Landesentwicklungsminister Daehre: Potenzial
an jungen Existenzgründern stärker für Generationswechsel-Management nutzen
05.07.2006, Magdeburg – 56
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Bau und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 056/06
Ministerium für Bau und Verkehr -
Pressemitteilung Nr.: 056/06
Magdeburg, den 5. Juli 2006
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15.00 Uhr
Landesentwicklungsminister Daehre: Potenzial
an jungen Existenzgründern stärker für Generationswechsel-Management nutzen
In Sachsen-Anhalt
soll die Beratung von jungen Existenzgründern an den Hochschulen künftig
stärker mit der Beratung von Unternehmern verbunden werden, die für ihren
Betrieb einen Nachfolger suchen. Bestehende Angebote müssen in einem
abgestimmten System miteinander vernetzt werden, sagte
Landesentwicklungsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute bei einer Konferenz in
Magdeburg. Die Veranstaltung in den Räumen der Industrie- und Handelskammer
Magdeburg beschäftigte sich mit Ansätzen und praktischen Erfahrungen des so
genannten Generationswechsel-Managements vor dem Hintergrund der demografischen
Entwicklung.
Die Regelung der
Nachfolge sei besonders für Kleinstfirmen wichtig, unterstrich Daehre. Er
verwies auf eine aktuelle Untersuchung, wonach der Fachkräfteanteil in
Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern im Durchschnitt bei knapp 20 Prozent
liegt. In Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten dagegen betrage dieser
Anteil etwa sechs Prozent. Wir können es uns nicht leisten, dass dieses
Fachkräftepotenzial brach liegt, wenn der Firmenchef ausscheidet und mit ihm
der Betrieb vom Markt verschwindet, weil sich kein Nachfolger findet, betonte
der Minister.
Die vom
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr in Auftrag gegebene Untersuchung
kommt zu dem Ergebnis, dass in den nächsten zehn Jahren bei rund 45 Prozent der
befragten Unternehmen eine altersbedingte Betriebsübergabe bevorsteht. Nur in
jedem zweiten ist die Nachfolge jedoch schon geklärt. Als Hauptproblem dafür
wurde das Fehlen eines geeigneten Nachfolgers ermittelt. Die wirtschaftliche
Situation des Betriebes oder die Preisvorstellung des bisherigen Eigentümers
spielen hingegen eine eher untergeordnete Rolle, geht aus der Studie hervor.
Zu Ihrer
Information:
In Sachsen-Anhalt gibt es rund 62.400 Betriebe, darunter etwa 50.000
mit weniger als zehn Beschäftigten. Die durchschnittliche Betriebsgröße über
alle Unternehmen hinweg beträgt 12,2 Beschäftigte je Betrieb. Bei den
Kleinunternehmen liegt die Zahl bei sieben Beschäftigten je Betrieb.
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Pressestelle
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