Endgültiger Jahresabschluss 2005 /
Finanzminister Paqué: Personalkosten gesenkt, mehr Steuern einge-nommen
14.03.2006, Magdeburg – 160
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 160/06
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 160/06
Magdeburg, den 14. März 2006
Endgültiger Jahresabschluss 2005 /
Finanzminister Paqué: Personalkosten gesenkt, mehr Steuern einge-nommen
Finanzminister Prof. Dr.
Karl-Heinz Paqué hat heute im Kabinett den endgültigen Jahresabschluss 2005
vorgestellt. Das zurückliegende Haushaltsjahr konnte mit einem ausgeglichenen
Ergebnis abgeschlossen werden. Einnahmen und Ausgaben beliefen sich auf jeweils
10.226 Millionen Euro.
Insgesamt lagen die um interne
Verrechnungen bereinigten Ausgaben mit 10.213 Millionen Euro rund 60 Millionen
Euro über dem Haushaltsansatz von 10.151 Millionen Euro. Die Überschreitung ist
auf die Beteiligung an der Kapitalerhöhung bei der Nord LB in Höhe von 150
Millionen Euro und auf zusätzlich durchlaufende Mittel vom Bund an die
Gemeinden für Leistungen für Unterkunft und Heizung entsprechend SGB II
zurückzuführen.
Die geplante Nettokreditaufnahme
des Jahres 2005 betrug 954 Millionen Euro.
Hinzu kam eine weitere Kreditermächtigung von 150 Millionen Euro für die
Kapitalerhöhung bei der Nord LB, so dass insgesamt 1.104 Millionen Euro zur
Verfügung standen. Davon wurden jedoch nur 998 Millionen Euro in Anspruch
genommen. Das heißt, im Haushaltsvollzug konnte auf mehr als 100 Millionen Euro
geplante Nettokreditaufnahme verzichtet werden.
Der Mittelabfluss bei
Investitionen (ohne Kapitalmaßnahme Nord LB) lag bei rund 95 Prozent.
¿Angesichts der Bewirtschaftungsmaßnahme, nach der nur 95 Prozent der nicht
gebundenen Ausgaben freigegeben wurden, bedeutet dies, dass wir praktisch alle
für Investitionen vorgesehenen Mittel verausgabt haben¿, sagte Paqué.
Die in der Hauptgruppe vier
veranschlagten Personalausgaben blieben um rund 35,6 Millionen Euro unter dem
Ansatz. Die Personalausgabenquote liegt bei 22,7 Prozent, geplant waren 23,2
Prozent. Der Finanzminister kommentierte: ¿Der Vorwurf, in den neuen Ländern
würden die Landesregierungen die Personalausgaben schleifen lassen, lässt sich
zumindest für Sachsen-Anhalt nicht aufrecht halten. Wir wissen, wir sind
gegenüber den Geberländern in der Pflicht, die im Vergleich mit westdeutschen
Flächenländern noch immer hohen Personalkosten zu senken. Wir haben dies
kontinuierlich getan, das zeigt auch dieser Jahresabschluss.¿
Die Zinsausgaben fielen um 67,4
Millionen Euro niedriger aus als geplant. Dies ist auf ein bei der
Haushaltsaufstellung so nicht zu erwarten gewesenes günstiges Zinsklima
zurückzuführen.
Die Einnahmeseite profitierte
vor allem von der guten Entwicklung der Steuereinnahmen. Paqué: ¿Einschließlich
Länderfinanzausgleich und Fehlbetrags-Bundesergänzungszuweisungen ergibt sich
für das vergangene Jahr ein Plus von 46,5 Millionen Euro. Ich möchte daran
erinnern, dass wir nach der Steuerschätzung im November noch mit einem Minus von
55 Millionen Euro gerechnet haben. Damit wurde nach 2004 bereits das zweite
Jahr in Folge der Ansatz bei den Steuern leicht übertroffen. Auch die neuesten
Zahlen zur Steuerentwicklung zeigen: Wir können vorsichtig optimistisch in die
Zukunft sehen. Die Zeit der hohen Steuerausfälle, wie wir sie von 2002 bis 2004 hatten, ist vorbei.¿
Die positive Entwicklung setze
sich auch in diesem Jahr fort, nach dem Januar zeige auch der Februar einen
Aufwärtstrend. ¿Der deutschen Wirtschaft geht es besser, das zeigen die
Aufwüchse bei der Körperschaft- und der Einkommensteuer.¿
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