Langzeitarbeitslose Jugendliche bekommen eine
Chance
Haseloff: Nach erfolgreichem Start wird jetzt Programm für 1.000 Jugendliche
aufgelegt
03.02.2006, Magdeburg – 10
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 010/06
Ministerium
für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 010/06
Magdeburg, den 3. Februar 2006
Langzeitarbeitslose Jugendliche bekommen eine
Chance
Haseloff: Nach erfolgreichem Start wird jetzt Programm für 1.000 Jugendliche
aufgelegt
Sachsen-Anhalts Landesregierung wird im März ein Projekt zur
Qualifizierung von 1.000 langzeitarbeitslosen Jugendlichen starten. Das hat
heute Staatssekretär Dr. Reiner Haseloff nach dem erfolgreichem Abschluss der
Modellphase in Wittenberg bekannt gegeben. Mit dem Projekt bekommen Jugendliche
unter 25 Jahren, die oft schon seit Jahren arbeitslos sind, die Chance, sich
auf eine Ausbildung vorzubereiten und so den Widereinstieg ins Berufsleben zu
schaffen.
Das Programm ¿Modulare berufliche Qualifizierung für arbeitslose nicht
berufsschulpflichtige Jugendliche unter 25 Jahren ohne Berufsabschluss¿ sieht
vor, Jugendliche in den Bereichen Büro, Lagerwirtschaft, Servicefahrer, Bau,
Gastronomie, Gartenbau und Chemie zu qualifizieren. Dabei durchlaufen sie drei
Phasen: Berufsorientierung, berufliche Ausbildung und zuletzt ein betriebliches
Praktikum. Nach dem Programm sollen die Jugendlichen in der Lage sein, eine
Ausbildung zu beginnen oder direkt in Arbeit vermittelt werden. Die spezielle
Qualifizierung biete neben Ausbildungsaspekten auch soziale und mentale
Betreuung der Jugendlichen für den Berufsalltag. Haseloff: ¿So bekommen
Jugendliche, die besonders schwer zu vermitteln sind, ihre vielleicht letzte
Chance. Viele von ihnen würden sich ohne die Hilfe bei der Alltagsbewältigung,
sozialen Hilfestellungen und der Unterstützung bei Behördengängen kaum
zurechtfinden.¿
Finanziert wird das Programm vor allem mit Mitteln des Europäischen
Sozialfonds. Die Kosten belaufen sich auf ca. 2,2 Millionen Euro. Beteiligt
sind auch die Arbeitsgemeinschaften und die optierenden Landkreise. Die Anträge
werden von den Regionen und deren Partnern eingereicht und liegen derzeit meist
schon vor. Interessierte Jugendliche melden sich bei den zuständigen
Arbeitsgemeinschaften oder den optierenden Kommunen.
Heute wurde in Wittenberg die Modellphase des Projekts am
Bildungszentrum der Handwerkskammer Halle ausgewertet. An dem Modellprojekt
haben insgesamt 42 Jugendliche teilgenommen. 17 von ihnen konnten nach der
Qualifizierung direkt eine Ausbildung beginnen oder haben Arbeit gefunden. Drei
haben die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen.
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