Verkehrsminister Daehre überreicht Preise
anlässlich der Verkehrssicherheitsaktion ?LUXE ans Rad?
19.07.2006, Magdeburg – 62
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:
062/06
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 062/06
Magdeburg, den 18. Juli 2006
Verkehrsminister Daehre überreicht Preise
anlässlich der Verkehrssicherheitsaktion ¿LUXE ans Rad¿
Im Rahmen einer
landesweiten Verkehrssicherheitsaktion wurden heute durch Verkehrsminister Dr.
Karl-Heinz Daehre an die Hauptgewinner des Preisausschreibens ¿LUXE ans Rad ¿
Ich mach mit¿ die Preise überreicht.
Preis - Fahrräder für die ganze
Familie
Preis - ein Mountainbike
Preis - ein Trekking-Rad
Die Hauptgewinner
kommen aus Zerbst, Dessau und Wischroda (Nähe Naumburg). Neben den Hauptpreisen
verteilen sich zahlreiche weitere Gewinne wie Fahrradhelme, Fahrradcomputer und
Fahrradschlösser an viele Schüler über das ganze Land. Die Preise wurden
gespendet von der MIFA-Sangerhausen, der Dekra und dem TÜV.
Die landesweite
Verkehrssicherheitsaktion ¿LUXE ans Rad¿ für die vierten Schulklassen hat das
Verkehrsministerium gemeinsam mit der
Landesverkehrwacht und dem Kultusministerium in einer Auftaktveranstaltung am
22.5.2006 in der Magdeburger ¿Grundschule am Elbdamm¿ gestartet.
In den vierten
Klassen wird grundsätzlich die Fahrradprüfung abgenommen. Ziel der Aktion war
es, die Schüler für die Gefahren im Straßenverkehr verstärkt zu
sensibilisieren. Daehre hierzu: ¿Dabei geht es auch und gerade um das Radfahren
unter dem Aspekt des verkehrsgerechten Verhaltens, das sozusagen ¿von Kindes
Beinen an¿ gelernt sein will. Nur wer richtig ausgestattet und hellwach am
Straßenverkehr teilnimmt ¿ eben wie ein Lu(chs)x ¿ und sich den Verkehrs- und
Sicherheitsregeln entsprechend verhält, hat die besten Chancen auch sicher
ans Ziel zu kommen¿.
Die Aktion sollte
bewusst den Dialog zwischen Eltern und Kindern zum Thema ¿sicheres Radfahren¿
durch das gemeinsame Ausfüllen gezielter Eltern- und Kinderfragebögen fördern.
Da Kinder das
Verhalten der ¿Großen¿ bekanntlich oft ¿kopieren¿, sollten sich die erwachsenen
Verkehrsteilnehmer ihrer Vorbildwirkung allgemein im Straßenverkehr aber auch
im Radverkehr gerade in den Städten, wo das Unfallrisiko aufgrund der höheren
Verkehrsdichte besonders groß ist, bewusst werden!
Auf Beschluss des
unter der Federführung des Verkehrsministers stehenden ¿Beirates für Verkehrssicherheitsarbeit
des Landes Sachsen-Anhalt¿ wurde das Thema ¿Mehr Sicherheit im Radverkehr ¿
gerade in den Städten¿ zu einem wesentlichen Arbeitsschwerpunkt für die nächsten
Jahre deklariert.
Im Beirat für
Verkehrssicherheitsarbeit sind neben den betroffenen Ministerien auf Landesebene
die gesellschaftlichen Kräfte gebündelt, die sich mit der
Verkehrssicherheitsarbeit beschäftigen. Unter anderem gehören dazu der
Landesbehindertenverband, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, der ADAC, der
Landeselternrat, TÜV, Dekra, die ÖSA, die Landesverkehrswacht e.V., um nur
einige zu nennen (vgl. auch www.sachsen-anhalt.de unter ¿Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr¿; Link: ¿Verkehrssicherheit /Verkehrssicherheitsarbeit¿; hier:
¿Beirat¿).
In Deutschland
nehmen ca. 62 Millionen Fahrräder am Straßenverkehr teil, jeder Deutsche fährt
statistisch betrachtet im Jahr durchschnittlich 300 km mit dem Fahrrad und es
besitzt in 99 von 100 Familien mit 2
Kindern zumindest ein Familienmitglied ein Fahrrad. Das Radfahren steht
außerdem in Deutschland auf ¿Platz 1¿ bei den Freizeitaktivitäten.
