Innenminister informiert Parlamentarische
Kontrollkommission über Verfassungsschutzarbeit zu Pretzien: keine straf- oder
disziplinarrechtlichen Verfehlungen
20.07.2006, Magdeburg – 140
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 140/06
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 140/06
Magdeburg, den 20. Juli 2006
Innenminister informiert Parlamentarische
Kontrollkommission über Verfassungsschutzarbeit zu Pretzien: keine straf- oder
disziplinarrechtlichen Verfehlungen
Intensivierung der
Aufklärungsarbeit geplant
In einer
Sondersitzung der Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) des Landtages von
Sachsen-Anhalt hat Innenminister Holger Hövelmann (SPD) das Gremium heute über
die Ergebnisse einer internen Untersuchung zur Bücherverbrennung von Pretzien
und dem Verhalten des Verfassungsschutzes informiert. Der Minister stellte
dabei klar, dass es keine Anhaltspunkte für strafrechtlich oder
disziplinarrechtlich vorwerfbares Verhalten der Abteilung Verfassungsschutz
des Innenministeriums oder ihrer in Pretzien wohnenden Mitarbeiter gegeben hat.
Hövelmann: ¿In der
Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und seiner Akzeptanz in Teilen der
Gesellschaft haben staatliche und kommunale Behörden eine besondere
Verantwortung. Nur wenn sie dieser Verantwortung gerecht werden, können wir
auch von den Bürgerinnen und Bürgern die Zivilcourage erwarten, Rechtsextremisten
und ihren Machenschaften entgegenzutreten. Die Sonnenwendfeier von Pretzien
und ihre Vorgeschichte mit der Einbindung des Heimatbundes Ostelbien in das
Dorfgeschehen haben uns gezeigt, dass wir noch einiges an demokratischer
Aufklärungsarbeit vor uns haben. Unser Ziel muss es sein, die Bürgerinnen und
Bürger so zu sensibilisieren, dass rechte Ideologien, Organisationen und
Verhaltensmuster auch als solche erkannt werden.¿
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse stellte
der Minister der PKK Überlegungen zur verstärkten Bekämpfung des Rechtsextremismus
vor. Neben der präventiven Komponente, die auf eine umfassende
Sensibilisierung von Bürgern und Behördenmitarbeitern abziele, gehe es um eine
Intensivierung, Verstetigung und Institutionalisierung des
Informationsaustauschs zwischen Polizei und Verfassungsschutz.
Hövelmann teilte
weiter mit, dass die ministeriumsinternen Handlungsanweisungen für die
Mitarbeiter des Verfassungsschutzes überarbeitet werden.
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