Technische Lösung gegen
Geruchsbelästigungen durch Bioethanolanlage in Zeitz gefunden
23.12.2005, Halle (Saale) – 132
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 132/05
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 132/05
Halle (Saale), den 22. Dezember
2005
Technische Lösung gegen
Geruchsbelästigungen durch Bioethanolanlage in Zeitz gefunden
Bei der im April 2005 durch die
Südzucker Bioethanol GmbH in Zeitz in Betrieb genomme Bioethanolanlage war es
nach der Inbetriebnahme zu technischen Problemen gekommen, die ebenso wie die
damit verbundenen Belästigungen nicht vorhersehbar waren.
Die Südzucker Bioethanol GmbH hatte
sich um Ermittlung der Ursachen gekümmert und Lösungsvorschläge in technischen
Versuchen erprobt und zum Teil auch umgesetzt. Über die weitere Vorgehensweise
des behördlichen Handelns und der Betreiberabsichten wurde am 16. November 2005
in einer Informationsveranstaltung berichtet. Dazu hatten der Betreiber der
Bioethanolanlage in Zeitz (die Südzucker Bioethanol GmbH) und das
Landesverwaltungsamt, das den Betrieb der Anlage genehmigte, diejenigen
Anwohner eingeladen, die sich über Immissionsbelästigungen beschwerten.
Am 19.12.2005 fand im LVwA, wie auf
der Bürgerversammlung am 16.11.2005 in Zeitz festgelegt, ein Treffen zwischen
dem Betreiber der Anlage und dem LVwA statt. Dabei übergab der Betreiber
Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Maßnahmen bisher zur Minimierung der
Immissions- (insbesondere Geruchs-) Belästigungen unternommen wurden. Diese
Maßnahmen konzentrieren sich derzeit auf die Hauptemissionsquellen der
Pelletkühlung und der Atmungsöffnung des Trockenbrüdenkondensators.
Für die Atmungsöffnung des
Kondensators gibt es bereits eine technische Lösung, die bisher im Kleinmaßstab
erprobt und derzeit installiert wird. Die Inbetriebnahme erfolgt noch vor
Weihnachten.
Für die Pelletkühlung sind derzeit
zwei prinzipielle technische Lösungen denkbar. Bis Ende Januar 2006 erfolgt die
Entscheidung, welche technische Lösung realisiert wird sowie die
Auftragsvergabe. Die Inbetriebnahme der Reinigungseinrichtung wird bis ca. Ende
April 2006 erfolgen. Damit kann die Geruchsbelästigung um 80 % reduziert
werden.
Diese technischen Maßnahmen werden
durch ein Sachverständigenbüro fachlich begleitet. Erste Messergebnisse liegen
vor und werden derzeit noch ausgewertet und digitalisiert.
Weitere Messungen erfolgen im Januar
2006 und nach Inbetriebnahme der Abgasreinigungsanlagen.
Das LVwA wird in einer Verfügung die
notwendigen technischen Maßnahmen, Termine und Berichtspflichten des Betreibers
anordnen und den weiteren Fortgang der Reduzierungsmaßnahmen überwachen.
Für Anfang Februar 2006 wurde eine
weitere Kontrollberatung vereinbart.
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