Hövelmann: Breiter Konsens zu Feuerwehrstrukturen
in Sicht
19.05.2006, Magdeburg – 93
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 093/06
Ministerium des Innern -
Pressemitteilung Nr.: 093/06
Magdeburg, den 19. Mai 2006
Hövelmann: Breiter Konsens zu Feuerwehrstrukturen
in Sicht
Innenminister Holger Hövelmann (SPD)
ist zuversichtlich, dass in Sachsen-Anhalt ein breit getragener Konsens zu den
kommunalen Strukturen der Feuerwehr erreicht werden kann. ¿Die Praktiker der
Feuerwehr und die Landesregierung liegen in ihren Auffassungen schon dicht
beieinander¿, sagte Hövelmann am heutigen Samstag beim 160jährigen Jubiläum der
Freiwilligen Feuerwehr Possenhain in der Gemeinde Schönburg (Burgenlandkreis).
¿Wir sind uns mit den Bezirks- und Kreisbrandmeistern einig darüber, dass für
die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht starre Einwohnergrenzen
entscheidend sind, sondern abgesicherte Hilfsfristen, eine lokal differenzierte
Risikoanalyse und eine adäquate Ausrüstung.¿ Der Minister reagierte damit auf
Kritik an der Vereinbarung der Koalition, die bisherige gesetzliche Schwelle
von 200 Einwohnern anzuheben, von der an bislang die Einrichtung einer eigenen
Feuerwehr zwingend vorgeschrieben ist.
Das Innenministerium hatte mit den Bezirks- und Kreisbrandmeistern
Sachsen-Anhalts am Donnerstag vereinbart, unter Beteiligung des Landesfeuerwehrverbands
eine Arbeitsgruppe einzurichten, um eine gemeinsame Konzeption zur zukünftigen
Feuerwehrstruktur zu erarbeiten. Hövelmann: ¿Der Handlungsbedarf vor Ort ist
unverkennbar. Ob eine Stadt oder Gemeinde in jedem ihrer Ortsteile eine eigene
Feuerwehr betreiben muss, kann sie selbst am besten beurteilen. Die Kommunen sollten
verantwortlich entscheiden können, wie sie die Feuerwehr aufstellen und
ausrüsten. Wichtig ist, dass jedes Haus in der gesetzlich definierten Zeit von
zwölf Minuten von einer einsatzbereiten Feuerwehr erreicht werden kann. An
dieser Regelung wird sich nichts ändern.¿
Die Freiwillige Feuerwehr Possenhain wurde 1846 ins Leben gerufen. In
dem Ort mit 470 Einwohnern sind 28 Feuerwehrleute im Einsatzdienst, davon acht
Frauen. Hinzu kommen drei Jungen und zwei Mädchen der Jugendfeuerwehr.
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