7.-8. Juni 2006:
Konferenz der Wirtschaftsminister beriet in Erfurt
09.06.2006, Magdeburg – 80
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 080/06
Ministerium
für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 080/06
Magdeburg, den 8. Juni 2006
7.-8. Juni 2006:
Konferenz der Wirtschaftsminister beriet in Erfurt
Unter dem turnusmäßigen Vorsitz des
Wirtschaftsministeriums von Sachsen-Anhalt , Herrn Dr. Reiner Haseloff, tagte
am 7. und 8. Juni 2006 in Erfurt die Wirtschaftsministerkonferenz (WiMiKo) der
Bundesländer. Als Vertreter der Bundesregierung nahm Dr. Joachim Wuermeling,
Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, an der
Konferenz teil. Die nächste Beratung der Wirtschaftsministerkonferenz findet am
7. und 8. Dezember 2006 in Dessau statt.
Die wichtigsten Beschlüsse der Erfurter
Wirtschaftsministerkonferenz:
Europäische Strukturpolitik: Die
Konferenzteilnehmer erkennen die zukünftige Verteilung der Mittel der
europäischen Strukturpolitik gemäß dem vorgeschlagenen
Pro-Kopf-Verteilungsschlüssel als geeignete Grundlage für eine Einigung über
die Mittelverteilung auf die Länder an. Sie halten ein Sicherheitsnetz für
erforderlich, das einzelne Länder vor einem bruchartigen Mittelrückgang
gegenüber der laufenden Förderperiode schützt, aber die Verteilungsergebnisse
des zugrunde liegenden Modells nicht umkehrt. Dieses Sicherheitsnetz soll einen
Mittelverlust gegenüber der jetzigen Verteilung auf 10 Prozent begrenzen.
Reform des EU-Beihilferechts zum 1. Januar 2007: Die Länder bekräftigen ihre
Forderung nach angemessenen Handlungsspielräumen in Bereichen wie Regional-,
Industrie-, Forschungs- und Mittelstandspolitik. Sie plädieren für die
Beibehaltung der bisherigen Praxis bei der Gewährung von Bürgschaften, weil
diese notwendig sind, um kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang
zu Krediten zu öffnen. Die EU plant dagegen beihilfenrechtliche Änderungen, die
von den deutschen Wirtschaftsministern einheitlich abgelehnt werden.
Ausbildungsvermittlung für alle Jugendlichen durch die
Arbeitsagenturen: Die WiMiKo spricht sich mit Nachdruck dafür aus,
dass die Berufsorientierung, Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung für alle
Jugendlichen unter 25 Jahren einheitlich durch die Bundesagentur für Arbeit
wahrgenommen werden. Sie bittet den Bundestag, dies durch gesetzliche
Neuregelung sicherzustellen. Nach Auffassung der Konferenz kann nur auf diesem
Weg ein effizienter und unbürokratischer Vermittlungsprozess gewährleistet
werden. Betriebe, die zur Besetzung ihrer freien Ausbildungsplätze die
Dienstleistung der Ausbildungsstellenvermittlung in Anspruch nehmen, benötigen
eine einheitliche Anlaufstelle.
Verbesserung der Transparenz im Stromgroßhandel: Die Konferenz sieht mit Sorge
die steigenden Preise und erheblichen Preisschwankungen auf dem Strommarkt. Nur
ein flexibler Markt kann auf Dauer zu stabilen und marktgerechten Preisen
führen. Die Bundesregierung wird gebeten, bis spätestens zur nächsten Konferenz
im Herbst 2006 zu berichten, wie sie den gegenwärtigen Stand der Transparenz im
Stromgroßhandel einschätzt, wie sie die Wirksamkeit der Selbstverpflichtung der
großen Energieerzeugungsunternehmen beurteilt und welche zusätzlichen,
besonders energie- und kapitalmarktrechtlichen Maßnahmen sie gegebenenfalls für
erforderlich hält, um die Wettbewerbsbedingungen auf deutscher und europäischer
Ebene weiter zu verbessern.
Aktive Nutzung und Öffentlichkeit der gemeinsamen Datenbank der Kartellbehörden
der Länder und des Bundes gegen Preismissbräuche im Gassektor: Die Konferenz begrüßt das
einheitliche Vorgehen der Kartellbehörden von Bund und Ländern gegen
missbräuchlich überhöhte Preise im Gassektor. Sie schlagen vor, die beim
Bundeskartellamt eingerichtete Gaspreis-Datenbank aktiv zu nutzen,
gegebenenfalls weiterzuentwickeln und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu
machen.
Deregulierung und Privatisierung im Eich- und Messwesen: Die WiMiKo bittet die
Bundesregierung, die angestrebte Deregulierung und Privatisierung amtlicher
Eichaufgaben beschleunigt umzusetzen und einen verbindlichen Zeitplan für das
weitere Gesetzgebungsverfahren vorzulegen. Sie spricht sich zugleich dafür aus,
in diesem Zusammenhang Möglichkeiten von Abbau von Eichpflichten verstärkt zu
untersuchen und das im Eichwesen vorhandene Deregulierungspotenzial offensiv zu
erschließen.
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