Paqué kritisiert Platzeck / Verhandlungen in
Berlin amateurhaft
07.11.2005, Magdeburg – 64
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 64/05
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 64/05
Magdeburg, den 5. November 2005
Paqué kritisiert Platzeck / Verhandlungen in
Berlin amateurhaft
Scharfe Kritik am designierten
SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck hat der Finanzminister Sachsen-Anhalts Prof.
Dr. Karl-Heinz Paqué (FDP) geübt. Platzeck hatte eine Erhöhung der
Mehrwertsteuer um vier Prozentpunkte für möglich gehalten.
Paqué: ¿Bevor auch nur irgendein Konzept zur
Senkung der Ausgaben vorliegt, plädiert Herr Platzeck für eine massive Senkung
der Realeinkommen in Deutschland durch Steuererhöhungen. Dies ist völlig unverantwortlich.¿
Die Äußerung Platzecks sei allerdings die
logische Konsequenz der abwegigen Verhandlungsstrategie der potentiellen
Partner der sich anbahnenden Großen Koalition im Bund. Paqué: ¿Die
Verhandlungen laufen amateurhaft. Wer gleich nach Steuererhöhungen ruft, nimmt
den Druck von der Ausgabenseite.¿ Paqué verwies darauf, dass die drastischen Kürzungen
in den Länderhaushalten in den letzten Jahren nur möglich waren, weil die
Länder keine Steuern erhöhen konnten. Daran müsse sich der Bund ein Beispiel
nehmen.
Paqué verwies auch darauf, dass eine Erhöhung
der Mehrwertsteuer nur kurzfristige Konsolidierungserfolge verspreche. Es sei
klar, dass Senkungen der Realeinkommen durch Steuererhöhungen zu deutlich
höheren Tarifforderungen in künftigen Lohnverhandlungen und damit zu höheren
Personalkosten führen. Paqué: ¿Es ist naiv zu glauben, man könne Nullrunden bei
Tarifverhandlungen und Rentenkürzungen erreichen und gleichzeitig die
Lebenshaltungskosten durch die Mehrwertsteuer drastisch erhöhen. Dies wird
nicht aufgehen. Auf längere Sicht werden höhere Personalkosten den fiskalischen
Gewinn aus der Steuer wegfressen.¿
Im übrigen sei eine Mehrwertsteuererhöhung
ein Programm zur Ausweitung illegaler Tätigkeit. ¿Handwerksleistungen werden
zwangsläufig noch teurer als sie ohnehin schon sind. Dies beseitigt
Arbeitsplätze im Handwerk und fördert die Schwarzarbeit.¿
Paqué forderte die
Verhandlungsführer dazu auf, endlich ein umfassendes Reformkonzept vorzulegen.
Paqué: ¿Das Motto von SPD und CDU ist derzeit: Erst bezahlen, dann bestellen.
Es muss aber umgekehrt laufen: Zuerst die Reformen und Ausgabensenkung, und
dann wird abgerechnet.¿
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