Pläne des Wirtschaftsministeriums zur Zukunft
von LMG und WiSA:
Akquisitions- und Marketingaktivitäten der Landesregierung fusionieren zum 1.1.
2007
23.08.2006, Magdeburg – 113
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 113/06
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 113/06
Magdeburg, den 23. August 2006
Pläne des Wirtschaftsministeriums zur Zukunft
von LMG und WiSA:
Akquisitions- und Marketingaktivitäten der Landesregierung fusionieren zum 1.1.
2007
Zu Medienberichten über die Zukunft der Landesmarketing Sachsen-Anhalt
GmbH (LMG) stellt ihr Aufsichtsratsvorsitzender, Wirtschaftsminister Dr. Reiner
Haseloff, klar:
Die Landesmarketinggesellschaft zählt zu den erfolgreichsten der rund
50 Landesgesellschaften. Sie hat dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit
Regional- und Fachverbänden und überregionalen touristischen Gremien einen
maßgeblichen Anteil an der herausragenden Entwicklung der touristischen
Attraktivität Sachsen-Anhalts.
In der Koalitionsvereinbarung vom 18. April 2006 hat die jetzige
Landesregierung das Wirtschaftsministerium beauftragt, die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiSA und die Landesmarketinggesellschaft zu
evaluieren. Dabei sollten Aufgabenüberschneidungen, Effizienz- und
Entwicklungschancen besonders überprüft und Handlungsvorschläge erarbeitet
werden.
Die Landesregierung hat sich am 27. Juni 2006 mit dieser Thematik
befasst und das Wirtschaftsministerium gebeten, diesen Evaluierungsprozess
zügig umzusetzen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Wirtschafts- und des Finanzministeriums
hat dazu jetzt ein Konzept vorgelegt. Es findet unsere Zustimmung, und wir
werden es dem Kabinett in Kürze zur Beschlussfassung vorlegen. Vorab werden wir
es natürlich auch mit den Gesellschaften selbst, den Fraktionen und Ausschüssen
des Landtags und den Vertretern der Tourismuswirtschaft des Landes beraten.
Vorgesehen ist, dass WiSA (11 Mitarbeiter) und LMG (16 Mitarbeiter) zu
einer gemeinsamen Gesellschaft zusammengeführt und neu strukturiert werden. Das
Land wird alleiniger Gesellschafter der neuen Gesellschaft, die nach jetzigen
Vorstellungen bereits zum 1. Januar
2007 gegründet werden soll.
Von der Verschmelzung und der damit einhergehenden Neugründung einer
neuen Gesellschaft verspricht sich die Landesregierung folgende Effekte:
-
Das Land ist aufgrund der hohen Verschuldung zur
Kosteneinsparung verpflichtet. Davon können auch Wirtschafts-, Standort- und
Tourismusmarketing längerfristig nicht ausgenommen werden. Die finanzielle
Ausstattung durch das Land muss mit mehr Effizienz und entsprechendem Nutzen
für das Land umgesetzt werden. Ein Zusammenschluss optimiert vorhandene
Synergien; das wird längerfristig zu sinkenden Kosten führen.
-
Besonders die nationale und verstärkt
internationale Standortvermarktung und die Akquisition von Investoren erfordern
ein inhaltlich gebündeltes, koordiniertes Auftreten des Landes. Um unsere
Marketing- und Akquisitionsaktivitäten noch erfolgreicher zu gestalten und
damit national und international wettbewerbsfähig auszubauen, benötigen wir
mehr Schlagkraft. Die Verschmelzung
beider Landesgesellschaften wird unserem Auftreten nach draußen diese
Schlagkraft geben. Von den sich hieraus ergebenen Synergieeffekten wird auch
das Tourismusmarketing profitieren.
-
Die neue Gesellschaft kann wieder voll umfänglich
als Dienstleister des Landes für Marketingaktivitäten fungieren. Laut aktueller
europäischer Rechtsprechung ist das nur möglich, wenn das Land alleiniger
Gesellschafter ist.
In der neuen Gesellschaft werden die Kernkompetenzen der beiden Gesellschaften
in drei Säulen gebündelt: Akquisition/Wirtschaftsmarketing; Landes- und
Standortmarketing; Tourismusmarketing.
Daraus wird schon ersichtlich, dass die Kernaufgaben der beiden Gesellschaften
im Wesentlichen fortgeführt werden. Beide Gesellschaften sollen räumlich und
personell zusammengeführt werden. Alle Mitarbeiter sollen in die neue
Gesellschaft übernommen werden. Die Gesellschaft wird von einem Geschäftsführer
geleitet, der im Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung eingesetzt wird.
Im Tourismusmarketing garantiert die Landesregierung, dass die
qualitativ hohe Position Sachsen-Anhalts gewahrt bleibt und möglichst noch
verstärkt wird. Unter Einbindung der Tourismusverbände, deren
Gesellschafterrechte wegfallen werden, wird ein Marketingbeirat gegründet, der
auch künftig beratend und entscheidend an touristischen Aktivitäten und an der
Verteilung der Landesmittel im Zuge der Projektförderung mitwirkt. Im
Finanzjahr 2007 stehen für die beiden Landesgesellschaften WiSA und LMG sowie
für die instutionelle touristische Förderung (Deutsche Zentrale für Tourismus
DZT und Landestourismusverband) sowie für die Projektförderung die gleichen Finanzmittel
wie 2006 bereit, so dass alle bereits eingeleiteten Aktivitäten ohne jegliche
Einschränkung weitergeführt werden können.
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