Sachsen-Anhalt beteiligt sich an
VEMAGS
12.05.2006, Halle (Saale) – 68
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 68/06
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 68/06
Halle (Saale), den 12. Mai 2006
Sachsen-Anhalt beteiligt sich an
VEMAGS
Das länderübergreifende
eGovernment-Projekt zum VE rfahrens MA nagement für G roßraum-
und S chwertransporte (VEMAGS) soll im Jahr 2007 ca. 1.000 Dienststellen
in Deutschland über das Internet vernetzen und so die Genehmigungsverfahren für
die geschätzten 100.000 auf Deutschlands Straßen stattfindenden Großraum- und
Schwerlasttransporte deutlich beschleunigen. Für die Antragsteller wird das
bundeseinheitliche Genehmigungsverfahren einfacher, transparenter und der
Zeitpunkt der Genehmigung damit berechenbarer. Die Vorbereitungen laufen
bereits jetzt auf Hochtouren.
Großraum- und
Schwertransporte sind Straßentransporte, die hinsichtlich der Abmessungen oder
des Gewichtes die allgemein zulässigen Grenzwerte überschreiten und deshalb
einer Genehmigung im Einzelfall bedürfen. Für die beteiligten Institutionen ist
das keine leichte Aufgabe, wenn man berücksichtigt, dass sich unter den
jährlich genehmigten ca. 100.000 Transporten nicht selten auch außergewöhnliche
Fälle, wie z.B. Transporte mit einer Breite von 9,20 m, einer Höhe von 7,20 m,
einer Länge von 92 m oder einem Gewicht von 530 t befinden können. Dies kann
bedeuten, dass im Einzelfall jede Brücke auf der beantragten Transportstrecke
hinsichtlich ihrer tatsächlichen Tragfähigkeit nachgerechnet werden muss.
Mit der Einführung von
VEMAGS erfolgen zukünftig Antragstellung, Antragsprüfung und Genehmigung über
das Internet. Das heute noch mühsame Versenden von Faxen und die Abfragen per
Telefon gehören dann der Vergangenheit an. Alle registrierten Beteiligten, ob Antragsteller,
prüfende Dienststellen oder Genehmigungsbehörden, können sich zur Bearbeitung
des Antrages über einen PC mit Internetzugang in das mittels Passwort
geschützte Programm einwählen. So können sich alle Beteiligten zu jedem
Zeitpunkt über den aktuellen Bearbeitungsstand ihres Antrages informieren.
Einmal eingegebene Daten, wie Adress- oder Fahrzeugdaten, bleiben zur weiteren
Verwendung verfügbar. Schließlich kann das System bis zu einer automatischen Routensuche
unter Berücksichtigung der jeweiligen Transportabmessungen und zu einer automatischen
Tragfähigkeitsberechnung für die betroffenen Brückenbauwerke erweitert werden.
Für die erste Phase der
Realisierung des so genannten Verfahrensmoduls wird mit Gesamtkosten in einer
Größenordung von ca. 1.200.000 ¿ gerechnet. Diese Kosten teilen sich die zehn
bisher beteiligten Bundesländer (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und
Schleswig-Holstein) im Verhältnis der jährlich abgewickelten
Genehmigungsverfahren. Zwischenzeitlich haben sich die Kommunen, alle Bundesländer
und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf eine
Zusammenarbeit im Rahmen der Realisierung von VEMAGS verständigt. Die
Federführung für die Realisierung des Projektes hat das Bundesland Hessen
übernommen.
Übrigens errang VEMAGS
schon im Jahr 2004 den ersten Platz bei einem eGovernment-Wettbewerb für
Bundes- Landes- und Kommunalverwaltungen unter der Schirmherrschaft des
Bundesinnenministeriums.
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