100-Tage-Bilanz der sachsen-anhaltischen
Landesregierung / Ministerpräsident Böhmer: Sachsen-Anhalt wird in allen
zentralen Politikbereichen ein gutes Stück vorankommen
03.08.2006, Magdeburg – 336
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 336/06
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 336/06
Magdeburg, den 3. August 2006
100-Tage-Bilanz der sachsen-anhaltischen
Landesregierung / Ministerpräsident Böhmer: Sachsen-Anhalt wird in allen
zentralen Politikbereichen ein gutes Stück vorankommen
100 Tage nach dem Start der neuen Landesregierung in Sachsen-Anhalt haben
Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und sein Kabinett eine positive
Bilanz gezogen. ¿Für alle wichtigen Aufgaben sind bereits richtige
Weichenstellungen vorgenommen worden. Neben
einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und dem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit
ist die Haushaltskonsolidierung das wichtigste politische Ziel der
Landesregierung. Wir müssen mit den geringer werdenden Finanzmitteln
so haushalten, dass wir noch politische Schwerpunkte zum Wohle der Menschen in
unserem Land setzen können. Dabei wollen wir die Balance zwischen Leistungsorientierung
und Solidarität halten.¿
Die Landesregierung habe hierzu bereits in den ersten 100 Tagen folgende
grundsätzliche Entscheidungen getroffen: In der Wirtschaftsförderung ist eine
Kursänderung vorgenommen worden. Künftig werden die Stärkung heimischer
Betriebe, auch im ländlichen Raum, und die Gewinnung neuer Investoren gleich
gewichtet, wobei die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze das wichtigste
Beurteilungskriterium wird. Außerdem wurde der Einsatz der
EU-Strukturfondsmittel 2007 bis 2013 auf Wachstum und Beschäftigung
konzentriert. Mit der Einführung des ¿Modellprojekts Bürgerarbeit¿ soll
Arbeitslosen, die derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt so gut wie chancenlos
sind, eine Perspektive gegeben werden. Mit ersten Weichenstellungen zur
besseren frühkindlichen Bildung in den Kindertagesstätten, der Stärkung der
Sekundarschulen und der Förderung von Wissenschafts- und
Forschungsexzellenzclustern sollen Bildung und Innovation als wichtigste
Zukunftsressourcen weiter entwickelt werden. Die Schaffung leistungsfähiger
Strukturen auf Gemeindeebene und der Start der Gerichtsstrukturreform stehen
beispielhaft für strafferes Verwaltungshandeln auf allen Ebenen. Mit dem
"Wittenberger Modell" werden neue Formen bei der Vergabe im
öffentlichen Personennahverkehr erprobt.
Böhmer unterstrich, dass das Kabinett mit dem Haushaltsentwurf 2007 die
Wende hin zu einer echten Konsolidierungspolitik eingeleitet habe. Die für 2007
veranschlagte Neuverschuldung von 550 Mio. Euro sei der geringste Wert in der
Geschichte des Landes seit 1990. Um die Konsolidierungsziele auch in den
kommenden Jahren zu erreichen, bedürfe es einer Vielzahl von Strukturreformen.
Ressortbezogene 100-Tage-Bilanzen:
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit
Kursänderung bei der Förderpolitik: Gleichrangige Gewichtung der
Gewinnung neuer Investoren (Ansiedlungsoffensive) und Stärkung existierender
kleiner und mittelständischer Unternehmen durch gezielte, ausgeweitete Förderung
von Erweiterungsinvestitionen, Einführung neuer Technologien und neuartiger
Erzeugnisse, Markteroberung usw. Wichtigstes Beurteilungskriterium ist künftig
die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze. Für die Investitionsförderung gibt
es weder territoriale noch branchenbezogene Ausschlusskriterien. Auch die
quantitative Begrenzung von Erweiterungsinvestitionen ist aufgehoben.
Einführung des Modellprojekts Bürgerarbeit: Um die Arbeitslosigkeit in
Sachsen-Anhalt weiter wirkungsvoll zu reduzieren, hat die Landesregierung
gemeinsam mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit das Modellprojekt
¿Bürgerarbeit¿ ins Leben gerufen. Ziel ist es, sozialversicherungspflichtige
Arbeitsplätze vor allem für jene zu schaffen, die derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
so gut wie chancenlos sind. Mit dem Projekt Bürgerarbeit werden Arbeitsangebote
im öffentlichen, gemeinnützigen Bereich geschaffen.
