, Trocken- und Halbtrockenrasen und

Streuobstwiesen, dient der Pflege der Kulturlandschaft und ist aus

naturschutzfachlicher Sicht wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt.

 

 

 

Das Naturschutzgebiet

¿Teufelsmauer¿ liegt am Nordrand des Harzes. Das Schutzgebiet mit seinen

nährstoffarmen Standorten ist sowohl ein bedeutsames geologisches Naturmonument

als auch ein wertvoller Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Wärme liebende

Pflanzen und Tiere.

 

 

 

Die im NSG ¿Teufelsmauer¿

befindlichen Heiden, Trocken- und Halbtrockenrasen-Standorte verdanken ihre

Entstehung der Schaf- und Ziegenbeweidung, da die nährstoffarmen Hanglagen in

früherer Zeit nur von diesen äußerst genügsamen Haustieren genutzt werden konnten.

 

 

 

 

Zum Erhalt der einmaligen

Lebensgemeinschaft des Naturschutzgebietes ¿Teufelsmauer¿ mit dem

vielgestaltigen Mosaik an Biotoptypen und deren dazugehörigen Arten der Fauna

und Flora ist deshalb eine extensive Schafbeweidung die wirksamste und

naturverträglichste Pflegemaßnahme.

 

 

 

 

 

Hintergrund:

 

 

 

Warum wird die Pflege

mit Schafen gefördert?

 

 

 

Zahlreiche, heute

besonders schutzwürdige Lebensräume, wie Heiden und Halbtrockenrasen entstanden

in früheren Jahrhunderten als Folge der damaligen umweltverträglichen

Landbewirtschaftung. Diese Kulturbiotope können nur durch geeignete

Pflegemaßnahmen erhalten werden, die in ihrer Wirkung der früheren

Bewirtschaftung nahe kommen.

 

Für viele aus der Sicht

des Naturschutzes wertvolle Flächen, die in jüngster Zeit im Zuge der

Entwicklung des europäischen Agrarmarktes nicht mehr landwirtschaftlich genutzt

werden, stellt sich die Frage nach einer zielgerichteten Pflege zur Abschöpfung

der Nährstoffe. Aus Gründen des Naturschutzes ist eine auf das jeweilige Gebiet

abgestimmte umweltverträgliche, an der historischen Landwirtschaft orientierte

Landnutzung notwendig.

 

 

 

Eine in letzter Zeit etwas

in Vergessenheit geratene und wegen mangelnder Förderung wirtschaftlich wenig

attraktive Nutzung und Pflege ist die Beweidung durch Schafe, die häufig erst

zur Entwicklung dieser für den Naturschutz wertvollen Lebensräume geführt hat.

 

 

 

 

 

Das Programm:

 

 

 

Die Förderung von

Naturschutzprojekten erfolgt zurzeit im Rahmen des Operationellen Programms des

Landes Sachsen-Anhalt 2000-2006, an dessen Finanzierung sich der Europäische

Ausrichtungs- und Garantiefond für Landwirtschaft, Abteilung Ausrichtung

(EAGFL-A) mit 75 % und das Land Sachsen-Anhalt mit 25 % beteiligen. Im Jahr

2006  werden im Land Sachsen-Anhalt ca. 4 Mio. Euro für die Förderung zur

Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Landesverwaltungsamt

Pressestelle

Willy-Lohmann-Straße 7

06114 Halle (Saale)

Tel: (0345) 514-1244

Fax: (0345) 514-1477

Mail:

denise.vopel@lvwa.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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