Steigende
Kraftstoffpreise haben ebenso wie das Thema Feinstaub vermehrt zur Nutzung des
Rades auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zur Uni oder zur Schule geführt, so dass davon
auszugehen ist, dass auch künftig immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen
werden, Gerade in den größeren Städten wird dies zu einer geänderten
Verkehrssituation führen, für die bereits jetzt in der
Verkehrssicherheitsarbeit Sorge getragen werden muss.
Als
deutschlandweit unfallstatistisch auffällig zeichnet sich immer wieder das sog.
¿Geisterradeln¿, also das Radfahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung
ab. Auch für Radfahrer gilt das Rechtsfahrgebot und das Gebot auf reinen
Gehwegen und in Fußgängerzonen ihr Rad zu schieben.
So handelt es sich
beim ¿Geisterradeln¿ nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um einen gefährlichen
und in der Regel mit 15 Euro belegten Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.
Dies wird oft übersehen. Wie wichtig es ist, auf diese Problematik durch
verkehrssicherheitspolitische Schwerpunktsetzung einzugehen, zeigen die Unfallstatistiken,
nach denen das ¿Geisterradeln¿ bei Unfällen mit Radbeteiligung Hauptunfallursache
ist.
In zahlreichen
deutschen Städten gibt es Kontrollen durch die Polizei, so auch in jüngster
Zeit in Magdeburg. ¿Kontrollen sind sehr wichtig und ich danke der Polizei
ausdrücklich für die intensive, engagierte Arbeit vor Ort, die sich nicht auf
das Kontrollieren beschränkt hat, sondern, wie ich weiß, auch zahlreiche
Gespräche und Hinweise an die Verkehrsteilnehmer zum Gegenstand hatte.
Besonders anzuerkennen ist auch die ehernamtliche Arbeit der Verkehrswachten in
Sachsen-Anhalt und die Arbeit des ADCF, der insbesondere beim Thema Geisterradeln gemeinsam mit uns ¿an einem Strang
zieht¿. Wir müssen jedoch mehr als nur
kontrollieren¿, so Daehre, wichtig sei es auch zu sensibilisieren und in der
Sache in einen gesellschaftlichen Dialog miteinander zu kommen. ¿Sachsen-Anhalt
hat hier in den letzten Jahren viel getan. Wir haben Verkehrssicherheitsarbeit
zur Chefsache gemacht und meine Mitarbeiter haben beispielsweise persönlich vor
Ort in den größeren Städten Radverkehrsschauen durchgeführt, was in anderen
Bundesländern so nicht geschieht.
Auch in
Sachsen-Anhalt spielt das Geisterradeln eine besondere Rolle.
¿Geisterradler¿
gefährden sich natürlich nicht nur selber, sondern auch alle anderen
Verkehrsteilnehmer, die z.B. mit dem unerwarteten Auftauchen des Radfahrers auf
der Gegenspur nicht gerechnet haben¿, so Minister Daehre.
2005 war außerdem
ein deutlicher Anstieg von Radunfällen beim Queren der Fahrbahn zu verzeichnen.
Hauptunfallursachen bei Unfällen mit Radverkehrsbeteiligung sind:
Þ das Nutzen
der falschen Fahrspur 20 %
Þ alkoholbedingte
Fahruntüchtigkeit 14 %
Þ Falsches
Verhalten gegenüber Fußgängern 11 %
Þ Ein- und
Ausfahren 10 %
Þ drogenbedingte
Fahruntüchtigkeit
6 %
Þ Vorfahrtfehler 5 %
Þ Fehler beim
Abbiegen 4 %
Þ Fehler beim
Einordnen in den fließenden Verkehr 2 %
Þ und andere
Fehler
Bei der Schuldfrage
ergaben sich ebenfalls sehr unterschiedliche Ergebnisse. So sind Radfahrer
beim Fahren entgegen der zugelassenen Fahrtrichtung in fast allen Fällen
alleinige Verursacher von Unfällen oder zumindest mitschuldig. Dies erklärt
die stark gestiegene Zahl der Unfälle, bei denen Radfahrer die Hauptverursacher
waren.
Hinzu kommt eine
hohe Zahl von Alleinunfällen, die bei weitem nicht alle polizeilich erfasst
wurden.
Minister Daehre
hierzu: ¿Ein weites Handlungsfeld in der Verkehrssicherheitsarbeit, auf dem es
noch vieles zu tun gibt¿.
Impressum:
Ministerium für
Landesentwicklung und Verkehr
Pressestelle
Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg
Tel: (0391) 567-7504
Fax: (0391) 567-7509
Mail: presse@mbv.lsa-net.de
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