Verbesserte Finanzierungsquellen für den
Mittelstand: Mit dem überarbeiteten Mittelstands- und Technologiedarlehen (MuT)
bieten das Land und die Investitionsbank, unterstützt von der Europäischen
Union, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern im Land eine
verbreiterte Finanzierungspalette. Finanzielle Mittel stehen (auch mehrfach) für Markterschließung,
innovative Projekte, Erstinvestitionen und Produkteinführungen bereit - als
ideale Ergänzung zu den Hausbanken . Zu einem Zinssatz von sechs
Prozent pro Jahr können Unternehmen beispielsweise große Aufträge zu 100
Prozent vorfinanzieren.
Senkung der Stromkosten: Die beim Ministerium für
Wirtschaft und Arbeit angegliederte Landesregulierungsbehörde für Elektrizität
und Gas hat bis zum 1. August 2006 nach intensiver Prüfung für alle 23
Stromnetzbetreiber im Land Entgeltgenehmigungen bei Netznutzung erteilt. Im
Ergebnis dieser Prüfung ergab sich eine Senkung über alle Spannungsebenen bis
29 Prozent zum bisherigen Preisniveau. Durch die erstmals festgestellten
Entgelte sind die Voraussetzungen für eine Belebung des Wettbewerbs auf den
Strom- und Gasmärkten geschaffen worden. Die Landesregierung setzt damit
konsequent ihren Kurs auf Senkung der Energiekosten im Interesse der Industrie
und der Privathaushalte fort.
Kultusministerium
Schule
inhaltlich stärken
Die Stärkung der Sekundarschulen
steht in der jetzigen Legislaturperiode im Mittelpunkt. Schon im neuen
Schuljahr wird ein zusätzlicher Arbeitsumfang im Äquivalent von 300
Lehrerstellen zur Stärkung der Sekundarschulen genutzt werden. Hier geht es vor
allem um die Erhöhung der Stundenzahl in den Kernfächern und in den Bereichen
¿Förderstunden¿, ¿Lernmethoden¿ und ¿Wirtschaft-Technik-Hauswirtschaft¿. Der
beim Kultusminister angesiedelte Arbeitskreis ¿Sekundarschulen¿ wird im
September erstmals tagen. Im Vordergrund seiner Arbeit stehen die
Unterrichtsqualität, Lehrpläne, Förderkonzepte zur Festigung von
Kernkompetenzen, Maßnahmen gegen das Zurückbleiben, die Schulprogrammarbeit und
das Schulklima.
Zum 1. August startet ein Modellversuch
zur Neugestaltung des Berufsvorbereitungsjahres. Hierbei soll die
Wirksamkeit des berufsfeld- und fächerübergreifenden Lernens zur Erreichung der
Berufsbildungsreife erprobt werden. Schwerpunkte sind die Fächer Deutsch,
Mathematik und Informatik.
Zur Stärkung der Hochbegabtenförderung
wird ebenfalls zum 1. August beim Landesinstitut für Lehrerfortbildung,
Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA) eine
landesweit agierende Koordinierungs- und Beratungsstelle eingerichtet, die das
bisherige System evaluieren und das zukünftige landesweite System der Begabten-
und Hochbegabtenförderung in Sachsen-Anhalt
vorbereiten soll.
Wissenschafts- und Forschungsexzellenzcluster fördern
Zielvereinbarungen mit Hochschulen: Der in den Zielvereinbarungen
mit den Hochschulen vorgesehene Rahmenvertrag für Forschung und Innovation befindet
sich im Abstimmungsprozess. Daneben führen die Hochschulen die
Schwerpunktbildung und Profilierung fort und führen mit dem Wintersemester
2006/07 die Bachelor- und Masterstudiengänge ein. Das Land unterstützt die
Bemühungen der beiden Universitäten, die in der zweiten Antragsrunde der
Bund-Länder-Exzellenzoffensive Graduiertenschulen in Verbindung mit Forschungsclustern
im gemeinsamen Förderprogramm positionieren wollen.
Beginn der Abstimmungen für die Neustrukturierung der Medizinischen Fakultäten .
Gründung des Wissenschaftlichen Beirats und Programmbeirats des Wissenschaftszentrums Wittenberg .
