Daehre: Zweckverbände sollen die
Wirtschaftskraft der Regionen Halle und Magdeburg stärken
01.08.2006, Magdeburg – 348
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 348/06
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 348/06
Magdeburg, den 1. August 2006
Daehre: Zweckverbände sollen die
Wirtschaftskraft der Regionen Halle und Magdeburg stärken
Nachdem sich die Gemeinden im Umland der Oberzentren Halle und Magdeburg
in einer Freiwilligkeitsphase bis zum 30. Juni 2006 nicht zu einem Zweckverband
- wie es ein Gesetz vom Mai 2005 fordert - zusammengeschlossen haben, hat die
Landesregierung nunmehr den Auftrag zur Erarbeitung eines Gesetzentwurfs für
Zweckverbände für beide Stadt-Umland-Bereiche erteilt. Diesem Zweckverband soll
zunächst die Aufgabe der gemeinsamen Flächennutzungsplanung übertragen werden,
so Landesentwicklungsminister Dr. Karl-Heinz Daehre vor der Presse.
Die Verflechtungen der Gemeinden im Umland von Halle und Magdeburg mit
der jeweiligen Kernstadt hinsichtlich Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Kultur und
Sport erfordere ein Mindestmaß an Abstimmung, um in den Oberzentren Halle und
Magdeburg die kostenintensiven Einrichtungen im kulturellen, wissenschaftlichen
und sozialen Bereich in guter Qualität
bei abnehmender Bevölkerungszahl weiterhin vorzuhalten. Das sei nicht
eine Frage, die allein durch die Städte Halle und Magdeburg zu lösen sei, sondern
betreffe den gesamten Stadt-Umland-Bereich.
Daehre: ¿Nach Auffassung der Landesregierung darf der Egoismus einiger
Gemeinden nicht die Entwicklung der Region als Ganzes behindern. Erfreulich
ist, dass die Mehrzahl der Gemeinden, u. a. auch die Städte Magdeburg und
Halle, einer Zusammenarbeit in einem Zweckverband positiv gegenüber steht und
Abstimmungen bei Planungen zur Entwicklung der Region für erforderlich hält.
Die Oberzentren Halle und Magdeburg seien in Sachsen-Anhalt Kerne
wirtschaftlichen Wachstums, Wissenschaftsstandorte und Schwerpunkte der Versorgung.
Eine Stärkung der Oberzentren habe auch einen Bedeutungszuwachs der gesamten
Region zur Folge. Deshalb verfolge die Landesregierung eine Entwicklungsstrategie
der Einbindung der Oberzentren des Landes in eine Metropolregion
Mitteldeutschland, um in einem Europa der Regionen eine Rolle spielen zu
können. Eine bessere Einbindung der Städte Dessau, Halle und Magdeburg
einschließlich ihrer Umlandgemeinden in das europäische Netz der
Metropolregionen nütze der Entwicklung des gesamten Landes Sachsen-Anhalt, auch
der Entwicklung des ländlichen Raumes. Es könne deshalb nicht zugelassen
werden, dass einzelne Gemeinden ausschließlich eigene Interessen verfolgten,
dabei aber von ihrer Nähe zu Halle und Magdeburg profitierten.
Ein Zweckverband für die Region Dessau sei entbehrlich, da die
Stadt-Umland-Problematik bzw. die Verflechtungen hier nicht anzutreffen seien.
Laut Beschluss des Kabinetts wird der Innenminister einen entsprechenden
Gesetzentwurf zeitnah vorlegen. Nach dem Kommunalneugliederungs-Grundsätzegesetz
können Eingemeindungen erfolgen, wenn sich die Bildung von Zweckverbänden zur
vorbereitenden Bauleitplanung als nicht ausreichend für die Sicherung und
Stärkung der Funktionsfähigkeit der jeweiligen kreisfreien Stadt erwiesen hat
und bestimmt raumordnerische Kriterien erfüllt sind.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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