Verkehrsminister Daehre und ADAC-Vorsitzender
Manlik drängen auf Null-Promille-Regelung für Fahranfänger
14.07.2006, Magdeburg – 60
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:
060/06
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 060/06
Magdeburg, den 14. Juli 2006
Verkehrsminister Daehre und ADAC-Vorsitzender
Manlik drängen auf Null-Promille-Regelung für Fahranfänger
Sachsen-Anhalts Verkehrsminister
Dr. Karl-Heinz Daehre und der Vorsitzende des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Reinhard Manlik, drängen auf die schnelle
Einführung einer Null-Promille-Regelung für Fahranfänger. Die zögerliche
Haltung des Bundes in dieser Frage sei völlig unverständlich, erklärten sie
nach einem Gespräch in Magdeburg. Die Unfallentwicklung der zurückliegenden
Jahre zeige den enormen Handlungsbedarf.
Laut der
bundesweiten Statistik stellen
junge Fahranfänger rund ein Drittel der Pkw-Fahrer, die bei Unfällen unter
Alkoholeinfluss verletzt oder getötet wurden. Der Anteil der 18- bis
24-jährigen an der Gesamtbevölkerung hingegen beträgt jedoch nur acht Prozent.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für Sachsen-Anhalt im Jahre 2005: Während der
Anteil der 18- bis 25-jährigen an der Gesamtbevölkerung hier rund neun Prozent
betrug, lag der Anteil dieser Altersgruppe bei den Getöteten bei 23 Prozent,
bei den Schwerverletzten bei 24 Prozent.
Alkoholbedingte Unfälle
sind in der Regel mit überdurchschnittlich schweren Folgen verbunden. Während
im Jahr 2004 bei allen Unfällen mit Personenschäden 17 Getötete und 238
Schwerverletzte auf 1.000 Unfälle kamen, waren es bei alkoholbedingten Unfällen
31 Getötete und 379 Schwerverletzte.
¿Die Bundesregierung muss
endlich handeln und eine Gesetzesänderung herbeiführen¿, sagte Verkehrsminister
Daehre. ADAC-Vorsitzender Manlik, der über 1,2 Millionen Mitglieder des ADAC in
Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt
vertritt, fügte hinzu: ¿Es sind die
Fahranfänger selbst, die mehrheitlich ein Alkoholverbot befürworten. Sie warten
geradezu auf Argumente, sich dem Gruppenzwang entziehen zu können." Beide
verwiesen auf einen im Oktober vergangenen Jahres im Bundesrat eingereichten
Entschließungsantrag, in dem die Länder mehrheitlich ein Alkoholverbot für
junge Fahranfänger während der Probezeit bzw. für junge Fahrer fordern.
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