Kultur
Gründung "Literaturrat des
Landes": Er soll ein Konzept zur Pflege und Erschließung des
künstlerischen und kulturellen Literaturerbes, zur Förderung der Breiten-,
Kinder- und Jugendkultur sowie des künstlerischen Nachwuchses gestalten.
Schaffung eines kulturtouristischen
Netzwerks: Mit der vom Land unterstützten Eröffnung des
Domschatzmuseums in Naumburg wurde der Auftakt für eine umfassende Erschließung
der bedeutenden Kirchenschätze in Sachsen-Anhalt und deren Zusammenschluss zu
einem kulturtouristischen Netzwerk gemacht. Im August öffnet das
Domschatzmuseum in Merseburg seine Pforten.
Ministerium des Innern
Einheitsgemeinde: Die Landesregierung hat den
Dialog mit den Gemeinden Sachsen-Anhalts zur Zukunftsperspektive
Einheitsgemeinde aufgenommen. Ziel ist es, leistungsfähige Strukturen auf
Gemeindeebene zu schaffen, die auch angesichts der demographischen Entwicklung
nachhaltig tragfähig sind. Die Gemeinden sollen in die Lage versetzt werden, im
Rahmen einer alle Stufen der Verwaltung umfassenden Funktionalreform Aufgaben
von den Landkreisen zu übernehmen.
Bis Ende 2006 sollen Eckpunkte eines Leitbildes vorliegen, das bis
Mitte 2007 verabschiedet werden soll.
Ziel ist, im Rahmen einer Freiwilligkeitsphase bis zu den Kommunalwahlen
2009 flächendeckend Einheitsgemeinden zu bilden. Kommt es dazu nicht, ist noch
im Laufe dieser Legislaturperiode die gesetzliche Einführung von
Einheitsgemeinden zum 1. Juli 2011 vorzunehmen.
Kreisgebietsreform: Die
Landesregierung hat den Landkreisen in einer umfassenden Handreichung alle
Informationen zur fristgerechten Umsetzung der Kreisgebietsreform bis zum 1.
Juli 2007 zur Verfügung gestellt. Mit dem Entwurf eines Begleitgesetzes hat die
Landesregierung die Grundlage dafür gelegt, in neuen Landkreisen mit mehr als
200.000 Einwohnern größere Kreistage zu bilden. Mit dem Gesetzentwurf wird
zugleich als obere Altersgrenze für Landräte, Oberbürgermeister und
hauptamtliche Bürgermeister die Vollen-
dung des 72. Lebensjahres festgelegt.
In einem Bürgerentscheid haben sich die Bürgerinnen und Bürger von
Zerbst/Anhalt dafür ausgesprochen, künftig dem neuen Landkreis Anhalt-Bitterfeld
und nicht dem Landkreis Anhalt-Jerichow anzugehören. In weiteren
Bürgerentscheiden in den Umlandgemeinden wird sich klären, ob das Gesetz
zur Kreisgebietsreform entsprechend geändert wird.
Rechtsextremismus: Die
Landesregierung verstärkt ihren Einsatz gegen rechtsextremistische
Bestrebungen. Die Kommunen wurden durch Erlass aufgefordert, kommunale Plätze
und Einrichtungen nicht an rechtsextreme Veranstalter zu vergeben, wenn dadurch
Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung entstehen können. Das
Innenministerium hat damit begonnen, die Voraussetzungen für eine verstärkte
Zusammenarbeit von Polizei und Verfassungsschutz bei der Zurückdrängung
rechtsextremer Aktivitäten zu schaffen.
Polizeistrukturreform: Die Polizeistrukturreform hat
mit einer Auftaktveranstaltung mit den Führungskräften der Polizei und der
Einsetzung einer Projektgruppe begonnen. Noch im Sommer 2006 soll der
Kabinettsbeschluss zur künftigen Anzahl der Polizeidirektionen getroffen
werden. Die Umsetzung der Reform soll mit Inkrafttreten der Landkreisreform zum
1. Juli 2007 begonnen und bis zum 31. Dezember 2007 abgeschlossen werden.
Künftig soll es in jedem Landkreis nur noch ein Polizeirevier am Sitz der
Kreisverwaltung geben.
Die Präsenz der Polizei in der Fläche bleibt erhalten.
