Ministerpräsident Böhmer überreichte hohe
Bundesauszeichnungen an Bart Jan Groot (Groede-NL), Kurt Landgraf (Trebnitz)
und Nikolaj Tschalamoff (Schönebeck
02.12.2005, Magdeburg – 577
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 577/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 577/05
Magdeburg, den 2. Dezember 2005
Ministerpräsident Böhmer überreichte hohe
Bundesauszeichnungen an Bart Jan Groot (Groede-NL), Kurt Landgraf (Trebnitz)
und Nikolaj Tschalamoff (Schönebeck
Ministerpräsident
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer hat heute, Freitag, 2. Dezember 2005, im Magdeburger
Palais am Fürstenwall Bundesverdienstkreuze an den niederländischen Manager
Bart Jan Groot, den Schönebecker
Kreistagsabgeordneten Nikolaj Tschalamoff und die Verdienstmedaille an den
Trebnitzer Agrarexperten Kurt Landgraf überreicht. Bundespräsident Horst Köhler
hatte die Auszeichnungen am 14. Mai bzw. am 22. September 2005 verliehen.
Der
Ministerpräsident verband seine Glückwünsche zu der hohen Auszeichnung mit der
Hoffnung, dass die von den Ausgezeichneten gesetzten Maßstäbe als Orientierung
besonders für junge Menschen Ansporn seien. Er verwies auf den hohen
Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit, die Landtag und Landesregierung von
Sachsen-Anhalt am 5. Dezember 2005 in einer gemeinsamen Feierstunde würdigen
werden. Die Gesellschaft sei, besonders in schwierigen Zeiten, mehr den je auf
das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen angewiesen.
Folgende
Bürger wurden ausgezeichnet:
Bart Jan Groot, (Groede-Niederlande), Verdienstkreuz am Bande
Der
Niederländer Bart Jan Groot leitete von 1995 bis 2004 als Vorsitzender der
Geschäftsführung die Geschicke der Buna Sow Leuna, der späteren Dow
Olefinverbund GmbH. Unter dem Dach des Konzerns Dow Chemical stellt der Olefinverbund
den Zusammenschluss der früheren Einzelunternehmen Buna GmbH, Sächsische
Olefinwerke Böhlen GmbH und Polyofine Leuna GmbH dar.
Es ist der
Arbeit des niederländischen Managers zu verdanken, dass sich mit der Fusion der
Einzelunternehmen neue Perspektiven für die mitteldeutsche Chemieregion
eröffnet haben. Die wirtschaftliche Situation und der Arbeitsmarkt in der
Region wurden dadurch nachhaltig positiv beeinflusst.
Er hatte
auch entscheidenden Anteil an der Bildung des Netzwerkes ¿Mitteldeutsche Kunststofftechnik¿,
engagierte sich ehrenamtlich in der IHK Halle-Dessau und war an führender
Stelle im Verband der Chemischen Industrie tätig. Als Mitglied des
Regionalforums Mitteldeutschland setzte Groot sich wirksam für die Förderung
des Regionalmarketings für den mitteldeutschen Raum ein.
Besonders am Herzen lag ihm die Förderung der Aus- und Weiterbildung
junger Menschen im schulischen und betrieblichen Bereich. In seiner früheren
Wahlheimat Leipzig setzte er sich aktiv für die Belange der Ausbildung junger
Menschen als Beiratsmitglied der
Leipziger International School und
Vizepräsident des Club International e. V. Leipzig ein.
Kurt Landgraf, (Trebnitz), Verdienstmedaille
Der Landwirt und Agrarexperte aus Trebnitz engagierte sich nach dem
politischen Umbruch in der ehemaligen DDR intensiv für den Aufbau neuer
landwirtschaftlicher Strukturen im südlichen Sachsen-Anhalt. So entwickelte
sich die Osterland Landwirtschafts GmbH Teuchern unter seiner Leitung zu einem
effizienten Betrieb und einem wichtigen regionalen Arbeitgeber. Er gründete und
leitete die Gemeinschaft der Direktvermarkter der Elster-Saale-Unstrut-Region
e.V. und wirkte in besonderer Weise bei der Neustrukturierung des Anbaus und
der Verarbeitung der Zuckerrüben im südlichen Sachsen-Anhalt mit. Als
Vorstandsmitglied im Verband Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V.
leistet er wertvolle Arbeit.
Hohen Anteil hatte Kurt Landgraf an der Gründung und weiteren
Entwicklung des Kreisbauernverbandes Hohenmölsen-Weißenfels-Zeitz e. V., dessen
Vorstandsmitglied er bis zum heutigen Tage ist. Damit trug er auch wesentlich
zur stabilen Entwicklung des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt bei.
Nikolaj Tschalamoff, (Schönebeck),
Verdienstkreuz am Bande
Nikolaj Tschalamoff ist eine aktive Persönlichkeit, die sich in den
verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen dem Gemeinwohl verpflichtet
fühlt. Bereits in den Jahren vor der
Wiedervereinigung forderte er mehr Demokratie, beteiligte sich aktiv an den Montagsdemonstrationen
und war Mitglied der letzten
DDR-Volkskammer.
Von 1991 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 setzte er sich als
Referatsleiter im Wirtschaftsministerium vehement für den Erhalt und den Ausbau
des Forschungs- und Innovationsbereiches in Sachsen-Anhalt ein. Seinem Wirke
ist es maßgeblich zu verdanken, dass sich im Lande eine leistungsfähige und
inhaltlich breit gefächerte Industrieforschungslandschaft etablieren konnte.
Heute setzt er sich als Mitglied des Kreistages Schönebeck und als Vorsitzender
des Wirtschaftsausschusses intensiv für die Förderung der wirtschaftlichen
Entwicklung des Landkreises ein.
Tschalamoff engagiert sich auch im kirchlichen und sozialen Bereich. So
sind die Sanierung der Synagoge und die Errichtung eines Holocaust-Mahnmals in
Schönebeck eng mit seinem Namen verbunden.
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