Daehre: Diskussion um Schiffshebewerk
verlangt Augenmerk auf Industriekultur
23.03.2006, Magdeburg – 36
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Bau und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 036/06
Ministerium für Bau und Verkehr -
Pressemitteilung Nr.: 036/06
Magdeburg, den 22. März 2006
Daehre: Diskussion um Schiffshebewerk
verlangt Augenmerk auf Industriekultur
Magdeburg muss
seine Stadtentwicklung künftig noch stärker an der Elbe ausrichten. Dies sagte
Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre nach einer Bereisung der
Landeshauptstadt Magdeburg auf Einladung des Vorsitzenden des Vereins ¿Blaues
Band¿, Dieter Steinecke. Daehre und Steinecke betonten, dass Magdeburg seine
Fördermittel stärker auf die Bereiche an der Elbe konzentrieren müsse.
Wegweisend könne dabei die Teilnahme Magdeburgs an der Internationalen
Bauausstellung (IBA) 2010 unter dem Motto
¿Leben an und mit der Elbe¿
sein.
Als weiteren
Schwerpunkt der Entwicklung Magdeburgs sehen Daehre und Steinecke die
Aktivierung der Potenziale im Bereich der Industriekultur. Hier habe die
Landeshauptstadt ¿unglaubliche Schätze¿. Die aktuelle Diskussion um das
Schiffshebewerk in Rothensee müsse genutzt werden, um einen breiten Ansatz zur
Stärkung der Industriekultur zu finden. Nach den positiven Signalen aus dem
Bundeskanzleramt in Sachen Schiffshebewerk müssten Bund, Land, Kommune und
Wirtschaft an einen Tisch. Steinecke, der auch Landtagsabgeordneter ist, will sich
im Parlament für die Einrichtung eines Haushaltstitels ¿Denkmale der
Industriekultur¿ einsetzen. Innerhalb des Denkmalschutzes müssten in einem
Land, dass etwa bei Chemie, Schwermaschinenbau und Flugzeugentwicklung Meilensteine
der Industriegeschichte gesetzt habe, die richtigen Weichen gestellt werden.
Daehre und Steinecke verweisen auf das Beispiel Saarland, wo die in der
UNESCO-Weltkulturerbeliste geführte ¿Völklingen Hütte¿ längst zu einer
Identität stiftendendem Symbol geworden ist.
Daehre wies auch
auf die wissenschaftlichen Potenziale innerhalb des Landesamtes für
Dankmalpflege und Archäologie hin, wo es ausgewiesene Spezialisten für Denkmale
der Industriekultur gebe. Der Chef des Landesamtes, Dr. Harald Meller, habe
Daehre bereits zugesagt eine Liste mit besonders schützenswerten Industriedenkmalen
erstellen zu lassen.
Erklärtes Ziel von
Daehre und Steinecke ist es, langfristig ein touristisches Konzept für eine
¿Straße der Industriekultur¿ zu entwickeln. Daehre: ¿Die Industriegeschichte
Sachsen-Anhalts ist voller Facetten und Höhepunkte. Ihre Zeugnisse müssen
stärker touristisch und für die Landesentwicklung genutzt werden. Sie sind eine
phantastische Visitenkarte unseres Kernlandes deutscher Wirtschaftsgeschichte.
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