Feuerwehrstrukturen: Die
Landesregierung hat in der Koalitionsvereinbarung verabredet, die starren
Einwohnergrenzen und Ausstattungsvorschriften für Ortsteilfeuerwehren flexibler
zu gestalten. Die Ausstattung der Feuerwehren soll sich an den jeweiligen
lokalen Risikoprofilen orientieren. Unter Einbeziehung der Bezirks- und
Kreisbrandmeister sowie des Landesfeuerwehrverbandes wurde eine Arbeitsgruppe
zur Erarbeitung der neuen Strukturen eingerichtet.
Einbürgerung: Die Landesregierung
hat die feierliche Übergabe von Einbürgerungsurkunden für neue deutsche
Staatsangehörige durch Erlass geregelt. Einen Eid für Neubürger wird es in
Sachsen-Anhalt nicht geben. Den Eingebürgerten werden der Text des
Grundgesetzes und der Landesverfassung überreicht. Die Feier soll musikalisch
umrahmt werden, auch mit der Nationalhymne.
Justizministerium
Start der
Gerichtsstrukturreform : B is zum Jahresende legt
Sachsen-Anhalts Justizministerium ein Konzept für die Schaffung
leistungsstarker und zukunftsfähiger Justizstrukturen vor, das auch einen
Zeitplan für die Umsetzung enthalten wird. Die Strukturreform war als Ziel im
Koalitionsvertrag von SPD und CDU festgeschrieben worden. Hauptziel ist eine
bürgerfreundliche und leistungsstarke Justiz, die den Bürgern Rechtssicherheit
und schnelle Hilfe gibt. Erstmals werden nicht nur Gerichte der ordentlichen
Gerichtsbarkeit, sondern auch Staatsanwaltschaften sowie ausgewählte Standorte
der Arbeits-, der Sozial- und der Verwaltungsgerichtsbarkeit in den Blick
genommen.
Engagement gegen Rechtsextremismus: Sachsen-Anhalts
Justiz verstärkt ihre Anstrengungen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und
Fremdenfeindlichkeit. Dazu wurde folgendes Maßnahmebündel geschnürt: Fortbildungen
für Sachsen-Anhalts Richterinnen und Richter im Umgang mit neuen Formen des
Rechtsextremismus, Auftakt ist im September. Darüber hinaus will die Justiz
auch in der Öffentlichkeit für ein
Engagement gegen Rechtsextremismus werben. Im Rahmen eines
Schülerwettbewerbs ¿Krea(k)tiv gegen Rechtsextremismus¿ sollen Jugendliche in
Kooperation mit dem Kultusministerium im kommenden Schuljahr zur
Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus aufgefordert werden. Vereine und
Verbände, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus engagieren,
wollen begleitend Angebote machen, auf die z.B. Schulen zurückgreifen können.
Ministerium für Gesundheit und
Soziales
Nichtraucherschutz: Sachsen-Anhalt hat als
Vorsitzland der Gesundheitsministerkonferenz eine Initiative zur Stärkung des
Nichtraucherschutzes maßgeblich voran getrieben. Eine Kabinettvorlage zur
Umsetzung eines weitreichenden Rauchverbotes in öffentlichen Gebäuden wird
vorbereitet.
Erste Weichenstellungen zur besseren
frühkindlichen Bildung in den Kindertagesstätten: Auflegung eines
Förderprogramms von rund sechs Millionen Euro ¿ unter Mithilfe der EU ¿ zur
Qualifizierung des Betreuungspersonals.
Sanierung und Modernisierung
der Infrastruktur für Kinderbetreuung
in Sachsen-Anhalt: Auflegung eines Investitionsprogramms aus EU-Mitteln von
insgesamt rund 40 Millionen Euro.
Erste Initiativen zur Stärkung des
Kindeswohls: Sachsen-Anhalt war Mitantragsteller einer
Bundesratsinitiative zur höheren Verbindlichkeit von Früherkennungsuntersuchungen.
Stärkung der gesundheitlichen Versorgung: Ministerium für Gesundheit und
Soziales hat das jahrelange Tauziehen zwischen Krankenkassen und kassenärztlicher
Vereinigung um die Finanzierung des Mammographie-Screenings
beendet. Das Projekt kann nun auch in Sachsen-Anhalt starten. Das
Ministerium will darüber hinaus ein eigenes Modellprojekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auf den Weg bringen.
