Aufbau Ost: Sachsen-Anhalts Finanzminister
fordert Umsetzung des Koalitionsvertrages / ?Wir müssen fair und sachlich über
die Fortschritte in den neuen Ländern reden?
15.02.2006, Magdeburg – 10
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 10/06
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 10/06
Magdeburg, den 15. Februar 2006
Aufbau Ost: Sachsen-Anhalts Finanzminister
fordert Umsetzung des Koalitionsvertrages / ¿Wir müssen fair und sachlich über
die Fortschritte in den neuen Ländern reden¿
Sachsen-Anhalts Finanzminister
Karl-Heinz Paqué fordert Bundesfinanzminister Steinbrück auf, hinsichtlich der
Fortschrittsberichte den Koalitionsvertrag der Bundesregierung umzusetzen.
¿Hier muss im Interesse der ostdeutschen Länder unbedingt ein Verfahren in Gang
gebracht werden, mit dessen Hilfe sich der Aufbau in den neuen Ländern
sachgerecht aufzeigen lässt¿, sagte Paqué heute mit Blick auf den morgen in
Berlin tagenden Finanzplanungsrat, der
die Fortschrittsberichte und die Stellungnahme des Bundesfinanzministers dazu
zum Thema hat.
CDU und SPD hatten im
Koalitionsvertrag vereinbart, die Berechnungsmethode zum Nachweis der
Verwendung der Soli-Mittel auf den Prüfstand zu stellen.
Paqué weiter: ¿Die Stellungnahme
des BMF hat gezeigt, dass der Aufbau Ost zur Zeit nur nach statischen Größen,
insbesondere der Neuverschuldung, beurteilt wird, die nichts über die
Wachstums- und Konsolidierungsprozesse in den neuen Ländern aussagen. Es
schadet dem Aufbau Ost, wenn immer nur größtenteils aus vergangenen Jahren
resultierende Rückstände beschrieben werden - statt die wirtschaftliche Dynamik
und die finanziellen Perspektiven ins Visier zu nehmen. Das bedarf dringender
Korrektur. ¿
Dies müsse schnell geschehen, so
Paqué, um zu einer sachlichen Debatte und zu einer fairen Beurteilung der
Entwicklung der Wirtschaft und der Haushalte übergehen zu können. Es gehe um
eine Bewertung der stattfindenden Konvergenzprozesse, nicht um wiederholte Hinweise
auf den zweifellos noch bestehenden Anpassungsbedarf.
¿Sachsen-Anhalts Landesregierung
hat den Beamten das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen, mit den Angestellten
Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich ausgehandelt. Es wurde hart in
Leistungsgesetze eingeschnitten.¿ Dann dem Land vorzuwerfen, hier würden
Soli-Mittel verschwendet, sei unsachlich. Paqué: ¿Das nimmt den Menschen in den
neuen Ländern Mut und schürt Unzufriedenheit in den alten Ländern.¿
Ziel der im Koalitionsvertrag
vereinbarten Gespräche müsse sein, dem Namen ¿Fortschrittsbericht¿ ein gutes
Stück näher zu kommen. Nur in diesem Sinne mache das Gesprächsangebot Sinn.
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