Aktive Begleitung des Bundesprojekts zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Start
des ¿Wittenberger Modells¿: Damit
beschreitet Sachsen-Anhalt neue Wege bei der Finanzierung und Ausgestaltung des
öffentlichen Personennahverkehrs
(ÖPNV). Das Modell stellt bei der
Vergabe nicht mehr die Abfrage von Preisangeboten, sondern die Qualität der
angebotenen ÖPNV-Leistungen in den Mittelpunkt der Bewertung. Im
Vordergrund steht die Entwicklung von bedarfsgerechten, attraktiven und
kostengünstigen Angeboten. Das
¿Wittenberger Modell¿ wurde von der EU-Kommission für gut befunden. Das
Bundesverkehrsministerium will das Modellprojekt aus Sachsen-Anhalt nun zur
bundesweiten Anwendung empfehlen.
Erfolgreicher
Abschluss der Verlängerung der Selketalbahn
von Gernrode nach Quedlinburg: Die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg
ist damit direkt an das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen angebunden.
Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr hat rund 6,5 Millionen Euro
in dieses Projekt investiert, das der besseren Vernetzung zwischen den
verschiedenen touristischen Angeboten der Harzregion dient.
¿Stadtumbau Ost¿: Der Abriss dauerhaft
leerstehender Wohnungen im Rahmen des Stadtumbauprogramms Ost wurde vom
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr auch in den zurückliegenden
Monaten konsequent fortgeführt. In den nächsten drei Jahren ist der Abriss von
weiteren 10.000 dauerhaft leerstehenden Wohnungen vorgesehen.
Internationale Bauausstellung 2010: Mit
dem Stadtsee in Staßfurt ist im Juni dieses Jahres ein Projekt der
Internationalen Bauausstellung seiner Bestimmung übergeben worden. Rund 1,8
Millionen Euro hat das Ministerium für Landesentwicklung für dieses Vorhaben
als Förderung zur Verfügung gestellt, um die städtebauliche Situation im
Zentrum der Stadt entscheidend zu verändern.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Grundlagen für die künftige Förderung
ländlicher Räume und landwirtschaftlicher Unternehmen: Neuer Schwerpunkt ist die
Stärkung zentraler Orte und ihrer Dienstleistungsfunktionen, wie Schulbildung
und Kinderbetreuung. Bei der Förderung von Unternehmen, die landwirtschaftliche
Produkte verarbeiten, stehen kleine und mittelständische Unternehmen im Fokus.
Weitere wesentliche Ziele sind die Steigerung der Wertschöpfung durch die
Förderung von Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben und die
Verbesserung des Umwelt- und Naturschutzes, vor allem mit Blick auf
NATURA-2000-Gebiete. Darüber hinaus soll das Hochwasserschutzkonzept des Landes
weiter umgesetzt werden.
Bewerbung um das Deutsche
Biomasseforschungszentrum: Das Landwirtschafts- und
Umweltministerium will das vom Bund geplante Zentrum auf den weinberg campus in
Halle holen. Sachsen-Anhalt hat rund um das wichtige Zukunftsthema ¿alternative
Energien¿ große wissenschaftliche und wirtschaftliche Potentiale. Biomasse als
Energiequelle oder alternativer Rohstoff boomt in Sachsen-Anhalt.
Bedeutende Ansiedlungsentscheidungen
und Erweiterungsvorhaben im Bioenergiesektor:
In Wanzleben startet die Nordzucker AG den Bau einer
Bioethanolanlage. Im Bioethanolwerk Zeitz fällt die Südzucker AG die Entscheidung
zur Kapazitätserweiterung um 40 Prozent.
Konsensvereinbarung mit sachsen-anhaltischen Müllverbrennungsanlagen-Betreibern: Darin wird unter anderem
die Energiegewinnung als ein Hauptziel der Müllverbrennung definiert.
Zielvereinbarung Landeshochwasserbetrieb: Sie beinhaltet verbindliche fachliche, betriebswirtschaftliche,
organisatorische und Personalabbauziele, um höheres Kostenbewusstsein, größere
Entscheidungsspielräume, Anreize zu wirtschaftlichem Handeln und im Endeffekt
weniger Zuschussbedarf zu erreichen.
Schülerprojekt Landwirtschaft: Schüler sollen mehr über
natürliche Zusammenhänge in Wald, Natur und Landwirtschaft lernen. Deshalb soll
jeder Schüler in Sachsen-Anhalt mindestens einmal
in einem Jugendwaldheim oder einer landwirtschaftlichen Einrichtung gewesen
sein. Eine Arbeitsgruppe aus dem Landwirtschafts- und Umweltministerium sowie
dem Kultusministerium erarbeitet jetzt spezielle Unterrichtsprojekte.
Privatisierung Forstdienstleistungs-
und Landschaftspflege GmbH
Die Liquidation der angeschlagenen
Forstdienstleistungs- und Landschaftspflege GmbH wurde abgewendet. Zur Rettung
von Arbeitsplätzen beschloss das Kabinett den Verkauf der Gesellschaft an einen
privaten Investor.
Staatskanzlei
EU-Strukturfonds 2007 ¿ 2013: Künftig
werden etwa zwei Drittel des Förderbudgets auf Maßnahmen konzentriert, die besonders
nachhaltig zu Wachstum und Beschäftigung beitragen. Das hat die Landesregierung
für die neue EU-Förderperiode 2007 ¿ 2013 beschlossen. Sachsen-Anhalt wird
danach 3,01 Mrd. Euro aus EU-Geldern erhalten und damit 18,2 Prozent weniger
als in der laufenden Förderperiode. Bei insgesamt knapperen Fördermitteln
wurden Prioritäten bei Investitionen in Bildung, Forschung, Entwicklung und
Innovation sowie bei der Förderung von Investitionen der gewerblichen
Wirtschaft und dem Abbau von Hemmnissen bei der Finanzierung kleiner und
mittlerer Unternehmen gesetzt.
Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt: Mit der Stiftung eines Verdienstordens
des Landes Sachsen-Anhalt will die Landesregierung herausragende Verdienste von
Bürgerinnen und Bürgern um das Land und seine Bevölkerung angemessen würdigen.
Verdiente Personen aus allen Gruppen der Bevölkerung sollen berücksichtigt
werden. Bei den Verdiensten muss es sich um außergewöhnliche Leistungen über
einen längeren Zeitraum oder eine ganz außergewöhnliche Einzelleistung für das
Land Sachsen-Anhalt und die Allgemeinheit handeln. Im Zusammenhang mit dem
neuen Landesorden wurde die ¿Ehrennadel des Ministerpräsidenten des Landes
Sachsen-Anhalt¿ in ¿Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt¿ umbenannt. Damit soll
die Ehrennadel von einer Person und einem Amt losgelöst und die Bedeutung als
Landesauszeichnung hervorgehoben werden.
Zeichen gegen Rechts: Ministerpräsident Böhmer liest
mit dem amerikanischen Generalkonsul, der Landesjustizministerin, dem
Landtagspräsidenten und dem Schauspieler Peter Sodann aus dem "Tagebuch
der Anne Frank", das Rechtsextremisten verbrannt hatten. Er kündigt eine
breit angelegte Aktion gegen rechtsextremistische Tendenzen an.
Finanzministerium
Strikte Haushaltskonsolidierung: Das Finanzministerium verfolgt
den Kurs einer strikten Haushaltskonsolidierung mit der Festschreibung des
strategischen Ziels, bis 2019 auf wirtschaftlich selbsttragenden Füßen zu
stehen. Dieser obersten Zielsetzung entspricht auch die Entscheidung, die
Nettoneuverschuldung bereits im nächsten Jahr auf 550 Millionen ¿ zu reduzieren
und im Jahre 2010 auf Null zurückzuführen.
Zügige Verabschiedung des Haushaltsentwurfs
2007 durch das Kabinett. Damit
ist eine rechtzeitige Verabschiedung im parlamentarischen Raum sichergestellt.
Der Haushaltsentwurf sieht eine Konzentration der vorhandenen Mittel auf die
Schwerpunktbereiche Wirtschaft, Arbeit und Bildung vor.
Das Finanzministerium bereitet darüber hinaus einen Nachtragshaushalt 2006 vor mit dem Ziel,
den Altlastenfonds (150 Millionen Euro) bereits in diesem Jahr abzulösen. Auch
werden Vorbereitungen zur Neuordnung der Finanzverwaltung zum Jahreswechsel
2006/2007 getroffen.
Impressum:
Staatskanzlei
des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de






